Südamerika Reiseblog: Tipps für deine Reise nach Panama

Panama ist ein kleines Land (75,417 km2. ca. 4,3 Millionen Einwohner) im Herzen von Mittelamerika, angrenzend an Costa Rica und Kolumbien. Es ist ein nicht so bekanntes, aber dafür wirklich lohnenswertes Reiseziel.

Warum ist eine Reise nach Panama spannend, kurzweilig und erlebnisreich? Finde dies hier im Südamerika-Reiseblog heraus, das ist die Übersichtsseite mit wirklich praktischer Info für unabhängige Reisende und Backpacker.

Panama ist ein tolles Reiseziel weil es wirklich einiges an Sehenswürdigkeiten vorzuweisen hat, Kultur, Geschichte, Natur, den Regenwald, einige schöne Inseln vor seinen Küsten. Panama hat den Atlantik als auch den Pazifik zu bieten, und natürlich einen der bemerkenswertesten Bauten der menschlichen Geschichte, den Panama-Kanal.

Die Einwohner dieses Landes sind eher auf den zweiten Blick charmant, etwas zurückhaltend, aber sehr angenehm. Für den individuellen Reisenden nach Panama ergeben sich tolle Optionen für einen selbstorganisierten Trip. Für Selbstfahrer auf der Panamericana, von Norden bzw. ja eher Westen kommend, ist Panama Endstation, denn hier endet die Straße. Man muss das Fahrzeug verladen und per Schiff nach Südamerika reisen.

Panama ist auch für Backpacker spannend, und hat mit den San Blas Inseln als auch der bezaubernden Isla Taboga einige schöne Reiseziele zu bieten. Die Panamericana-Straße mag hier enden, der Gringo-Trail tut es nicht!

Folgend eine Übersicht über besten Panama Reisetipps und die drängendsten Fragen und Antworten für deine Reiseplanung nach Mittelamerika bzw. Panama: Sprache, Geld, Essen, Unterkünfte Einreise und vieles mehr. Alles von mir selbst getestet und vor Ort ausprobiert! Ideal zum Kombinieren: Kolumbien oder Costa Rica kann man ganz wunderbar mit dem Panama-Trip zusammen führen

Panama Guide von A bis Z

Anreise und Einreise nach Panama

Für Bundesbürger und österreichische Staatsangehörige ist die Einreise nach Panama ohne Visum möglich (für einen Aufenthalt bis zu 180 Tage), es wird ein gültiger Reisepass benötigt. Immigration bzw. visa on arrival erfolgt dann im internationalen Flughafen von Panama-Stadt.

Flughafen Panama Tocumen, Unterkunft am Flughafen

Der internationale Flughafen von Panama Aeropuerto Internacional de Tocumen ist ein sehr ordentlich organisierter Flughafen, mit erstaunlich vielen Flugverbindungen in die Karibik, Südamerika, die USA und die Nachbarländer Panamas. Der Flughafen-Code ist PTY. 2022 nutzen ca. 15 Millionen Passagiere den Flughafen.

Die folgenden Fluggesellschaften fliegen ab Europa nach Panama City (Auswahl):

  • Air France ab Paris CDG
  • Air Europa ab Madrid
  • Condor ab Frankfurt (ab Sommer 2025)
  • Iberia ab Madrid
  • KLM ab Amsterdam

Die folgenden Fluggesellschaften fliegen Strecken von und nach PTY ab Mittel- und Südamerika (Auswahl)

Wer andere Ziele in Mittelamerika oder Südamerika erreichen möchte, kann von Panama International mit der Fluggesellschaft COPA auch in entlegene Gebiete fliegen, nach El Salvador, Guatemala, Venezuela. Oder  auch nach Bogota und Cartagena in  Kolumbien, auch nach Lima, Peru, in die Karibik, Mexiko, USA. Copa ist eine Klasse-Fluggesellschaft der StarAlliance und sehr verlässlich, mit einem beeindruckenden Streckennetz in der Region.

Es gibt ein nettes (aber teures) Restaurant im ersten Stock, mit vielen klassischen mittelamerikanischen Gerichten auf der Karte, sowie den für Panama typischen grandiosen Fruchtsäften. Hinter der Sicherheitskontrolle gibt es allerhand Geschäfte und viele schöne Souvenirs.

Wer in PTY Panama einen stop over bzw. einen Layover mit Übernachtung zu überbrücken hat, braucht nicht den ganzen langen Weg vom Flughafen in die Stadt und zurück zu fahren. Es gibt mindestens zwei große internationale Hotels direkt am Flughafen, welche auch einen kostenlosen Shuttle Dienst vom und zum Terminal anbieten. Die Fahrtzeit zu diesen Hotels direkt am Flughafen beträgt nur einige Minuten, ansonsten brauchst man vom Flughafen in die Stadtmitte eher 20-30 Minuten, wenn Stau ist (und es gibt massive Staus auf den Straßen von Panama-City) dann dauert es länger.

  • Ein Taxi vom Flughafen PTY Tocumen nach Panama Stadt kostet ca. 30 US-Dollar. Uber gibt es hier und dürfte preiewerter sein, der Bus: um die 2 USD.

Es gibt mit dem Allbrook Airport (Aeropuerto Marcos A Gelabert) noch einen Flughafen für Inlandsflüge in Panama, dieser wird hauptsächlich bedient von Air Panama. Flugstrecken innerhalb des kleinen Landes gehen u.a. nach Bocas del Toro, San Blas Inseln Corazon de Jesus, David, Sambu im Darien. Tickets online bei Air Panama oder im Flughafen-Verkaufsbüro. Taxi zum Flughafen Albrook kostet um die 5 US Dollar.

Panama von A bis Z:

Altstadt: In der Casco Viejo

Die Altstadt von Panama-City ist ein UNESCO Weltkulturerbe.

Und sie liegt auf einer kleinen Halbinsel, welche von der einen Seite von der Bucht von Panama begrenzt wird, und von der anderen Seite vom  modernen Teil von Panama Stadt verkehrsumtost ist.

Mit dem Taxi kommt man leicht in die Altstadt, als Fahrtziel kann man z.B. die Plaza de Francia angeben. (Das kostet so zwischen fünf und 12 US Dollar aus dem modernen Teil von Panama). Wie der Name des Fahrtziels schon andeutet, steigt man dann direkt vor der französischen Botschaft aus. Und ist im Herzen der Altstadt von Panama. Welche ein wenig wie Havanna ausschaut.

Und an einigen Stellen auch genau so verfallen ist. An anderen Ecken dagegen frisch saniert und herausgeputzt, und adrett und gefällig wie die Altstadt von Madrid.

An der Uferpromenade der Altstadt von Panama bieten Händler ihre Ware feil, darunter viele Händler mit nativen Wurzeln, und schönem Kunsthandwerk. Lohnenswert, wer noch ein schönes Mitbringsel benötigt, hier lässt sich entspannt schauen.

Wie Panama ohnehin auf mich den Eindruck eines sehr angenehmen Reiselandes macht: zurückhaltende Menschen, freundlich, hilfsbereit. Man wird kaum angesprochen. Wenn man dann sagt, das man nichts braucht, ist es gut.

Wäre das bloss immer so! Zweifellos, es gibt Länder mit einem deutlich höheren Nervfaktor als Panama. Hier ist man freundlich reserviert, und entspannt.

Restaurants und Kneipen und Bars gibt es sehr viele in der Altstadt, wir fanden sogar eine Pizzeria mit echtem Pizzaofen, und die panamaische Pizza war absolut super. Wer nach langem Flug noch etwas müde ist, der sollte entspannen bei einem wunderbar kalten Balboa Bier. Das erfrischt!

Gute Fotos lassen sich von der Uferpromenade in Casco Viejo ohnehin machen, entweder nach Westen in Richtung Kanalmündung oder nach Osten, in Richtung der Skyline des modernen Teils von Panama Stadt.

Die Altstadt Panamas, Casco Viejo, ist nicht zu verwechseln mit den Ruinen Panama Viejo. Diese sind am Rande des jetzigen Panama Stadt, und bezeichnen den Ort und die Rudimente der Stadt Panama, welche von den spanischen Entdeckern einst dort gegründet wurden. Aber nach der Zerstörung der ersten Siedlung Panamas Ciudad durch englische Piraten im Jahr 1671, baute man den Ort an anderer, weiter westlich gelegener Stelle in der Bucht wieder auf, das ist jetzt die Altstadt Casco Viejo.

Die Altstadt Panamas erschien mehr sehr sicher, in den etwas abgewirtschafteten Ecken steht meist die Polizei, an den gentrifizierten Plätzen sowieso. Man sollte dort zu Fuß gehen, es ist nicht viel Verkehr in den engen Gassen, und die vielen schönen Geschäfte laden zum Schauen ein.

Eine schöne Auswahl an regionalen Souvenirs gibt es insbesondere bei den Händlern an der Uferpromenade. Mitbringsel wie einen echten Panamahut (aus Ecuador) bekommt man hier zu guten Preisen. Preise sind Verhandlungssache!

Einkaufen in Panama City

Traveller, welche Güter des täglichen Gebrauchs vergessen haben oder deren Gepäck in Panama City, Florida (oder beim Umsteigen in den USA dort beim Zoll verblieben ist), brauchen nicht verzagen.

In z.B. der Albrooks Shopping Mall von Panama City gibt es alles: Taschen, Koffer, Klamotten, Schuhe, eine Drogerie. Die Mall ist ungefähr halb so groß wie Liechtenstein (aber doppelt so voll an Menschen), und es gibt noch mehr Malls im Bankenviertel von Panama Stadt.

Mit anderen Worten: Auch für Backpacker, Selbstfahrer und Selbstversorger hat Panama eine mehr als tolle Infrastruktur.

Elektrische Geräte / Stecker: Adapterstecker mitbringen! 

In Panama benötigt man definitiv einen Adapterstecker! Die Steckdosen sehen sind US, manchmal noch was anderes, und ohne Adapter geht da nix! Sowas wie das hier.

Essen und Getränke

Reiseblog Panama: Was gibt es Leckeres in Panama zu Essen und zu Trinken?

Es sind doch bei den meisten Reisenden die gleichen Fragen, welche zuhause gestellt werden, und immer ist dabei: Wie war das Essen?

Scheint die meisten Menschen doch sehr zu bewegen, mich, zugegebenermaßen, nicht so wirklich. Mir fehlt da irgendwie ein tiefergehendes Interesse – Reisen bedeutet doch ohnehin so vielen Einflüssen zu unterliegen, da benötige ich keinen Kick beim Essen.

Weshalb ich ja auch nicht Feinschmeckerlokale an der katalonischen Küste oder an der Rhone bei Lyon besuche, sondern street food Buden und Pizzerien im schönen Panama…

Essen für Vegetarier unterwegs in Panama

In Panama ist gutes Essen und Trinken gar kein Problem. Pizzerien mit richtig guter Pizza gibt es reichhaltig. Salate sind meistens ohne Fisch und Fleisch zubereitet, und mexikanische vegetarische Spezereien wie Quesadillas oder Tortillas sind weit verbreitet. Ebenso gibt es viele asiatische und insbesondere chinesische Restaurants in Panama Stadt. Und wie überall in Mittel- und Südamerika gilt: Frag die freundlichen Restaurantbetreiber, irgend etwas fleischfreies werden sie zaubern…

Getränke: Säfte und Bier

Es gibt leckeres Bier! Das ist schon mal eine gute Nachricht. Kein Mensch in diesem freundlichen Land muss Heineken trinken! Der nationale Drink, also das was Pisco Sour in Peru oder Té Mate in Argentinien sind, heißt in Panama Seco Herrerano, ist ein klarer Zuckerrohrschnaps und Klasse in Verbindung mit Fruchtsäften und Mineralwasser: Frisch, bunt, prickelnd und süß, passt sehr gut in dieses Land! Ansonsten hat Panama tolle Fruchtsäfte, welche mit gecrashtem Eis serviert werden, Ananas, oder Melone, Wassermelone, Papaya, was halt im Angebot ist. Unbedingt nachfragen!

Frühstück

Das mittelamerikanische Frühstück ist eine Mischung aus karibisch-spanisch und US-amerikanisch: Pfannkuchen, Scrumbled Eggs, manchmal etwas rustikal-labbriges Toastbrot, aber dafür überall fabelhafte Früchte und Fruchtsäfte. Für Vegetarier also auch reichhaltige Auswahl! Tee und Kaffee sowieso.

Abendessen

In Panama City gibt es viele asiatische, insbesondere chinesische Restaurants für die sehr große chinesische Gemeinschaft in der Stadt. In der Altstadt von Panama gibt es tatsächlich eine Pizzeria mit italienischem Pizzaofen, ein vegetarisches Restaurant mit vielen Fischgerichten, ein Restaurant mit panamaischer Küche und einige nette Bars mit Fingerfood.

Das nationale Getränk Panamas ist der Seco Herrerano, das ist Zuckerrohrschnaps gemischt mit bunten Säften, und sieht dann so aus, rechts im Foto:

Schmeckt fabelhaft! Haben wir auf der Insel Taboga erstmalig getestet, mit Blick über die Bucht von Panama – priceless!

Die Auswahl an Bieren in Panama ist überschaubar, meistens gibt es zwei Marken: Panamà und Balboa, beide sind gut trinkbar, leichte Lagerbiere mit wenig Geschmack und Alkohol, aber viel Frische!

Sehr lecker finde ich immer die vegetarischen Gerichte wie Quesadillas (Teigtaschen mit Käse gefüllt, ein mexikanisches Gericht?) oder getoastete Sandwiches, ebenfalls mit vegetarischer Füllung. Gibt’s in Bäckereien, street food Ständen, manchmal in Supermärkten, für kleines Geld und auf die Hand.

Zusammenfassung: Das Essen in Panama entbehrt großartiger Rafinesse, ist aber gut und abwechslunsgreich, mit genügend Optionen für Vegetarier. Das Beste: die frisch zubereiteten Fruchtsäfte mit Eis.

Geld und Geldautomaten  in Panama

Die Währung haben die US-Amerikaner offensichtlich im Lande gelassen. Zwar heißt die Währung Panamas offiziell „Balboas“, aber die Scheine sind US Dollarscheine. Die Münzen jedoch sind national, vermischt mit Dimes, Nickels und Quarters. Balboas und US-Dollars sind gekoppelt und 1:1 wertidentisch.  Das ist ganz praktisch, man kann also schon US-Dollars aus Europa mitbringen, und muss nicht nachts am Flughafen einen Geldautomat suchen gehen.

Geldautomaten gibt es übrigens recht häufig in Panama Stadt, aber nicht alle akzeptieren europäische Kreditkarten. Prinzipiell sollte man eine Visa als auch eine Mastercard Kreditkarte dabei haben. EC Karten funktionieren nicht an den Geldautomaten in Panama. Auf Taboga gibt es keine Geldautomaten, hier muss man genug Barschaft mit sich führen.

Internet und mobiles Netz

Wie in ganz Lateinamerika ist die Netzabdeckung auch zwischen Costa Rica und Kolumbien ziemlich gut. Die Ausnahme bieten entlegene Ecken an den Grenzen, insbesondere der Darien Gap. Mobiltelefon-Anbieter in Panama, wer sich vor Ort eine lokale Simkarte kaufen möchte, sind Digicel und Movistar. Roaming mit den meisten europäischen Simkarten ist möglich. Ich empfehle dennoch eine eSim zu kaufen.

Herumkommen in Panama, Busse

Hauptverkehrsmittel zwischen den Städte in Panama ist der Bus. Ab Panama-City fahren Busse in alle Teile des Landes, sie dürften für die meisten Traveller und Backpacker das wichtigste Verkehrsmittel sein. Sie sind es für die meisten Panamaer auf jeden Fall! Die Fahrt in die zweitgrößte Stadt des Landes, David, dauert 7-8 Stunden. Wer nach San Jose in Costa Rica mit dem Bus fahren möchte muss ca. 16 Stunden ab Panama einkalkulieren. Die meisten Busse fahren ab dem Albrook Bus Terminal neben dem gleichnamigen Inlandsflughafen. Das Busterminal hat eine ganz gute Infrastruktur für Reisende, Toiletten, Geschäfte, sogar Duschen.

Panama Guide im Südamerika-Reiseblog
Panama Reisetipps

Panama Kanal: Miraflores Schleusen

Es gibt diese wunderbaren, die Neugier an der Ferne und die Sehnsucht nach der Reise in sich vereinbarenden Orte, bei welchen allein der Klang des Namens das Fernweh unstillbar weckt, und das Wort „Panama“ gehört sicherlich dazu.

Und was schaut man sich in Panama – am ersten Tag seiner Reise an – klar, den Panama Kanal!

Anreise zum Kanal ab der Innenstadt: Mit dem Taxi ab der Innenstadt von Panama kann man Hin-und Rückfahrt zu den Miraflores Schleusen des Panamalkanals aushandeln.

Die Miraflores Schleusen des Panamakanals sind in der Nähe der Mündung des Kanals am Pazifik, und sind am leichtesten von Panama Stadt aus zu erreichen. Der Panamakanal ist für mich eines der wirklich grossartigen menschlichen Bauwerke dieses Planeten, und ich wollte ihn schon immer sehen. Jetzt habe ich es geschafft, und für 15 US Dollars Eintritt pro Person gelangt man in Museum und Besucherzentrum des Panamakanals an den Miraflores Schleusen.

Welcher übrigens fast genau von Nord nach Süd verläuft. 2014 wurde der Panama Kanal einhundert Jahre alt. Im Museum des Besucherzentrums lässt sich sehr anschaulich verfolgen, wie aufwendig und imposant dieses bauliche Vorhaben war, welches die US-Amerikaner mit wahrhaftem Yankeetum, Unternehmertum und Ingenieurkunst realisierten.

Erschöpfende Information zur Geschichte dieses einzigartigen Bauwerks gibt es auf Wikipedia. Momentan wird der Kanal erweitert, vergrössert und noch leistungsfähiger gemacht, so dass ihn noch grössere Schiffe passieren können. Beschlossen wurde dieses Projekt per Volksabstimmung, und 2016 soll es abgeschlossen werden. Hat eigentlich wer in Berlin die Bevölkerung befragt, ob BER gebaut werden soll?

Von hier fahren die Schiffe, wenn sie fahren, nicht mehr weit bis zur Kanalmündung am Pazifik. Insgesamt benötigen sie für die komplette Durchfahrt ca. acht bis zehn Stunden. Die Schleusen an der nördlichen Ein- und Ausfahrt sind bei Colon. Dort kann man per tagesausflug ab Panama-City per Bahn entlang des Kanals fahren. Colon gilt als nicht ungefährliches Pflaster, alle Einheimischen warnten uns davor. Also, checkt vorab die Lage dort!

Und der Kanal ist immer geöffnet, 24 Stunden, jeden Tag.

Reiseführer in Buchform:

In Buchform, oder als E-Book: Ich schwöre auf den englischsprachigen Lonely Planet. Das ist wirklich auf individuelle Traveller zugeschnitten, immer mit Tipps wie man wo am besten hinkommt, mit vielen Tipps und den Preisen für Busse, Guides, Übernachtung. Gibts aber auch in Deutsch. Alternative: von Reise KnowHow, die sind meistens ganz gut und richten sich auch eher nicht an Kreuzfahrtpassagiere.

Sehenswürdigkeiten in Panama

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Panama sind die folgenden, das ist eine kursierte Auswahl, und vollkommen subjektiv:

  • Altstadt von Panama-City El Casco Viejo: Sehr hübsch, sieht ein bisschen aus wie Havanna. Mit schönen Kneipen, Restaurants und Geschäften, sehr schön zum chillen. UNESCO Welterbe.
  • Isla Taboga: Kleine Insel inmitten der Bucht von Panama. Man kann die Schiffe beobachten welche in Richtung Kanal fahren bzw. auf Reede liegen. Schön, um für ein paar Tage mal gar nix zu machen. Mit Strand, netten Hotels, Restaurants. Man sieht die Schiffe, welche vor dem Panamakanal warten. Es fährt täglich mehrmals eine Fähre dort hin. Ich kann nur empfehlen hier mal hin zu fahren, sehr nett und lohnenswert.
  • Panama Kanal: Beeindruckendes Bauwerk, welches die wirtschaftliche Lebensader des Landes ist. Der klassische Besucherspot sind die Miraflores-Schleusen bei Panama-City. Mit Museum, Café, und riesigen Schiffen. Hammer.
  • San-Blas Inseln: Gelegen auf der karibischen Seite des Landes, ein echtes Backpackerziel. Malerisch. Hat etwas von Gringotrail, aber warum auch nicht.
  • Altstadt von Colon. Die Stadt Colon an der nördlichen Einfahrt des Kanals, an der karibischen Küste, hat einen schlechten Ruf als wilde Hafenstadt. Die koloniale Altstadt ist aber dennoch Welterbe.
  • Die alte Eisenbahn entlang des Panama-Kanals ist eine der wenigen noch aktiven Eisenbahnstrecken in Mittelamerika. Tolle Einblicke in den Regenwald und den Kanal. Kann man als Tagesausflug ab Panama-Stadt machen
  • Regenwald in diversen Schutzgebieten im Darien. In Richtung Kolumbien gibt es noch Regenwald, hier kann man mit diversen Touranbietern Ausflüge in den Dschungel machen. Klasse für Naturliebhaber.

Sicherheit Panama

In der Altstadt von Panama passt die Touristenpolizei auf euch auf. Ansonsten fand ich Panama Stadt ziemlich entspannt und es kam mir sehr sicher vor. Von einem Ausflug nach Colon, der Stadt am karibischen Hafen des Panamakanals, rieten allerdings auch die Einheimischen ab. Dies kann man mit einer organisierten Tour aber machen, wer unbedingt mit der Eisenbahn entlang des Panama-Kanals nach Colon fahren möchte.

Sprache: Eher Spanisch als Englisch

In Panama wird mehr spanisch gesprochen und weniger Englisch verstanden, als ich dachte. Sogar ziemlich viele Leute sprechen gar kein Englisch, obwohl das Land lange Jahre so etwas wie eine Kolonie der USA war. Die Amis sind weg, geblieben sind die typischen housing areas und einige große Kinos. Und ihre Sprache haben die Gringos offenbar auch mitgenommen. Also: Spanisch sprechen hilft, in Panama! Allerdings, keine Angst wer jetzt nicht Spanisch spricht. Die Panamaer sind flexibel, irgendwer spricht immer Englisch…

Panama von A bis Z: Wirklich praktische Reisetipps
Panama Guide im Südamerika-Reiseblog

Strände an Panamas Pazifikküste

Wer unbedingt zum Strand möchte, sei zum Schwimmen oder Surfen, findet recht viele Optionen sprich kleine Orte mit Strand südwestlich der Hauptstadt, an der pazifischen Küste. Die bekanntesten Strände sind in Gorgona, Playa Coronado, Playa el Palmar, Rio Mar. In einigen Orten gibt es auch Surf-Schulen für die Kooks unter uns! Man kommt am besten mit dem Mietwagen hin, oder mit dem Bus.

Umgangsformen in Panama

Panama ist ein angenehmes Land, und die Einwohner sind recht zurückhaltend. Nicht unfreundlich, eher unerfahren mit Touristen. Das macht es für Reisende wirklich leicht, man wird eigentlich nirgends bedrängt, und muss erst einmal lernen, seine automatische Abwehrhaltung etwas zu drosseln. Panama ist entspannt, und mir hat die unaufdringliche Art seiner Bewohner sehr gut gefallen. Spanisch sprechen hilft ungemein, Englisch ist manchmal eher weniger verbreitet. In einigen Reiseblogs las ich, die Leute in Panama seinen unfreundlich, aber das stimmt nicht. Sie sind reserviert und zurückhaltend und können oft kein Englisch, das sollte man nicht falsch interpretieren.

Unterkünfte: Super Auswahl, buchbar auch im Land

In Panama als Land als auch in der Hauptstadt gibt es eine sehr gute Auswahl an Hotels, Pensionen, Apartments, Backpacker Hostels. Für jede Preisklasse und jedes Budget ist da etwas dabei. Von unterwegs kann man über z.B. booking.com sehr gut und einfach seine Unterkunft buchen und reservieren. Ich mache das auf meinen Reisen immer so, so kann man noch recht spontan im Land seine Route ändern.

Wandern im Parque Natural Metropolitano: Der Stadtdschungel als Ausflugstipp

Was kann man eigentlich in Panama Stadt unternehmen, wenn man den Panamakanal gesehen, die Altstadt durchstromert und das Museo de Biodiversidad (ein spektakulärer Bau von Frank Gehry am Saum der Stadt zum Meer hin) Montags geschlossen hat? Man geht in den nahegelegenen Dschungel.

Damit ist nicht der urbane Dschungel des Bankenviertels von Panama Stadt gemeint, sondern der immergrüne Regenwald am Rande der Stadt. Im Parque Natural Metropolitano kann man sehr unmittelbar erleben, wie einst der Regenwald aussah, der das ganze Land bedeckte. Das kleine Schutzgebiet im Grüngürtel von Panama Stadt ist absolut einen Besuch wert, ist mehr für Naturliebhaber als für Stadtindianer, für Wanderer, Fotografen, treehugger, Ameisenzähler, Reiseblogger.

Die Anfahrt mit dem Taxi zum Parque Natural Metropolitano ist kurz und kostet, je nachdem wo man in Panama Stadt losfährt, zwischen 10 – 15 Dollar. Ich würde mit dem Fahrer vereinbaren, euch wieder abholen zu lassen. Drei Stunden kann man locker im kleinen Dschungelpark verbringen.

Aber: man sollte schon gut zu Fuß sein, hitzeresistent, und bei warmen Wetter genug Wasser zum Trinken einpacken. Da der Pfad recht steinig ist, sollte man nicht gerade denken, in Flipflops dort laufen zu können. Wanderschuhe sind aber auch deutlich übertrieben. Und zu warm!

An der Kasse zum Parque Natural Metropolitano werden auch Getränke verkauft.

Es gibt einen gut ausgeschilderten Rundweg auf den im Parque Metropolitano befindlichen Hügel („Mirador“), von dessen Spitze man einen tollen Ausblick  auf Panama Stadt hat. Der Rundweg misst ungefähr sieben Kilometer, die Wege sind gut und fest, und leidlich ausgeschildert, verlaufen kann man sich eigentlich nicht.

Für Naturfreaks ergeben sich sehr interessante Möglichkeiten: Vögel in rauhen Mengen und den buntesten Farben. Blattschneideameisen. Wasserschildkröten. Leguane. Geckos. Eidechsen die über Wasser laufen können – deshalb im Englischen, wie sinnig, „Jesus-Christ-Lizard“ genannt. Mit Glück sieht man: Faultiere, Tukane, Nasenbären. Und das alles in einer schamlos überbordenden Farb-Orgie von Grün. Ich wusste nicht, dass es so viele Grüntöne gibt.

  • Zur offiziellen Webseite des Parks mit den Trails, Führungen etc: hier mehr Info.

Das beste Panama Panorama

Und wie heiss und schwül es im Regenwald werden kann, das ist wirklich unglaublich. Und diese Stille. Und dann der Blick auf die Millionenmetropole von Panama, bis zum Meer, und der Mündung des Panama Kanals bei Balboa. Hammer!

Genau rechtzeitig, nachdem wir die schwitzintensive kleine Runde durch Panama Citys Stadtpark abgeschlossen haben, beginnt es in Strömen zu regnen. Nun ja, schliesslich ist im Mai in Panama nicht umsonst Regenzeit. Nach einer halben Stunde ist die wunderbare Abkühlung vorüber, und die schwüle Hitze fällt erneut über die Stadt wie ein nasser Vorhang.

Meine ganz persönliche Auswahl an Klamotten für warme Gegenden wie Panama: hier

 

Weiterreise nach Mittelamerika oder Südamerika

Panama und sein sehr trubeliger Flughafen (siehe oben) sind eine hervorragende Ausgangsstation um in weitere Länder Lateinamerikas per Flugverbindung zu bereisen. Die Flugverbindungen mit der nationalen Airline Copa sowie internationalen Fluggesellschaften Südamerikas sind hervorragend. Im Prinzip kann man von und nach Panama von allen grossen Ländern Südamerikas nonstop fliegen, z.B. von und nach Mexiko, Costa Rica, Kolumbien, Peru, Brasilien, Argentinien, Chile.

Copa und Avianca nutzen die Hubfähigkeit des internationalen Flughafens von Panama optimal aus. Wer also eine Route mit mehreren Ländern bereisen möchte, hat von und nach Panama die grosse Auswahl, es verbindet optimal Nord-, Mittel- und Südamerika sowie die Karibik.

Wer mit dem Bus unterwegs ist, hat ebenfalls viele Optionen allerdings nur nach Westen. also in andere Länder Mittelamerikas. Die Panamericana, also die Straße, welche von Alaska bis Feuerland geht, ist an der Grenze zwischen Panama und Kolumbien unterbrochen  bzw. nicht passierbar. Man muss hier fliegen, oder einen Schiffstransport finden.

Von dc