Perus Sehenswürdigkeiten: Meine Top 15 der intensivsten Highlights

Perus Sehenswürdigkeiten: Meine Top 15 Highlights in Peru (Update 2024)

Peru ist in Südamerika mein liebstes Reiseland. Auf mehreren Reisen nach Südamerika hat sich nun die folgende Auswahl der für mich schönsten Sehenswürdigkeiten Perus herausgefiltert. Nicht Top 10, aber Top 15!

Diese vollkommen subjektive Auswahl der Highlights des Landes ist für mich eine gute Mischung aus den populärsten Sehenswürdigkeiten, aber auch sehr schönen off the beaten Track Zielen, für Menschen, die das eher unbekannte Peru entdecken möchten.

Was auch eher zu meinem Reiseblog passt: Mehr Iquitos, weniger Cusco sozusagen.

Deshalb sind auf dieser Liste eher etwas schwierigere Ziele zu erreichen. Die Standardziele vieler anderer Listen wie die Nazca Linien, die Oase von Huacachina oder auch die Hauptstadt Lima habe ich weggelassen.

Peru Top 15 Highlights

 

Übersicht Land und Leute, Fakten über den Andenstaat

Einige Fakten: Peru ist mit ca. 32 Millionen Einwohnern und einer Fläche von mehr als 1,2 Mio km² das drittgrößte Flächenland Südamerikas (nach Brasilien und Argentinien). Auf Grund seiner vielfältigen Geschichte, Flora und Fauna und Landschaften (Küste, Berge, Regenwald, Wüste, montanes Hochland, oder auf spanisch: Costa, Sierra, Selva, Cordillera) hat es für Reisende, Touristen, Flashpacker, Backpacker  und Touristen wahnsinnig viel zu bieten. Hauptstadt von Peru mit mehr als 8 Millionen Einwohnern ist das 1536 gegründete Lima.

Diese Vielfalt an Landschaften und Highlights macht eine Auswahl was die besten, schönsten, spannendsten und lohnendsten peruanischen Sehenswürdigkeiten angeht, doch recht schwer. 

Deshalb folgt jetzt und hier im Südamerika Reiseblog für individuelle Traveller eine kuratierte Auswahl meiner Peru Sehenswürdigkeiten Top 15, absolut subjektiv und ohne Anspruch auf Wahrheit, für deine Reise nach Peru. 

Und es sei hier angemerkt: Es gibt keinen Grund, Peru nicht unabhängig zu bereisen.
Eine organisierte Gruppenreise in dieses schöne Land kann man machen, muss man aber nicht. Stöbere einfach hier im Peru Reiseblog, und du findest leicht heraus, warum! Peru ist ein perfektes Land auch für deine erste Reise nach Südamerika. 

15. Prähistorische Tempelanlage Chavin de Huantar, südliche Cordillera Blanca

Diese auch heute noch für die Wissenschaft rätselhafte Tempelanlage befindet sich im zentralen Andenkamm Perus auf mehr als 3.000m Höhe. Allerdings ist diese Gegend des Landes doch schon recht abgelegen, am besten kommt man von Huaraz oder von Lima aus hin. Chavin de Huantar ist ein veritables UNESCO Welterbe und wurde von einer Kultur lange vor den Inkas erbaut.

Heute ist es eine Ausgrabungsstätte. Unterkünfte gibt es in der gleichnamigen kleinen Stadt. Die Gegend ist, zugegeben, ziemlich abgelegen und mit dem Label „off the beaten track“ ganz gut beschrieben. Ich selbst war noch nicht persönlich dort, aber werde dies auf meiner nächsten Peru-Reise sicherlich nachholen. Eine Übersicht der UNESCO Welterbestätten Perus und wie man dort hinreist findest du hier im Südamerika Reiseblog für Peru Traveller.

Update: Peru hat ein neues, ziemlich sensationelles Welterbe seit der letzten Sitzung des Welterbe-Komitees 2021: Das Sonnenobservatorium von Chanquillo, ca. 400km nördlich von Lima. Mehr dazu im oben verlinkten Artikel zu den peruanischen Welterbestätten der UNESCO.

Tipp Reisefotografie: Weitwinkelobjektiv mitnehmen. Weite und offene Flächen in den Anden, mit Ruinen drauf fotografiere ich meistens früh morgens oder am Nachmittag, da ist das Licht besser!

Anreise: Per Bus oder Mietwagen ab Huaraz, oder Lima. Keine sinnvolle Flugempfehlung möglich!

14. Eisenbahnfahren in Peru

Ja, richtig gelesen. Dies ist keine Empfehlung für einen spezifischen Ort, Sehenswürdigkeit oder Welterbestätte in Peru. Ich liebe das Fahren mit Zügen, alten Eisenbahnen, auf ungewöhnlichen Strecken und in abgelegenen exotischen Ecken dieses Planeten. So wie in Peru. Leider wurden in den meisten südamerikanischen Ländern die Eisenbahnstrecken abgebaut oder sind mangels Wartung verfallen. Ein zusammenhängendes Eisenbahnnetz gibt es auch in Peru nicht mehr. Eine Fahrt per Bahn wie sie Paul Theroux Ende der 1970er von Boston nach Patagonien machte, ist nicht mehr möglich heutzutage. Die peruanische Bahn bzw. private Anbieter haben noch einige tolle Strecken für Eisenbahn-Aficionados in Betrieb:

  • Von Cusco nach Puno (und manchmal weiter bis Arequipa: Reisen per Luxuszug
  • El Tren Macho: In den Anden von Huancayo nach Huancavelica. Zug fährt wieder!
  • Momentan nicht mehr aktiv: Lima nach Huancayo in den Anden (Ferrocaril Central Andino). Diese sehr pittoreske und atemberaubende Strecke zu einigen der höchstgelegenen Bahnhöfen der Welt ist leider eingestellt.

Und weil immer danach gesucht wird: Eine Eisenbahnstrecke von Lima nach Cusco existiert nicht!

Eine aktuelle  Übersicht über die noch aktiven Bahnstrecken Perus findest du hier.

13. Manu Nationalpark, östliches Amazonas Tiefland

Es gibt 15 Nationalparks in Peru, ca. 17% der Fläche des Landes sind geschützt, entweder als Nationalpark oder als vergleichbares Schutzgebiet. Der Manu Nationalpark befindet sich auf der zum Amazonas – Tiefland abfallenden östlichen Seite der Anden. 1973 gegründet umfaßt das Areal dieses Schutzgebietes mehr als 18.000 km². Manu ist ein Biosphärenschutzgebiet und UNESCO Weltnaturerbe. Der Nationalpark ist recht schwer zugänglich, aber genau deshalb immer noch recht naturbelassen. Am besten reist man über Puerto Maldonado an. Man kann dort Lodges im Regenwald besuchen, und fährt mit dem Boot ab Puerto Maldonado in den Nationalpark. Tiere wie Flussdelfine, Faultiere, Riesenotter, Schlangen und Spinnen sind absolut möglich anzutreffen. Es gibt um die 1000 Vogelarten und mehr als 200 Säugetierarten im bedeutendsten Naturschutzgebiet Perus.

Der Regenwald an sich ist ein fabelhaftes Reiseziel für Naturfreunde, und ich finde, man sollte ihn gesehen haben. Solange es ihn noch gibt, bleibt anzufügen. Mehr über Manu und wie man ihn schützen kann erfährst du hier bei der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt.

Anreise Manu Nationalpark: Über Puerto Maldonado. Von Cusco gehen nach dort Busse als auch Flugzeuge (weniger als 45 Minuten Flugzeit ab Cusco, ab Lima ca. 2h). Weiter in den Nationalpark dann per Boot.

Im Manu Nationalpark gibt es einige sehr schöne Lodges bzw. Unterkünfte, welche auch die Wanderungen/Tierbeobachtungen organisieren.

Fotografie Manu Nationalpark: Wer Tiere fotografieren möchte im Regenwald braucht ein lichtstarkes Teleobjektiv ab 300mm aufwärts. Die Bedingungen für Tierfotografie im Dschungel sind sehr sehr schwierig – optimalerweise sucht man sich eine Lichtung oder fotografiert auf dem Wasser. Unterhalb des Blätterdaches ist es ohne Stativ, Regenschutz, ggf. Blitz oder Lichtquelle für Makrofotografie kaum möglich, gute Fotos zu machen.

12. Limas koloniale Altstadt und die Ausgrabungsstätte von Caral Supe, Lima als Ausgangsbasis

Man kann es kaum verhindern, aber die meisten Reisen nach Peru beginnen, wegen des Flughafens, in der Hauptstadt Lima. Die Altstadt von Perus wichtigster und größter Stadt ist ein veritables UNESCO Weltkulturerbe. Das Ensemble umfasst die Kathedrale mit dem Grab von Francisco Pizarro, sowie die Plaza Mayor und angrenzende Häuser.

Das ist alles sehr touristisch, kann man zu Fuß in ein paar Stunden ablaufen, ist aber, ehrlich gesagt nicht wirklich aufregend. Die meisten Reisen nach Peru starten allerdings in Lima, dieser acht Millionen Metropole am kalten Pazifik, und deshalb kann man als Traveller dieser Stadt nur schwer entgehen.

Wie viele südamerikanische Hauptstädte kann ich für Lima nur empfehlen: Kurz anschauen, die Stadt als Sprungbrett für weitere Abenteuer nutzen, und schnell weiter zu den wirklichen Sehenswürdigkeiten. Von Lima kann man in alle Teile des Landes fliegen oder mit dem Bus hinfahren, man hat die große Auswahl. Das gilt auch für Unterkünfte. Lima hat vom Mehrbett-Schlafsaal für Backpacker bis zum Fünf-Sterne-Hotel alles zu bieten. Bei Travellern beliebt ist der Bezirk San Isidro, ebenso Miraflores. Ein weiteres Highlight Limas ist die 1876 errichtete hölzerne Puente de los Suspiros („Seufzerbrücke“) im Stadtteil Barranco.

Wem die Stadt zu laut und hektisch ist, der kann die ca. 200 Km nördlich gelegene archäologische Ausgrabungsstätte von Caral Supe besuchen. Dies ist die mit älteste Stadt Amerikas, und ziemlich sensationell. Mehr was für Geschichtsfreaks, aber einer der Gründe, weshalb man nach Peru bzw. Lima fahren sollte.

Anreise: Der internationale Flughafen der Hauptstadt Lima ist das Einreisetor nach Peru. Von hier per Flieger geht es auch in die entlegensten Teile des Landes. Per Bus ebenso. 

Ein Besuch von Caral Supe kann per Tagestour mit Veranstaltern ab Lima organisiert werden, oder du buchst direkt hier bei Civitatis.

Mehr Info zum Fliegen innerhalb Perus:

Inlandsflüge in Peru sind einfach zu organisieren und sparen, gegenüber dem Bus, einiges an Zeit.

Peru Highlights
Peru Top Sehenswürdigkeiten: Das nationale Getränk. Auch ohne Zucker!

11. Titicaca See und Umgebung des südlichen peruanischen Hochlandes

Der Titicaca See ist der höchstgelegene schiffbare See der Welt, gleichzeitig der größte Süßwassersee Südamerikas, und liegt auf ca. 3800m Höhe. Bolivien und Peru teilen sich den See, die peruanische Stadt direkt am Gewässer ist Puno. Puno als Stadt ist nicht so interessant, ebensowenig Juliaca als die größte Urbanisation in der Gegend.

Ausflug direkt hier buchen: Wen es interessiert, der macht eine Fahrt auf den See zu den schwimmenden Dörfern der Urus. Das und der Besuch der im See gelegenen Sonneninsel  ist so in etwa das Standardprogramm einer Reise nach Peru am Titicacasee. Klassischerweise verbinden viele Traveller Puno und den See mit Cusco und La Paz in Bolivien.

Zwischen Cusco und Puno verkehren Touristenbusse (und ein sehr schicker touristischer Zug), welche an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Inka Ruinen im peruanischen Hochland Station machen. Das ist gar nicht so schlecht und kann ich aus eigener Erfahrung nur empfehlen.

Ich würde ohne Akklimatisierung an die Höhe nicht direkt von der Küste nach Puno fahren – 3800 Meter Höhe sind schon recht anstrengend. Besser akklimatisieren und ab Cusco oder Arequipa nach Puno und den Titicaca See fahren. Von Puno gibt es Busse nach Copacabana an der bolivianischen Seite des Sees und nach La Paz in Bolivien. Fahrzeit inklusive Grenzübergang um die vier Stunden. Der Grenzübergang ist zuweilen voll, aber grundsätzlich mehr farbenfoh als problematisch. Ausreisestempel nicht vergessen!

Anreise Puno: Der Flughafen bei Puno ist in Juliaca, von dort per Bus weiter. Oder per Touristenbus ab Cusco. 

 

10. Islas Ballestas bei Pisco

Und jetzt in die Top 10 der Peru Sehenswürdigkeiten! Die Islas Ballestas sind ein Naturschutzgebiet vor der Küste Perus, bei der Stadt Pisco bzw. Paracas, ca. 230 südlich von Lima. Mit Booten kann man die Felseninseln im Meer besuchen, und unzählige Vögel und Meeressäuger beobachten. Dank des kalten Humboldtstroms ist das Meer nährreich und die Seelöwen und Humboldt Pinguine fühlen sich hier wohl.

Delfine sind ebenfalls regelmäßige Besucher der Gegend, ebenso Mähnenrobben. Wer keine Zeit hat, auf die Galapagos-Inseln zu fahren, der findet mit den Islas Ballestas einen tollen peruanischen Ersatz. Touren gehen zu den Inseln und in das Paracas Naturreservat.

Anreise Islas Ballestas: Per Bus oder Mietwagen ab Lima, ca. drei Stunden immer an der Küste entlang. Latam bedient den Flughafen von Pisco saisonal ab Cusco. 

Von hier geht der Gringotrail weiter über die Oase Huacachina, Nasca und Arequipa.

Die Islas Ballestas lassen sich in einer südlichen Route durch Peru mit Lima, Nazca und Arequipa ganz gut verbinden.

9. Cajamarca: Koloniale Altstadt und das nördliche Anden-Hochland mit Bergnebelwäldern

Meine Sehenswürdigkeiten in Peru sind auch Empfehlungen für Reiseziele abseits der ausgetretenen Touristenpfade. Wie die schöne Stadt Cajamarca im Norden des Landes. Cajamarca liegt auf ca. 2100m Höhe in den Anden nördlich von Lima. Es hat eine sehr schöne, etwas abgeblätterte Altstadt, und eine der wenigen Original Inkabauten (El Quarto de Rescate) zu bieten, sowie eine tolle Geschichte.

Hier hat Francisco Pizarro erstmalig den Inkakönig getroffen, und es ging nicht gut aus für diesen und das Reich der Inkas.

Cajamarca ist sehr unverfälscht, es gibt wenig Touristen, die Menschen sind freundlich und zurückhaltend. So kann man es in der wirklich hübschen und angenehmen Stadt ein paar Tage aushalten, durch die koloniale Altstadt und über den schönen Plaza Mayor bzw. Plaza de Armas bummeln. Außerhalb der Stadt gibt es mit den berühmten Quellen des Inka, den baños del inca, eine weitere historisch einmalige Sehenswürdigkeit in Peru.

Zudem ist Cajamarca das Tor zum nördlichen Hochland, und diese Gegend ist ein wahres Highlight Perus. Sensationelle Berge, Flora, Fauna, Klima. Kolibris auf 3.000m Höhe, Kakteen und Papayabäume, hohe Pässe, Nebel in den Bergwäldern, es ist wirklich toll. Cajamarca ist für mich eine der eher unbekannten Peru Sehenswürdigkeiten, aber definitiv eine Reise wert und sicherlich kein Geheimtipp mehr.

Wer mehr über den etwas unterschätzen Nordteil des Landes und die Bergnebelwälder dort erfahren möchte: Reisetipps vom Peru-Spezialisten für den unbekannten Norden.

Anreise Cajamarca: Ziemlich lange mit dem Bus ab der Hauptstadt Lima oder Trujillo. Mit dem Flieger ab Lima in einer Stunde. Vom Flughafen in die Stadt per Taxi kostet nicht viel, einige der Hotels holen dich auch mit ihren Kleinbussen ab.

Weiterreise: Weiter nach Norden und in Richtung Ecuador, über Trujillo und Jaen. Oder in Richtung Kuelap und Chachapoyas. Von dort bergabwärts in den Amazonas Regenwald bei Tarapoto. Cajamarca ist eine gute Ausgangsbasis für eine Reise nach Kuelap.

8. Huaraz und die Bergwelt des Huascaran Nationalpark in den Zentralanden

Die zentralen peruanischen Anden  sind ein wirkliches Naturspektakel. 660 Gletscher, 300 Lagunen, der höchste Berg Perus, der Huascaran mit 6.768m, sowie weitere 5- und 6.000er Gipfel können auf mehr als 20 Trekkingrouten und mehr als 100 Kletterpfaden entdeckt werden. 

Diese Gegend Perus, ca. 400km nördlich von Lima, ist das montane Outdoormekka des Landes, und entsprechend gut besucht. Der Huascaran Nationalpark ist zudem UNESCO Weltnaturerbe, und nicht nur für Bergsteiger eine Reise wert. Man sollte sich für einen Trip in die Bergwelt der Cordillera Blanca gut akklimatisieren und entsprechend Zeit lassen, die Höhenlage und die Auswirkungen der Höhenkrankheit sind wirklich nicht zu unterschätzen. Huaraz, die wichtigste Stadt und Ausgangsbasis aller Kletter- und Trekkingtouren, z.B. auch zur bekannten Laguna 69,  liegt auf mehr als 3.000m Höhe.

Man kann hier schon sehr ambitionierte Bergtouren unternehmen, muss man aber nicht. Wandertouren sind ebenfalls im Programm, mehrtägiges Trekking auch.

Anreise: Momentan gibt es nach der Pleite von LCPeru keine Fluggesellschaft mehr, die Huaraz anfliegt. Der Bus von Lima braucht ca. acht Stunden bis Huaraz.

7. Nasca Linien: Rätsel der peruanischen Wüste

Die Geoglyphen von Nazca und Palpa sind eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Peru. Nasca ist eine Stadt in der Wüste, ca. 450 km südlich von Lima. Die Kulturen der Nazca und Paracas haben die Scharrbilder in den trockenen Wüstenboden geritzt in der Zeit von ca. 800 vor der Zeitenwende bis in das 7. Jahrhundert.

Die ziemlich riesigen Geoglyphen (also die sog. Nazca Linien der Nazca Kultur)  lassen sich am besten aus der Luft bewundern, die Rundflüge starten und landen am Flugplatz von Nazca, und kosten um die 200 Euro pro Person. Ich bin kein großer Freund von Wüstenlandschaften und der graue feinpudrige Staub der peruanischen Küstenwüste ist schon speziell. Als ob die ganze Landschaft mit Zementpulver beschneit worden wäre. Die frühen spanischen Seefahrer, wenn sie aus dem Norden Südamerikas kommend die Küste Ecuadors entlangsegelten sagten: Wenn du keine Bäume mehr siehst, dann ist das Peru. Man kann diese graue Wüste um Nazca herum sehr gut erspüren, und aus der Luft ist der Anblick der riesigen Bodenzeichnungen ganz wunderbar. Und nein, Aliens waren in Nasca mit Sicherheit nicht zu Gange!

Anreise Nazca Linien/Nasca ab Lima: Der Bus ab Limas Terminal Terrestre braucht ca. sieben Stunden.

Paracas und die dortige Wüstenoase Huacachina bei Ica sowie die Islas Ballestas liegen auf dem Weg. Eine Weiterreise von Nasca nach Arequipa ist der gängige Backpacker-Trip. 

6. Iquitos: Perus Regenwald und der Amazonas

Die Stadt Iquitos ist bestimmt nicht sehenswert, oder gar in irgendeinem Sinne schön. Auch wenn das Reiseführer oder andere Reiseblogs behaupten. Dafür besticht sie mit Charakter, und ist auch irgendwie speziell. Die größte Stadt des Planeten, in welche keine Straße führt. Nach Iquitos kann man nur per Schiff oder per Flugzeug. Stromaufwärts liegt Yurimaguas, stromabwärts dann Leticia in Kolumbien und Tabatinga, Brasilien.

Iquitos, diese wunderbare wilde und schwüle Grenzstadt, mit dem Charme eines einsamen Karusellenbremsers, liegt am Ufer des Amazonas. Des mit Abstand mächtigsten und beeindruckendsten Fluss-Systems unseres blauen Planeten. Iquitos liegt im Amazonas Tiefland östlich des Andenkamms, im Nordosten Perus. Und ist somit Ausgangsbasis für Freunde des Dschungels. Für Liebhaber langer Boots- und Schiffsfahrten entlang unbekannter, riesiger Flüsse, die den Rhein mickrig ausschauen lassen.

Iquitos ist touristisches Zentrum der einzigartigen Flora und Fauna des riesigen Regenwaldes. Faultiere und Papageien, rosa und graue Flussdelfine, exotische Früchte und Insekten. All das gibt es in und um Iquitos zu bewundern.

Eine der erstaunlichsten Gegenden nicht nur Perus. Der Regenwald und seine Wunder, der wirklich unglaubliche Amazonas, das muss man mal gesehen haben. Mind blowing, sagt der Amerikaner. Und ja, seitdem ich dort war, und den Amazonas mit dem Amazonas-Schiff von Iquitos bis Manaus befahren habe, schaue ich auf den alten Rhein eher mitleidig. Ist halt ein kleiner Fluss.

Wer möchte, und dies scheint bei US-Amerikanern eine ganz wichtige Nummer zu sein, besucht im umliegenden Dschungel ein Ajahuasca-Zentrum und macht lustige Sachen mit örtlicher Medizin.

Anreise Iquitos: Per Flieger ab Lima oder Cusco, ca. 90 Minuten Flug. Weiterreise mit dem Schnellboot nach Leticia, Kolumbien, über den Amazonas dauert ca. neun Stunden. Rund um Iquitos gibt es zahlreiche Regenwald – Lodges mit Touren in den Dschungel. Ebenso Ayahuasca – Zentren. Alternativen in Peru zu Iquitos: Regenwald kann man in Peru auch in der Umgegend von Puerto Maldonado und Tarapoto erleben. 

  • Ein ausführlicher Reisebericht über Iquitos und was man dort erleben kann

5. Arequipa: Koloniale Altstadt und Kondore im Colca Canyon

Wenn ich mir in Peru eine Stadt als Wohnsitz aussuchen müsste, wäre dies das freundliche, angenehme, abwechslungsreiche und ganz wunderbare Arequipa, genannt die „weiße Stadt“.

Die zweitgrößte Stadt des Landes im Süden Perus ist eine der eher unterbewerteten Sehenswürdigkeiten im Süden des Landes. Arequipa liegt auf 2400m Höhe, hat eine tolle koloniale Altstadt, welche mit dem Santa Catalina Kloster zusammen ein UNESCO Welterbe ist, und ist zudem malerisch umringt von Vulkanen wie dem Chanchan und dem 5822m hohen El Misti.

Ebenso ist der berühmte Colca Canyon nicht so weit entfernt von Arequipa und ein beliebtes Tagesziel (auch mit Übernachtungen) ab der Stadt buchbar. Dort kann man abwärts in eine der tiefsten Schluchten Amerikas schauen und luftwärts umkreisen einen, wenn man Glück hat, Kondore, so groß wie fliegende Dackel. Die gibts am Grand Canyon auf keinen Fall.

Arequipa bietet Outdooraktivitäten, Bergsteigen, hat Museen, tolle Restaurants und Hotels, und eine Craft-Bier Szene. Rund um die malerische Plaza de Armas kann man sitzen und dem bunten peruanischen Leben beim Pulsieren zuschauen. Oder in einem der Restaurants an der Plaza essen gehen und den Blick auf die Kathedrale und den Vulkan Misti schweifen lassen. Und sich besser nicht vorstellen, was passieren wird wenn der schlafende El Misti vielleicht erwachen wird.

Ein weiteres Arequipa Highlight: die Stadt ist auch bekannt für ihre Spanisch-Sprachschulen, das angenehme Klima auf mehr als 2400 Metern Höhe und die gute Infrastruktur für Traveller. Hier kann man mental auftanken, Vorräte, Ausrüstung, Kleidung und Material in den zahlreichen Geschäften auffrischen, und in alle Teile Perus weiterreisen. Arequipa ist eine Oase, und bei weitem nicht so überlaufen wir Cusco. 

Anreise mit dem Flugzeug: ab  Cusco, oder Lima direkt, ebenso ab Santiago de Chile. Ab allen anderen Flughäfen Perus gibt es Umsteigeverbindungen nach Arequipa über Lima, mit Avianca, Latam, SKY Airline , Jetsmart oder Viva Air..

Weiterreise von Arequipa in den Norden Perus bzw. in Richtung Cusco, auch per Bus möglich. Oder weiter südwärts nach Bolivien (Salar de Uyuni) oder Chile (Atacama Wüste). Tipps in den Ciolca Cancon bieten Anbieter ab Arequipa an, Tagestripps verlassen die Stadt um drei Uhr morgens. Ich würde am Cola Cancon übernachten.

Peru Top Sehenswürdigkeiten
Peru Top Sehenswürdigkeiten: Flughafen Arequipa mit Vulkanen

4. Trujillo mit alter Stadt Chan Chan und den Tempeln der Moche-Kultur

Trujillo ist die drittgrößte Stadt in Peru und liegt direkt an der nördlichen Küste, ca. eine Flugstunde von Lima entfernt. Trujillo zählt irgendwie immer noch als Geheimtipp, obwohl die koloniale Altstadt ein UNESCO-Welterbe ist.

Trujillo, als kultureller Hotspot präkolumbianischer Kulturen bekannt,  hat zwei weitere ziemlich sensationelle und wie ich fand, sehr beeindruckende Sehenswürdigkeiten zu bieten:

Die einst riesige alte Stadt Chan Chan (ebenfalls ein UNESCO Welterbe, mehr dazu hier auf Wikipedia), komplett aus Lehm am Ufer des Pazifik erbaut.

Sowie die beiden unglaublich riesigen Ziegelsteinbauten der präkolumbianischen Tempelanlagen der Moche-Kultur, der Sonnen- und der Mondtempel.

Diese beiden gigantischen Tempel der Moche, der Sonnen- und der Mondtempel, sind die größten Ziegelsteingebäude von ganz Amerika. Sie sehen aus wie in der grauen Wüste chrashgelandete außerirdische Raumschiffe. Die alte Stadt Chan Chan als auch die Tempel der Moche sind von sogenannten präkolumbianischen Kulturen errichtet, noch vor den Inkas. Trujillo als Stadt ist Klasse, auch wenn der Charme des Ortes vielleicht eher auf den zweiten Blick gefunden werden kann.

Aber als Traveller ist man doch immer offenen Auges und Geists unterwegs, oder? Trujillo hat eine gute Infrastruktur und einige sehr nette Unterkünfte, Restaurants, sowie ausreichend Touranbieter um die ganzen alten Tempelanlagen und Ausgrabungsstätten besuchen zu können. In der Altstadt und der pittoresken Plaza de Armas kann man alle Ziele gut zu Fuß erreichen. Und, Trujillo und seine Bewohner haben sich einen altmodischen, ganz reizenden Charme bewahrt, das hat mir dort sehr gefallen. Große Touristenströme gibt es hier keine, was wahrscheinlich der Grund dafür ist.

Das unweit von Trujillo gelegene Huanchaco an der pazifischen Küste ist nicht so toll, wie viele andere Südamerika-Reiseblogger behaupten.

Anreise Trujillo Peru: Per Nachtbus ab Lima, Flug ab Lima oder direkt ab Cusco, Umsteigeverbindungen aus den meisten peruanischen Städten. Avianca und Latam bedienen die Strecke nach Trujillo.

Weiterreise und Routenoptionen ab Trujillo: Wer an den Strand möchte, der findet nördlich von Trujillo einige Optionen, bis hoch zur ecuadorianischen Grenze. Ebenso gibt es Busse nach Cajamarca und Chachapoyas, wer sich Kuelap anschauen möchte. 

Alles über Trujillo Peru, Chan Chan und die Moche Tempel

 

3. Kuelap: Felsenfestung der Chachapoya und das nördliche Anden – Hochland. 

Hier vergebe ich ebenfalls das Label für anspruchsvolle Reisende: off the beaten track. Kuelap ist schon recht abgelegen, im Norden von Peru, im dortigen Hochland der Anden. Dort befindet sich auf 3.000 Meter Höhe die mächtige Felsenfestung von Kuelap. Diese von der einstigen Kultur der Chachapoya errichtete Burg ist spektakulär gelegen, und hat mit ihren riesigen Mauern auf der Spitze eines Berges eine ganz außergewöhnliche Wirkung.

Vermarktet wird Kuelap als das „Machu Picchu des Nordens“ – das ist irgendwie historisch Nonsens, aber aus Marketingsicht gar nicht schlecht. Kuelap ist nicht so bekannt wie Machu Picchu, und deshalb auch nicht so überlaufen. Mit der einzigen Seilbahn Perus (die Seilbahn-Strecke ist über vier Kilometer, es werden 600 Höhenmeter mit der teleferiqo französischer Bauart überwunden) fährt man seit einigen Jahren sehr komfortabel hinauf ins Kuelap Besucherzentrum.

Man kann dorthin aber auch mit dem Auto fahren, ab dem pittoresken Bergdorf Nuevo Tingo führt eine Straße zur Kuelap Bergstation. In Nuevo Tingo kann man auch übernachten, und sich verpflegen. Kuelap ist eine der wirklich speziellen weil besonders spektakulären Sehenswürdigkeiten von Peru.

Es gibt zwei weitere tolle Ausflugsziele in der Gegend um das malerische kleine Andenstädtchen Chachapoyas: Der Gocta-Wasserfall als einer der höchsten Wasserfälle Südamerikas sowie Chachapoyas selbst sowie die umliegenden Kaffee-Fincas. Für Liebhaber von südamerikanischem Kaffee ist dies die Gegend in Peru, wo man tollen Kaffee kaufen kann, in Chachapoyas selbst gibt es eine Ruta de Café mit vielen Optionen der Verköstigung und Kaufs von single origin Kaffee.

Du kannst den Tagesausflug nach Kuelap, von Chachapoyas, direkt hier buchen (Werbung).

Anreise Kuelap: Fliegen ab Lima nach Chachapoyas, Cajamarca oder Jaen. Von Chachapoyas gibt es organisierte Tagestouren. Von Cajamarca muss man noch mal über diverse Andenpässen und den malerischen Ort Leymebamba. Von dort mit lokalen Kleinbussen nach Tingo und Nuevo Tingo.

Kuelap ist die Reise unbedingt wert, ist wirklich sensationell und sensationell weniger stark besucht als Machu Picchu. Auch als Destination für Fotografen ein echtes Highlight. Man braucht definitiv ein Weitwinkel-Objektiv für Kuelap, Tele eher weniger.

2. Cusco intensiv: Die koloniale Altstadt, Inkatempel und Heiliges Tal sowie Rainbow (colored) Mountain

Ja, Cusco ist zuweilen bzw. eigentlich immer komplett überlaufen, ja, die Stadt nervt manchmal, ja, jede organisierte Tour mit pensionierten deutschen Erdkundelehrern und US-amerikanischen College-Studenten macht hier Station. Und ja, die Höhenlage der Stadt auf mehr als 3400 Metern Höhe über dem Meer ist faszinierend, aber auch anstrengend.

Aber Cusco ist, als koloniale alte Stadt und ehemaliges Zentrum des Inka Reiches, inmitten der tollen Berglandschaft der Anden gelegen, auf jeden Fall einen Besuch wert. Und nicht umsonst ein Teil des kulturellen Welterbes der UNESCO. Wer den touristischen Trubel ausklammern kann, findet Perus schönste koloniale, barocke Altstadt genau so bemerkenswert, wie ich, jedesmal wenn ich dort bin.

Das ganz spezielle Klima in Cusco, mit seiner Berglage in den südlichen Anden ist an sich schon eine Reise wert. Der meiste touristische Trubel ist im Stadtviertel San Blas, auch sehr hübsch und mit wesentlich weniger Touristen ist das Barrio San Francisco. Und ja, zugegeben, San Blas ist mit seinen engen Gassen, den vielen versteckten Winkeln und kleinen Cafés und diversen Ausblicken in den Talkessel schon sehr pittoresk. Alternative zum Trubel in San Blas: Mal den tollen Markt von San Pedro besuchen, auf der anderen Seite der Altstadt.

Cusco ist Ausgangsbasis für den Besuch von Machu Picchu, für den Inka Trail, für die wunderbare alte Stadt von Choquecirao, für die Festung von Sacsayhuaman und weiterer Tempelanlagen der Inkas, für das heilige Tal und unglaublich beeindruckende Orte wie Pisaq, Chinchero und Ollantaytambo. Ebenso ist der Vinicunca, montaña de siete colores oder Rainbow Mountain ab Cusco zu besuchen, für alle, denen dieser Instagram-Moment noch fehlt.

Die Umgebung Cuscos mit dem Heiligen Tal, Sacsaywayman, Pisac, Ollantaytambo, Chinchero, den Salzterrassen von Maras sowie Moray ist ebenso spektakulär wie die alte Stadt selbst, und nicht ohne Grund die am meisten besuchte Sehenswürdigkeit von Peru.

Reiseblogger Tip für Cusco: In der Regenzeit (März April) hinfahren, dann ist deutlich leerer! Für den Inka Trail ist das ggf. nicht die ideale Reisezeit.

Der sogenannte Colored oder Rainbow Mountain lässt sich ab Cusco mit einer Tagestour besuchen.

Mehr zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Cuscos, mit Tipps für Selbstversorger und Backpacker findest du hier

Anreise Cusco: Unzählige Flüge ab Lima, oder ab Arequipa und Trujillo. Mit dem Bus ab Lima, Arequipa, Puerto Maldonado. Nach Cusco fährt ab Lima kein Zug, diese Bahnstrecke existiert nicht!

Weiterreise ab Cusco: weiter mit dem Bus nach Puno und dem Titicacasee, von dort nach Bolivien und La Paz. 

Wer Machu Picchu besuchen möchte, der muss über Cusco fahren, da gibt es keine Alternative, das gleiche gilt für den Besuch des Rainbow Mountains. 

Peru Highlights
Cusco Altstadt: Peru Highlights

1. Machu Picchu: Südamerikas Sehenswürdigkeit Nummer Eins

Machu Picchu ist einer der bekanntesten Orte der Welt, gehört zu den modernen Wundern der Menschheit und zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Perus und ganz Südamerikas.

Und ja, es ist spektakulär und sehr besonders. Ein kleiner Ort, von den Inkas im 15. Jahrhundert auf einer Bergkuppe oberhalb eines Flusses, inmitten einer von Nebeln und Wolken geschützten fantastischen Bergwelt errichtet. Machu Picchu könnte auch ein Ort aus einem Fantasyfilm sein, oder aus Games of Thrones. Im besten Fall regt Machu Picchu unsere Fantasie an, ist inspirierend und eine spirituelle Belohnung für jeden Reisenden.

Im schlimmsten Fall ist es total überlaufen von Horden von Idioten aus aller Welt, welche sich nicht benehmen können. Deshalb gibt es mittlerweile mehr Regeln und Einschränkungen für den Besuch von Machu Picchu als für Mekka im Ramadan.

Aber es lohnt sich dennoch, diesen Ort zu besuchen. Machu Picchu ist kleiner, als man erahnt, und beeindruckender, als man befürchtet hatte. Im besten und im schlimmsten Fall zugleich, übersteigt es die Erwartungen des Reisenden. Glaubt ihr nicht? Und Overtourism ist ein Gerücht? Es gibt nur einen Weg, heraus zu finden ob diese Liste der schönsten Peru Sehenswürdigkeiten Nonsens ist oder nicht. Hinfahren. Selber schauen. Erkennen. Oder eben nicht!

Anreise Machu Picchu: Nur von Cusco per Bus und Zug. Oder zu Fuß über den Inkatrail bzw. entlang der Schienen. Übernachten in Aguas Calientes, dem Dorf zu Füßen von Machu Picchu, ist meine Empfehlung. Eine geführte Tagestour ab Cusco, ohne Übernachtung, ist möglich, finde ich aber ungünstig. dann hat man keine Chance, direkt morgens, bei Öffnung, zu fotografieren, wenn es noch recht leer ist. Wenn die Züge ab Cusco eintreffen, wird es voll.

Achtung: Man kann die Eintrittskarten für Machu Picchu nicht dort am Eingang kaufen. Ich habe detailliert aufgeschrieben, wie man die Eintrittskarten für die Inkastadt erhält.

Wer sich den ganzen Hassle ersparen möchte, kann hier bei Civitatis den Daytrip ab Cusco  buchen (Empfehlung, Werbung)

Reisetipps zu den schönsten Highlights Perus im Südamerika-Reiseblog

Einreise Peru: Als EU Bürger bekommt man ein Visa on Arrival bei der Einreise in Peru. Gültiger Reisepass ist die Voraussetzung! Dauer des Aufenthaltes im Normalfall: 90 Tage.

Reisen in Peru: sehr gut und unkompliziert mit Bus oder Flugzeug. Preislich gibt sich das nicht so viel, nur zeitlich!

Der wohl informativste Text über Inlandsflüge in Peru ist hier

Kosten: Preislich ist dieser Teil Südamerikas unter dem Niveau von Westeuropa, in der Gegend von Cusco nicht so sehr wie im Rest des Landes.

Währung; Die Währung von Peru ist der Nuevo Sol, der US Dollar ist auch nicht inoffiziell Währung, den braucht man nicht mitnehmen. Geldautomaten und Geldwechsel gibt es am Flughafen von Lima, am Kofferband und nach der Ankunft.

Perus Norden: Reise Highlights

Perus Norden: Reisetipps und Highlights im nördlichen Hochland

Der Norden Perus ist, also die Gegend ab Lima nordwärts, ist anders als der Süden des Landes, touristisch nicht sehr stark frequentiert.

Bietet aber dem abenteuerlustigen Reisenden in diesem Teil Südamerikas einige sehr lohnenswerte und spektakuläre Sehenswürdigkeiten, historische und natürliche Highlights, romantische alte Städte, die Wüste, die Bergnebelwälder des nördlichen Hochlands der Anden als auch den Amazonas-Regenwald des östlichen Tieflands.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Norden des Andenstaats sind:

  • Trujillo: Koloniale Altstadt, präkolombianische Lehmstadt Chan Chan (UNESCO Welterbe) sowie die Tempel der Moche-Kultur
  • Cajamarca: Koloniale Altstadt, Bäder und Thermalquellen der Inka, Höhenstrasse über die Anden
  • Kuelap: Festung der Chachapoya-Kultur auf 3000m Höhe, sowie Perus einzige Seilbahn
  • Chachapoyas: Koloniales Städtchen im Hochland, Kaffeekultur, Gocta Wasserfall
  • Leymebamba: Bergnebelwälder, Kolibris, Relikte der Chachapoya-Kultur
  • Chiclayo: Königsgräber von Sipan sowie das Museo Tumbas Reales del Señor de Sipán in Lambayeque.

Mit anderen Worten: Der Norden Perus mag unbekannter sein als Cusco und Machu Picchu im Süden, ist aber als Reiseziel mit ausgesprochen spannenden kulturell-historischen als natürlichen Highlights ausgesprochen zu empfehlen.

Lies im folgenden Reiseblog-Artikel, warum das so ist!

Trujillo: Unterschätzte Metropole des Nordens von Peru

Trujillo ist die drittgrösste Stadt Perus, nach Lima und Arequipa, mit ca. 1. Mio. Einwohner in der Metropolregion und Hauptstadt der Region La Libertad. Die Stadt wurde 1535 von den spanischen Eroberern gegründet und nach Francisco Pizzaros Geburtsort, dem spanischen Trujillo in der Extremadura, benannt.

Trujillo ist ziemlich weitflächig und liegt direkt am Meer des pazifischen Ozeans in der sehr trockenen und staubigen Küstenwüste. Für Besucher interessant sind drei sehr sehenswerte Highlights: Die koloniale Altstadt im historischen Zentrum um die Plaza de Armas und die gelbe Kathedrale. Trujillos koloniales Zentrum bietet dem Reisenden Restaurants, Hotels, Hostals, Supermärkte und sogar eine richtige Fussgängerzone. Die aus Sand und Lehm gebaute Stadt Chan Chan war einst vor der Eroberung durch die Inka eine der grössten Metropolen Amerikas und ist absolut beeindruckend.

Fast noch sensationeller sind zwei weitere präkolombianische Sehenswürdigkeiten, die riesigen aus Lehmziegeln erbauten Tempelanlagen der Moche-Kultur, zwei der grössten Bauwerke Amerikas, welche vor der Ankunft der Spanier in Südamerika errichtet wurden. Der Mond- und Sonnentempel, in Europa relativ unbekannt, sind für mich mit die beeindruckendsten Bauten des nördlichen Perus. Das Museum neben den beiden Mochetempeln ist ebenso Klasse und unbedingt einen Besuch wert, hier gibt es Relikte der Tempelbauer sowie Mumien zu bestaunen.

  • Alle Highlights in Trujillo kann man mit einer organisierten Tour an einem oder zwei Tagen besuchen, das ist auch zu empfehlen, man lernt viel und braucht sich nicht selbst um den Transport kümmern.

Cajamarca: Perfekte Basis im nördlichen Hochland der Anden

Die alte Stadt Cajamarca ist die Metropole des nördlichen Hochlands und liegt auf mehr als 2700m Höhe. Das Klima ist entsprechend bergig möchte ich sagen, eher frisch und montan. mit nicht mal 200.000 Einwohner ist die Stadt ruhig und angenehm, wirkt sehr authentisch und untouristisch.

Hier tragen viele Peruaner die traditionelle Kleidung der Anden. Für Besucher gibt es sehr schöne Hotels rund um die malerische Plaza de Armas. Ganz in der Nähe des zentralen Platzes und der Kathedrale befindet sich auch die grösste Sehenswürdigkeit der Stadt, die Cuarto del Rescate. Dies ist eines der wenigen originalen Inkabauten, hier hielten die spanischen Eroberer 1536 den Inkaherrscher gefangen. Und man kann sich fast denken, dass diese Geschichte nicht gut für ihn ausging.

Cajamarca ist die ideale Ausgangsbasis für weitere Entdeckungen im Norden Perus: Von hier fährt man nach Kuelap, Leymebamba und Chachapoyas über eine magenumdrehende Strasse in den Bergen. Oder man nimmt den Bus in Richtung Küste nach Trujillo und Chiclayo. Rund um Cajamarca gibt es tolle Ausflugsziele wie den Tempelkomplex Kuntur Wasi oder die bereits von den Inka benutzten Thermalquellen.

Nordperu Bergpanorama
Panorama der Kordilleren im Norden Perus, bei Kuelap

 

Einzigartig: Felsenfestung Kuelap und Perus einzige Hochseilbahn

Für mich mitAbstand das grösste Highlights im Norden von Peru ist die Festung Kuelap, ein mächtiger Klotz aus Fels und Mauerwerk, errichtet auf einem Berggipfel auf 3.000m Höhe. Erbauer war das Volk der Chachapoya, welche Kuelap zwischen 900 und 1400 errichtete. Über das Örtchen Nuevo Tingo kann man die Bergkuppe mittels Perus 2017 erbauter einziger Seilbahn erreichen.

Die Anden des Nordens sind eine magische Landschaft: Natur- und Kulturlandschaften wechseln sich ab, Papayabäume werden von Kolibris umschwirrt, dazwischen Relikte der Chachapoyakultur, kein Mensch spricht mehr Englisch, und Peru ist sehr bei sich und authentisch und liebenswert.

Mehr darüber wie man Kuelap am besten besucht, über das Örtchen Nuevo Tingo zu Füßen der fabelhaften Festung und zu den Eintrittspreisen und Übernachtungsoptionen hier im Peru-Blog.

Peru: Kuelap Festung
Nordperu festung Kuelap

Leymebamba: Im Herzen des nördlichen Hochlandes.

Wer mit dem Bus ab Cajamarca über die magenbelastende Strasse durch die Berge fährt, erreicht nach neun Stunden den malerischen kleinen Ort Leymebamba. Hauptattraktion ist das Museo Leymebamba mit vielen erstaunlichen Artefakten der Chachapoya-Kultur, u.a. mit diversen Mumien. Man kann dort von der Ortschaft hinlaufen. Aber Achtung: du befindest dich hier auf fast 3.000m Höhe. Trotzdem sind die Berghänge grün und tropisch bewaldet, und es gibt Kolibris.

Leymebamba ist ein wunderbarer Ort um die Andenkultur im Norden Perus noch recht unverfälscht kennenzulernen. Zwischen Cajamarca und Kuelap liegend, macht es einen hervorragenden Zwischenstop, denn es hat einige sehr nette Hotels und Unterkünfte zu bieten, sowie kleine Supermärkte für Selbstversorger, Restaurants und sehr nette Bewohner.

Chachapoyas: Im Land des Kaffees, Gocta Wasserfall, Kuelap

Der Gocta Wasserfall ist um die 700m hoch und liegt ca. 20km nördlich der sehr angenehmen und pittoresken Provinzhauptstadt Chachapoyas. Man kann von dort zum Wasserfall mit einer geführten Tour kommen, so wie man ebenfalls Tagestouren nach Kuelap als auch Leymebamba fahren kann.

Der Gocta Wasserfall zählt zu den höchsten Wasserfällen des Planeten, und ist als touristisches Ziel noch relativ neu, da er erst 2002  „entdeckt“ wurde. Vom Punkt wo die Tourbusse halten muss man noch mal zwei Stunden bis zum Katarakt durch eine wildromantische Bergwelt wandern.

Chachapoyas ist mit seinen 30.000 Einwohnern eine tolle Ausgangsbasis für Ausflüge in die Umgebung. Für mich ist dieses nette Städtchen (welches bereits 1538 gegründet wurde) auf einer Höhe von 2400 Meter ü. NN so etwas wie die Quintessenz des nördlichen Perus: Freundlich, ruhig und zurückhaltend, mit einer kolonialen Altstadt, einer trubeligen Fußgängerzone und einer hübschen Plaza de Armas.

Es gibt sehr authentische Restaurants, wo man für kleines Geld sehr gut essen kann. Dort laufen dann im Fernsehen türkische Soap-Operas, und alle schauen zu. Chachapoyas hat mit seiner Ruta del café eine tolle Marketingidee umgesetzt, auf dieser Route durch die Stadt kann man Verkaufsräume und Cafés besuchen, wo Fincas und Kaffeefarmen aus der Gegend ihre Produkte anbieten. Das ist für Kaffeeliebhaber wirklich toll, und man sollte sich für den single origin Kaffee aus der Region etwas Platz im Gepäck halten.

Chachapoyas ist definitiv off the beaten track, so viele Besucher verirren sich nicht in diesen Teil von Nordperu.

Norden Perus Reisetipps
Bergnebel im Norden von Peru

Tarapoto: So geht Regenwald

Wenn man einen der kleinen Busse von Chachapoyas aus nimmt und acht Stunden von den Bergnebelwäldern der Anden nach Osten in das Amazonastiefland fährt, gelangt man nach Tarapoto.

Dieses kleine Städtchen liegt inmitten des gewaltigen Amazonas-Regenwaldes, und ist Ausgangsbasis für Ausflüge in diesen fantastischen Lebensraum. Man kann eine Schokoladenfabrik besuchen und viel über den Anbau von Kakao lernen. Oder eine Zigarrenfabrik aufsuchen und ebenso viel über die Produktion von Tabak zu Zigarren lernen.

Oder man fährt von Tarapoto, welches man von Lima übrigens direkt anfliegen kann, nach Yurimaguas. Dort kann man, auf einem Zufluss des Amazonas, bis ins peruanische Iquitos auf einem Boot fahren, und wer will bis nach Manaus in Brasilien oder sogar bis zur Mündung des Amazonas im Atlantik. Aber das wäre eine ganz andere Reise und Abenteuer!

Tarapoto Fakten: Die Stadt hat ca. 75.000 Einwohner und ist wichtigste Stadt der Region San Martin. Sie liegt an der Longitudinal de la Selva, diese Straße verbindet die pazifische Küste Perus mit dem Amazonasbecken. Das Klima bzw. Wetter in Tarapoto ist definitiv tropisch.

Und wer wirklich mal was Spassiges erleben möchte, der nimmt sich in der Dschungelmetropole des Nordens ein Tuktuk, welche hier Moto Taxis heissen:

https://youtu.be/kmWqWPvm2xo

Alles über Tarapoto, Ausflüge, die Anreise, Kosten und Infrastruktur vor Ort hier im Reisebericht.

Chiclayo: Ausgangsbasis für eine Nordperu Rundreise

Chiclayo ist die nördlichste der hier erwähnten Städte, und befindet sich (fast) an der Küste des Pazifik, 200km nördlich von Trujillo. Ich würde eine (Rund-)Reise durch den Norden von Peru hier beginnen. Man erreicht Chiclayo per Flugzeug direkt von Lima. Die touristischen Highlights des bereits 1560 gegründeten Orts sind die Museen und archäologischen Ausgrabungsstätten und Artefakte der Mochica-Kultur.

Am bekanntesten ist das freigelegte Grab und Mumie des sogenannten „Herr von Sipan“, welches sich in Lambayeque im Königsgräber Museum Museo Tumbas Reales del Señor de Sipán befindet. VisitPeru hat dazu einige gute Info und Fotos.

Ebenso spektakulär sind die Pyramiden von Tucume, eine weitere präkolumbianische Ausgrabungsstätte ersten Ranges.

Herumkommen im nördlichen Peru, Routenvorschlag für eine zweiwöchige Reise

Man kann Nordperu in zwei Wochen ganz gut bereisen, und alles vor Ort organisieren. Eine langfristige Reiseplanung vorab ist meiner Meinung nach nicht notwendig. Allerdings würde ich die Anreise ab Lima nicht per Bus machen, das dauert zu lange. Inlandsflüge in Peru sind super organisiert und erschwinglich. und so könnte eine Reise durch den Norden aussehen:

Start in Chiclayo. Besuch der Museen, dafür reichen ein paar Tage. Am besten per Flieger ab Lima nach Chiclayo, das spart Zeit und eine mühselige Busfahrt.

Mit dem Bus dann von Chiclayo nach Süden, nach Trujillo. Dort kann man Kultur und Historie geniessen, oder auch surfen gehen. Nach ein paar Tagen würde ich den Bus nach Cajamarca nehmen, es geht in die Berge.

In und um Cajamarca gibt es so einiges zu sehen und zu erleben, drei bis vier Tage dort würde ich mir Zeit nehmen. Dann wieder per Bus und acht Stunden nach Leymebamba in das Herz des nördlichen Hochlandes. Dort chillen und den Kolibris beim Summen zuschauen. Oder wandern zu den Felsengräbern in der Gegend.

Von Leymebamba geht es per Sammelbus nach Nuevo Tingo (zwei Stunden) , dort zwei Übernachtungen einplanen und am Tag zwischen den beiden Nächten die fantastische Festung von Kuelap besuchen. Sonnenschutz nicht vergessen!

Von Nuevo Tingo gehts per Bus (2 Stunden) weiter nach Chachapoyas. und von dort nach Tarapoto. Hier kann entweder, wer keine Zeit mehr hat, easy nach Lima zurück fliegen. Oder per Boot nach Iquitos fahren.

Währung, Kosten, Geld unterwegs, Reiseplanung

Die Währung in Peru ist der Nuevo Sol. Es gibt auch in kleineren Orten meistens Geldautomaten, aber dass sie funktionieren, darauf sollte man sich nicht verlassen. Wer nach Leymebamba oder Nuevo Tingo fährt, sollte genug Bargeld dabei haben. Und eine Kreditkarte, um Bargeld aus den Automaten zu erhalten. Europäische Cirrus-Bankkarten funktionieren in Südamerika eher selten bis nie, man braucht auf jeden Fall eine Kreditkarte bzw. eine Debitkarte von Mastercard oder Visa.

Der Norden Perus ist relativ preiswert. Übernachtungen gibt es in dorm rooms in Hostals schon ab zehn Euro. Ein Doppelzimmer in einem ok Hotel kostet um die 50/60 Euro, schöne Hotels dann ab 70/80 Euros.

Man braucht für diesen schönen Teil Südamerikas nicht lange vorausplanen: Die touristische Infrastruktur ist wenig benutzt, aber vorhanden. Diese Gegend ist definitiv touristisch kein Massenziel wie der Süden von Peru mit Cusco, Arequipa, dem Colca Canyon und natürlich Machu Picchu.

Beste Reisezeit für Perus Norden, Kleidung für diese Reise

Die oben skizzierte Reiseroute mit den Highlights des Nordens umfasst mehrere Klimazonen: Die Küste des Pazifik und die Küstenwüste (Chiclayo und Tarapoto), das Hochland der Anden (Cajamarca, Leymebamba, Kuelap, Chachapoyas) und das Amazonas Tiefland östlich der Anden (Tarapoto).

An der Küste und im Regenwald ist es warm bis sehr warm (30 Grad), in Tarapoto gibt es eine Regenzeit zwischen Dezember und März/April. In den Anden ist es eher frisch und regnerisch, mit teilweise starker Sonneneinstrahlung. Der wenigste Niederschlag fällt in Cajamarca in den Monaten Mai bis Dezember. Die durchschnittlichen Temperaturen bewegen sich dort das ganze Jahr über zwischen 8 und 20 Grad.

Meiner Meinung nach kann man Nordperu ganzjährig bereisen, man sollte Kleidung für warme Zonen mitnehmen, aber auch für die Berge einen Fleecepullover, Longsleeve, lange Hosen, sowie eine leichte Regenjacke.

Das wichtigste ist der Sonnenschutz (Kappe/Mütze, sowie Sonnenbrille). Eine wie ich finde wirklich gute Übersicht mit Kaufoptionen: Tropen- und Reisekleidung.

Noch mehr Reisetipps für den Norden Perus in diesem Reiseblog

 

Madrid Reiseblogger: Tranquillo Capital

Madrid Tranquillo. So reist du entspannt in Europas coolste Metropole (mit Tagesausflug El Escorial)

Reisen macht glücklich. Im besten Fall. Mich sowieso. Reiseblogger ohnehin, hoffe ich zumindest. Es gibt Reiseziele oder Länder, die sind so wunderbar, dass ich dort hinreise, es fast egal ist wie lange und an welchen Ort genau, nur um dort ein wenig Glück und Zufriedenheit aufzusammeln, mitzunehmen und zuhause davon zu zehren.

Ein Jahr, ohne dort hin zu fahren, ist vielleicht nicht verloren, aber mir fehlt dann einfach etwas. Es gibt für mich mindestens zwei Länder, die zu dieser Sorte von Glückslieferant gehören. 

Eines dieser Länder ist Italien. Aber das Land bzw. die Gegend, wo es mir immer mit Leichtigkeit und über die Maßen gut geht und ich mich über die schönen Städte, netten Menschen, tolle Kultur und Geschichte und den Alltagsduft erfreue, das ist Spanien.

Und ist immer: Madrid. Spaniens beste Stadt. 

Madrid zählt so ein wenig zu den verkannten Metropolen in Europa, ich weiß nicht genau warum, und woran das liegt, aber vielleicht hängt es damit zusammen: Die sehr populären Städte in Europa – London, Paris, Amsterdam, Berlin, Rom – sie stehen alle für ein ganz bekanntes Bild ihrer selbst (Arm aber sexy!), verfügen über eine Ikone ihres Stadtbildes, das jeder bis ins letzte chinesische Dorf kennt (Eifelturm! Kolosseum! Tulpen und Grachten! Tower Bridge!), und potenzieren dieses Image ihrer selbst hundertfach in Werbung und Popkultur.

Aber mein armes Madrid hat genau dies nicht: Keine städtebauliche Ikone, kein wirklich eindeutiges urbanes Image.

Um dann als Stadt und Metropole dennoch mit einem ganzen Bouquet an Vorzügen und Annehmlichkeiten zu glänzen, und genau dies macht diese Stadt für mich als Reiseblogger und Traveller so angenehm und empfehlenswert. Madrid sollte man als ganzes entdecken, sich treiben lassen, spontan und frei.

Madrid Reiseblogger

Highlights in Madrid

Kultur (Prado, Königin Sofia Gemäldegalerie, Königspalast, wunderbare städtische Ensembles der historisierenden Moderne rund um die Gran Via und Placa Cibeles, Sport (Hala Madrid! Weitere zwei Fussball Erstligisten, sowie Handball und Basketball der europäischen Spitzenklasse), Shopping (grossartige Einkaufsmeilen um die Gegend der Calle Hortaleza, El Corte Ingles mit seinen wunderbar altmodischen Kaufhäusern), bemerkenswerte seltsame Tradition (Stierkampf), ein sehr leistungsfähiges städtisches Netz des ÖPNV, liebenswerte Kiezviertel (Chueca), sowie ein überbordendes, Weltklasse Nachtleben.

Und etwas ausserhalb der Stadt, mit dem Königspalast El Escorial ein sehr veritables und spektakuläres UNESCO Welterbe.

All dem hat die spanische Krise nur ein wenig angetan, ihre Schwermütigkeit im Winter und ihre von der Hitze des Sommers gebleichte Sorglosigkeit hat sich die Stadt bewahrt.

Das Klima der Metropole ist sicherlich einen Satz wert, ich habe mich immer über die teils noch sehr warmen und sonnigen Novembertage gefreut. Im Winter, Dezember und Januar, wird es kalt, aber selten sinken die Temperaturen unter den Gefrierpunkt. Ab fünf Grad sehen die Madrilenen allerdings bereits aus wie Moskowiter im tiefsten russischen Winter, dick eingehüllt in Mäntel und Mützen wie für eine Schlittenexpedition zum Nordpol.

Ich habe immer die stille Höflichkeit der Stadt und seiner Bewohner geliebt: Wo bekommt man noch heutzutage die Tür freundlich aufgehalten? Eine volle U-Bahn in Madrid ist ein Beispiel an Rücksichtnahme und zivilisiertem Verhalten, wie man es in Deutschland leider kaum noch antrifft. Eine Stadt von vier Millionen Einwohnern, und es wird nirgends gedrängelt.

Ganz bei sich ist Madrid in den Strassen und Gassen des historischen Viertels, zwischen Gran Via, Plaza Callao, Puerta del Sol und dem Plaza Mayor. Dieser ist übrigens etwas versteckt zwischen Häuserzeilen und kleinen Gassen, aber sicherlich einer der schönsten Plätze Europas. Im Winter ist der Platz wie leergefegt und gibt den Blick auf das wunderbare barocke Ensemble der umgebenden Bauten frei.

Im Sommer birst das Viereck an Trubel und Besuchern, aber auch das ist ein Schauspiel für sich und lädt zum Verweilen ein. In Madrids historischem Viertel findet der Besucher Tapasbars, in denen der von der Decke hängende Serrano Schinken echt und nicht aus Plastik ist.

Hier wird das Bier in kleinen Gläsern gezapft und an der Bar steht immer Knabbergebäck bereit, und die Kellner sind alt und würdevoll und sprechen deshalb kein Englisch, aber tragen weisse Hemden und Kittel.

Madrid: Ideal für Fußgänger und Flaneure

Madrid hat fast vier Millionen Einwohner, darin sind die Peripherie, Vallecano, Getafe und all die anderen Trabantenstädte mitgezählt. Der eigentliche Innenstadtbereich beziehungsweise die Altstadt und die Stadtteile (Barrios) darin sind dagegen eher überschaubar.

Madrid ist eine Metropole für Fußgänger, für Flaneure, für Spaziergänger, für genügsame Traveller, nennt das von mir aus slow travel, aber es passt.

Natürlich kann man auch die diversen nervigen Fahrzeuge wie Elektro-Tretroller und Fahrräder sowie Scooter per Apps mieten. Aber ich mag Laufen. Wobei man sich in Madrid kaum verlaufen kann, die Orientierung ist einfach. Die Altstadt ist verwinkelt, aber wer sich treiben lässt, wer weiß, was Flanieren bedeutet, langsam reist, die Augen offen und den Verstand wach, der wird in Madrid belohnt werden.

Mit Entdeckungen von kleinen und irgendwie exotischen Läden in der Altstadt, mit typisch spanischen Kneipen welche sich trotz des Touristenrummels ihre authentische und liebenswerte, irgendwie aus der Zeit gefallene Art bewahren konnten.

In Madrid gewinnt der Flaneur Aussichten und Einsichten auf altehrwürdige Gebäude und Sehenswürdigkeiten. Der Fußgänger in Madrid kann alte und pittoreske Stadtteile entdecken und direkt herausfinden, wie Gentrifizierung funktioniert. Alteingesessene spanische Menschen, neumodische Hipstertypen welche am Sonntag vormittag die Cafés und Plätze bevölkern. Und die sichersten Zeichen für den Niedergang eines Stadtteils: Kleine Chichi-Geschäfte mit teurem Kinderspielzeug aus unbehandeltem Holz.

 

Unterwegs in Madrids Altstadt

An den Wänden meines Stammlokals, der Cerveceria Alemana an der Plaza St. Ana, hängen schwarzweisse Fotos von Stierkämpfern, und die Reste des Knabbergebäcks werden beim Abräumen auf den Boden gewischt.

Man isst Calamares oder patatas bravas, und trinkt kühles Bier ohne Schaum. Ernest Heminway liebte die Cervecceria ebenfalls, und sie sieht immer noch ein wenig nach 1925 aus.

Es ist der Rhythmus dieser Stadt, der einfach anders ist: Die Madrilenen gehen nie vor zehn Uhr Abends zum Essen. Gefrühstückt wird im Stehen und man nimmt kleine Sandwiches zu sich, die man „Floh“ (pulgo) oder sogar „kleiner Floh“ (pulguito) nennt.

Gegen 14 Uhr leeren sich die Strassen und Büros, viele Arbeitnehmer fahren nach Hause zum Essen, und kommen gegen 16 Uhr für den nachmittäglichen Teil des Tages wieder an ihre Arbeitsplätze. Die Geschäfte haben abends lange auf, und in den Kiezen gibt es unzählige winzige Supermärkte und Kioske, die bis Nachts geöffnet haben, wenn nicht länger.

Madrids Image kommt der wunderbaren Realität nicht ganz hinterher, der ewige Rivale Barcelona hat, für einen hohen Preis, die touristische Herrschaft an sich gerissen – ächzt nun unter den Touristenmassen („over tourism“) und dem Dramolett namens „katalanischer Unabhängigkeit“. Ein eher fragwürdiges Treiben wie an den Ramblas in Barcelona hat Madrid nicht zu bieten. Der Madrileno gibt sich distinguiert, und weiss, was er/sie an seiner/ihrer Stadt hat.

Irgendwann wird Real Madrid wieder spanischer Meister sein und die Champions League gewinnen (Si Senor!), irgendwann wird Madrid die olympischen Spiele ausrichten und nicht nur in der Bewerbung eine gute Figur abgeben. Und so tagträumt diese wunderbare Stadt ein wenig von guten und schlechten und zukünftigen großen Tagen, und ist mit dieser melancholischen Mischung aus distinguierter Grandezza und sanfter Traurigkeit ganz bei sich selbst.

Stadtwanderung in der Altstadt

Diese Tour führt dich durch das klassische Madrid bzw. die Altstadt der Stadtviertel Centro und Sol.

Am besten beginnt man diesen Stadtspaziergang an der Puerta del Sol. Und zwar genau am Wappen von Madrid, dem Bären, der sich am Erdbeerbaum aufrichtet. Du findest den Bären in der Menge von selfiemachenden Asiaten. Von der Puerta del Sol sind es fünf Minuten bis zur Plaza Mayor.

Dieses barock-klassizistische Schmuckstück von einem Platz verdient es, in Ruhe bestaunt zu werden. Die Plaza Mayor in ihrer heutigen Form stammt aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert, der Platz an sich ist aber seit ca. 400 Jahren in ähnlicher Form an dieser Stelle Madrids.

In Richtung Westen gehend verlässt du die Plaza Mayor und über die romantische Plaza de la Villa gelangst du über ein Gassengewirr zum Teatro Real. Dieses imposante Opernhaus ist aus dem Jahr 1850 und führt Opern, Ballet, aber auch Musicals und symphonische Konzerte auf. Vielleicht gibt es noch Tickets für den Abend?

Vom Teatro Real ist es nur ein Katzensprung zum Palacio Real, dem königlichen Palast. Hier können die Schlangen der Besucher schon sehr lang sein, es empfiehlt sich, so früh wie möglich oder am Nachmittag dort zu sein. Die königliche Familie ist hier übrigens nicht mehr anzutreffen, sie logiert im Zarzuela Palast außerhalb der Stadt.

Zurück über die malerische Calle Mayor mit ihren unzähligen altmodischen Geschäften, typisch spanischen Bars und internationalen Fast-Food Läden überquerst du erneut die Plaza Mayor, und verlässt einen der schönsten Plätze Europas diesmal über seine östliche Seite. Im Gewirr der romantischen und wunderbar gepflegten Altstadt – Gassen gelangst du zur Plaza Santa Ana.

Dies ist ein ebenso wundersamer, aber viel kleinerer und versteckt gelegener Platz mit tollen Kneipen und Restaurants. Ideal für eine Pause, Mittagessen, Bier oder Tapas. Das an der Stirnseite gelegene Hotel hat zudem eine der hippsten Dachterassen der Stadt. In der Cerveceria Alemanna kann man zum (spanischen) Bier vom Faß salzige Snacks bekommen, und die Kellner tragen weiße Kittel und ganz viel altmodische Würde. Die Cerveceria ist angeblich die alte Stammkneipe von Ernest Hemingway.

Über die Calle del Prado geht es nun in das sehr pittoreske Stadtviertel Barrio de las Lettras, dem Viertel der Schriftsteller und Dichter und Denker. An der Calle de Cervantes ist das Wohnhaus des berühmtesten aller spanischen Schriftsteller, Miguel Cervantes, Autor des Don Quichotte, zu bewundern.

Das Barrio de las Lettras ist ein sehr hübsches, abwechslungsreiches Viertel, welches auch gar nicht so überlaufen ist. Wer mag, flaniert weiter in Richtung Prado Museum und Retiro Park. Oder sucht sich im Barrio einen Platz in einer der hippen Bars und Cafés und lässt den Tag ausklingen.

Madrid lebt in seinen Barrios

Dennoch, Madrid lebt in seinen Barrios. Und diese kann man am besten zu Fuß erkunden. Und mit einem Mal, zwei, drei Straßenzüge fernab der Gran Via, sind die Gassen leer, die üblichen Tourigeschäfte und Starbucks verschwunden, und die Stadt riecht und sieht aus wie das Spanien, das ich seit meiner Kindheit liebe.

Geputzte Hauseingänge und Gehwege. Zigarrenduft. Churros mit Kakao. Bocadillos con queso. Diese ganz spezifische spanische Duftmischung, diese typischen heiseren spanischen Stimmen. Farben. Rätsel. Politische Unkorrektheiten in Masse. Stierkampf.

Dieser Reiseblog steht dafür, das Reisen wieder so wird wie früher, bevor alle dachten, dass es ein Wettbewerb ist. Nichts ist weniger als ein Wettbewerb als Reisen. Es geht nicht darum, so viele Aktivitäten wie möglich in einen Tag zu packen, und es geht schon mal gar nicht darum, eine Stadt oder ein Land „zu machen“. Es ist auch kein „Mikroabenteuer“, wenn ich nach Spanien fahre und dort den Bus nehme.

Wer ein leeres Leben führt, wird es nicht mit hohlen Aktivitäten und seelenlosem Konsum, fernab der Heimat, mit Sinn anfüllen. Und dies dann „Reisen“ nennen. Und auf Instagram posten. Mit einem falschen Himmel. Und ohne andere Touristen drauf.

Madrid jedenfalls lebt in seinen Barrios, und wer flaniert, die Augen offen hält, und den Verstand sowieso, der lässt sich treiben und inspirieren. Und macht eine Pause in einem der vielen Cafés, vielleicht gerade in einem, welches eher altmodisch aussieht. Wo Kellner noch weiße Kittel tragen. Würdevoll und erhaben, ganz das alte Spanien. Bin ich ein dämlicher Revisionist oder nur ein Romantiker? Wie auch immer, ich suche nichts.

In diesen Cafés bleibt man sitzen und tut nichts und lässt das Madrider Leben an sich vorbeiziehen, inhaliert den Moment, und gratuliert sich dazu, wie glücklich einen diese Stadt doch machen kann.

Danke Spanien: Am Sonntag früh geht es kostenlos ins Museum

Was unternimmt man eigentlich an einem schönen sonnigen Sonntag in Madrid? Wo man immer das Gefühl hat, und es nicht ungewöhnlich ist, dass die Sonne im Sommer – aber auch bis in den November hinein –  heller strahlt als in Mitteleuropa? Und der Himmel blauer ist, und der Palacio Cibeles weißer als Weiß ist?

Man geht spazieren.

Oder sitzt ganz lange in Cafés und macht einfach mal: Nichts. Schon wieder.

Oder fährt zum Fußball, entweder ins Bernabeu zu Real Madrid, oder mit der Bahn ins Stadion von Atletico. Vielleicht kommt der König auch vorbei?

Sonntags im Sommer in Madrid, da kann man ganz unmoralisch sein und nach Las Ventas zum Stierkampf gehen. Und nur Vegetarier dürfen sich über dieses Spektakel kritisch auslassen. Und wer noch nie da war, der hält jetzt einfach mal die Klappe.

Oder, für ganz verwegene Menschen, welche tatsächlich denken, daß Konsum kein existenzieller Wert an sich ist: Man geht ins Museum.

Denn: Sonntags ist der Zugang zu den Madrider Museen: kostenlos. Aber hoffentlich nicht umsonst. Natürlich kann man sich in die Warteschlange am Prado einreihen. Oder sich ein Museum aussuchen, welches fein, aber vielleicht nicht so populär, aus welchen Gründen auch immer, ist. Wie zum Beispiel das Museo Arqueologico Nacional, oder kurz: MAN.

Dieses schöne und sehr moderne Museum trumpft mit tollen Artefakten aus der iberischen und spanischen Geschichte, von der Steinzeit bis in die Neuzeit, die Iberer, die Römer, die Mauren, die Goten, alle zusammen haben ziemlich viel altes Zeugs im Boden zurückgelassen. Und das ist in diesem tollen Museum sehr schön präsentiert. 

Für mich das Highlight: Der Nachbau der Höhle vom Altamira, mit den wirklich bemerkenswerten Wandzeichnungen aus der Steinzeit. Sowie die ebenfalls sehr schöne Büste der Dama de Elche, die Büste einer Frau aus der Zeit der Iberer.

Das Museum hat einen kostenlosen Plan, welcher die Highlights der ständigen Ausstellung sehr gut präsentiert. Es gibt ein Museumscafé.

Die Internetpräsenz des archäologischen Museums findest du hier, darin auch die Tipps für die Anfahrt. Am besten mit der U-Bahn, wer nicht laufen mag:

  • Linie 4, Haltestelle Serrano
  • Línie 2, Haltestelle Retiro

Kostenloser Eintritt in das Museum: Sonntag vormittag und Samstags ab 14 Uhr.

Muchas Gracias España: Spanische Leckereien

Was wäre Spanien eigentlich ohne – und ich gebe zu, das ist, was Essen angeht, eine wirkliche Schwäche von mir – die ganzen leckeren süßen Wunderwerke spanischer Backkunst: Churros, Donuts, Kuchen, Stückchen aller Art, gefüllte Krapfen. 

Diese Verlockungen hat jedes gute Hotel der spanischen Hauptstadt schon am Frühstücksbuffet parat. Und jedes Café hat sie, für eine Rast am Mittag oder Nachmittag, sowieso. 

Ja, ich weiß, das ist ernährungstechnisch betrachter nicht optimal. Aber wer viel läuft und sich bewegt und nicht den ganzen Tag im Hop-on hop-off Bus sitzt, der hat es sich ja sicherlich verdient. Belohnung muss sein, auch slow travel ist zuweilen anstrengend. Ist die spanische Küche vielleicht für Vegetarier nicht die einfachste der Welt, das spanische Gebäck ist einsame Weltspitze. Und trägt für mich immer zu diesem ganz speziellen Glücksgefühl bei.

Tipps für Hotels in Madrid. Meine liebsten Stadtteile

Ich finde, die Auswahl an guten und sehr guten Hotels ist in Madrid wirklich außergewöhnlich, und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt mehr, als in den meisten anderen europäsichen Metropolen.

Man bekommt mit Leichtigkeit sehr hübsche, moderne, neue, absolut bezahlbare Drei- und Viersterne – Hotels im unmittelbaren Stadtzentrum von Madrid. Was einem die Option lässt, die Hotelumgebung als auch die angrenzenden Barrios und Stadtviertel sehr gut zu Fuß erkunden zu können. 

Ich mag sehr die Hotels von Petit Palace, die sind in schönen alten Gebäuden im Stadtzentrum, haben Holzböden und Stil und ein tolles Frühstück. Ebenso empfehlenswert sind die Vincci Hotels. Um die 150 Euro das DZ.

Meine Empfehlung: Hotels und Madrid zu Fuß und diese Stadtviertel: 

Barrio de las Lettras: Sehr hübsches altes Viertel in der Nähe des Prado, südlich der Gran Via. Sehr touristisch, aber auch immer noch sehr authentisch. Entlang der Calle Atocha sehr schöne Hotels und Läden, ebenfalls in der Calle del Prado.

Chueca: Eines der gehypten In-Viertel der letzten Jahre. Trotzdem toll. Ich mag Chueca, die schönen Geschäfte und Kneipen, das urbane Publikum, diese Mischung aus Moderne und alter spanischer Grandezza. Sehr cool. In Chueca gibt es tatsächlich vegetarische Restaurants.

Malasaña: Noch ein trendiges Viertel, nördlich der Gran Via. Sehr hübsch, so hat diese Stadt früher mal ausgeschaut, so schauen Altstädte in Südamerika zuweilen immer noch aus. Kaum zu glauben, wenn man durch die malerischen Straßen von Malasaña pilgert, dass man noch in Europa ist. Aber: Hier kann man auch die Kehrseite der Medaille betrachten: Viele alteingesessene Bewohner fühlen sich verdrängt, haben eine Bewegung „SOS Malasaña“ gegründet – haben sie eine Chance gegen die die Gentrifizierung? Ist Gentrifizierung per se schlecht oder ist das nicht einfach der Lauf der Welt? Leiste ich ihr Vorschub, mit diesem Reiseblog?

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Anreise Madrid per Flugzeug

Ab den meisten Flughäfen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz mit Lufthansa, Austrian, Swiss, Iberia, Air Europa, Vueling, Easy Jet und Ryan Air. 

Ab Frankfurt Rhein Main fliegt Iberia 3x am Tag, Lufthansa bis zu 4 mal, und Air Europa 2 mal.

Du fliegst mit Iberia oder Latam von Madrid weiter nach Südamerika? Und möchtest ein paar Tage in der Stadt bleiben, bevor es zum schönsten aller Kontinente geht? Dann lies doch hier meine Reisetipps für deinen Madrid Stopover 

Flughafen Madrid Barajas in die Innenstadt: Per Taxi, Flughafen Transfer und S-Bahn

Taxis sind doch recht teuer vom Flughafen in Madrid bis in die Innenstadt, der Preis sind festgelegte 45 Euro. Ein Vorab-organisierter Transferservice kostet 30 Euro, diesen Preis zahlt man auch aus der Stadt zum Flughafen. Die Hotels organisieren dir diesen Transfer.

Man kann vom bzw. zum Flughafen auch mit der S-Bahn in die Stadt fahren, der Preis ist um die sechs Euro, und man kommt in nur 20 Minuten bis zur Station Nuevos Ministerios. Dort kann man in die U-Bahn umsteigen oder ein Taxi nehmen, welches für ca. zehn. Euro in die Madrider Altstadt fährt. 

Wer ab dem Flughafen Barajas mit der S-Bahn in die Innenstadt fährt, muss sich eine Tarjeta kaufen (siehe Foto), und darauf dann das eigentliche Ticket laden. Die Karten gibt es am gleichen Automat wie die Tickets, direkt vor dem Eingang zur S-Bahn.

Iberia nutzt in Madrids Flughafen das Terminal 4 (T4), und das Satellitenterminal T4s für die Flüge nach Südamerika. Weniger als 2 Stunden Umsteigezeit halte ich für etwas knapp in Barajas.

Lufthansa bedient in Madrid das (alte) Terminal 1. Beide Terminals werden von der S-Bahn angefahren.

Wer sich vom Flughafen in die Innenstadt bzw. vom Hotel zum Flughafen einen Transfer organisieren möchte, der kann diesen Reiseblog damit unterstützen und den Transfer nach/von Barajas hier direkt buchen

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Roadtrip Spanien: Im königlichen Klosterschloss San Lorenzo del Escorial

Es stimmt: Spanien ist das perfekte Land für einen zünftigen, eindrucksvollen, einfach zu bewältigenden und sehr bemerkenswert Roadtrip. Warum?

Das Land hat alles: Kultur und Geschichte in einem erstaunlichen Umfang und immer tollem Zustand. Klasse Straßen, leere Autobahnen, Hotels und Unterkünfte in allen Preislagen, genug Parkplätze, alles immer top organisiert und ausgeschildert, freundliche Menschen, ach Spanien. Wenn du nur wüsstest, wie Klasse du bist!

Ein Roadtrip ab Madrid, quasi in einer großen Runde um die spanische Hauptstadt herum, ist einfach möglich, und noch einfacher zu organisieren und durchzuführen. Für die Reise, welche hier als Idee und Inspiration aufgezeigt wird, bracht man nur minimale Vorbereitungen treffen:

Mietwagen entweder ab Madrid Stadtzentrum oder ab dem Flughafen, ist beides problemlos möglich.

Die Real Sitio de San Lorenzo de El Escorial ist eines der wirklich großen und nahezu schon spanischen Pflichtprogrammziele. Das royale Klosterschloss von Habsburgern und Bourbonen aus dem 16. Jahrhundert befindet sich im Städtchen El Escorial, ca. 60 km von Madrid entfernt. Es ist ein sehr beeindruckendes und lohnenswertes UNESCO Weltkulturerbe.

 

So kommt man von Madrid nach El Escorial: Auto, ÖPNV

Man kann von Madrid nach El Escorial mit dem Wagen hinfahren, ca. eine Stunde Fahrt.

In der Nähe des Eingangs des Palastes gibt es eine Tiefgarage (teuer, 30 Euro für 24 Stunden), man kann auch in den Straßen von El Escorial parken, zwischen 09:00 Uhr und 15 Uhr muss man allerdings ein Parkticket lösen, das ist ebenfalls teuer!

Mit dem ÖPNV kann man ab Madrid per Zug und Bus nach El Escorial kommen, die Busstation in El Escorial ist zehn Minuten vom Palast entfernt. Busse ab Madrid ab der Station Moncloa, in der Nähe des Moncloa Palastes. Die Linien 661 und 664 fahren die Strecke, Preis ist um die 4 Euro für die einfache Fahrt.

Die Züge von Madrid nach El Escorial fahren ab der Station Atocha oder Chamartin, es sind die R8 Cercanias.

Eintrittspreis Real Sitio San Lorenzo de El Escorial

Geöffnet ist das königliche Schloss und Kloster ab zehn Uhr Morgens, bis 20 Uhr. Mittwochs und Donnerstags haben EU Bürger freien Eintritt in den letzten drei Stunden der Öffnungszeit.

Ansonsten beträgt der Eintrittspreis zehn Euro für Erwachsene. Eintrittspreise für Gruppen, Senioren, Studenten etc. sind etwas niedriger veranschlagt.

Ein Audio Guide, welcher mittels einem Tablet zum Lesen, Hören und Anschauen in Rahmen einer sehr schön gestalteten App kommt, kostet 3 Euro.

Ich habe Bilder mit sehr sehr langen Schlangen vor dem Eintrttsportal des Palastes gesehen, man sollte also die Wochenenden meiden. Ich konnte an einem Freitag früh – ohne jegliche Schlangen und wartende Horden von Touristen – den riesigen Palast betreten.

Montags ist geschlossen!

 

Lohnt sich ein Besuch des Palastes in El Escorial?

Und ob! In ca. drei Stunden kann man den mächtigen Klotz von Palast und Kloster erwandern. Kirche, Bibliothek, die privaten Gemächer der Bourbonenkönige oder von Philip II, sowie die Krypta der spanischen Könige sind extrem beeindruckend, und nicht nur etwas für Geschichtsfreaks.

Der Erhaltungszustand und die Aussattung des Palastes sind superb, und man kann individuell und nach eigenem Gusto sich seine Tour durch den riesigen Komplex gestalten.

Außerdem ist das Städtchen El Escorial ausgesprochen adrett und freundlich.

Wer den Trubel des nahen Madrids vermeiden möchte, bleibt einfach da. Es gibt mindestens zwei Hotels in Laufweite zum Palast, und an der Plaza und der Hauptstrasse von El Escorial eine Unmenge an Restaurants und Cafés.

Zudem bietet El Escorial einige kleinere Ferias und Romerias (Prozessionen) auf, da lohnt sich das Kommen um so mehr. Menschen in malerischen Trachten, und die ganze spanische Pracht und der Zauber von Feuerwerk, Churros, Trachten, deshalb reist man!

Noch mehr Spanien Insider Tipps

Wer einen wirklich zünftigen und absolut Weltklasse Spanien Roadtrip machen möchte, der fährt in Madrid los und nicht in dieser Stadt an der Küste mit den vielen Taschendieben.

Kastilien bietet tolle alte Städte um Madrid herum, das lohnt sich sehr. Meer kann jeder. Toledo und Avila gibts nur in Kastilien!

Video: Flug nach Madrid mit Iberia Business Klasse ab Frankfurt

Guyana: Reisetipps für Traveller von Anreise bis Zeitzone

Guyana- unbekanntes Südamerika: Reisetipps für Individualreisende und Ausflug zu den Kaieteurfällen

Guyana ist in vielerlei Hinsicht ein bemerkenswertes Reiseland.

Hier zunächst die Fakten: Es liegt im Norden Südamerikas zwischen Venezuela, Brasilien und Surinam. Die Küste gehört zur Karibik. So wie sich Guyana kulturell nicht dem lateinamerikanischen, sondern dem karibischen Kulturkreis zurechnet. Folgerichtig ist Englisch Amtssprache, man fährt wie in England auf der linken Straßenseite und der beliebteste Sport des Landes ist Cricket.

Im Jahr 2017 zählte Guyana nur rund 250.000 ausländische Besucher. Das Land ist mit 214.970 km² eines der kleinsten Länder des südamerikanischen Subkontinents und hatte 2020 ca. 787.000 Einwohner. Hauptstadt und touristisches Eingangstor Guyanas mit dem internationalen Flughafen Cheddi Jagan ist Georgetown mit rund 235.000 Einwohnern.

Guyanas Top-Sehenswürdigkeiten und beste Gründe für eine Reise dort hin sind verschiedene Naturspektakel: Allen voran die sehr beeindruckenden und über 200 Meter hohen Kaieteur-Wasserfälle im Kaieteur-Nationalpark.

Guyana ist für seine atemberaubende natürliche Schönheit und seine vielfältige Tierwelt bekannt. Das Land hat eine unberührte und gut erhaltene Umwelt, die von üppigen Regenwäldern über beeindruckende Wasserfälle bis hin zu weitläufigen Savannen reicht. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern, Vogelbeobachtung, Tierbeobachtung und Ökotourismus.

Zu den Top-Sehenswürdigkeiten des Landes zählt die Rupununi-Savanne im Süden des Landes, sowie der drittgrößte Fluss Südamerikas, der Essequibo, und der ihn umgebende Regenwald.

Die Rupununi-Savanne im Süden von Guyana bietet eine einzigartige Landschaft mit weiten Graslandschaften, Flüssen und Bergen. Hier können Besucher die indigene Kultur der Makushi- und Wapishana-Gemeinschaften erleben, Safari-Touren unternehmen und exotische Tierarten wie Riesenotter, Ameisenbären und Jaguare beobachten

Guyana ist auch ein Land mit einer reichen kulturellen Geschichte und einer faszinierenden ethnischen Vielfalt. Hier leben indigene Völker, Afro-Guyaner, Indo-Guyaner und andere ethnische Gruppen, die alle ihre eigenen kulturellen Traditionen haben und diese gerne teilen.

Guyana Reisetipps

Weitere Sehenswürdigkeiten in Guyana sind:

  • Die Orinduik-Wasserfälle
  • Das Shell Beach
  • Das Essequibo-Flusstal
  • Die Guyana Highlands
  • Die Kanuku Mountains

Guyana ist ein ideales Reiseziel für Naturliebhaber und Abenteurer. Das Land bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten, darunter Wandern, Camping, Angeln, Kajakfahren und Vogelbeobachtung.

Guyana als Reiseland erfordert eine gewisse Vorplanung, am besten sogar Kontakte und eine Anlaufstelle im Land, da es auch für erfahrene Reisende relativ schwierig ist, die Reise dorthin zu planen und vor Ort durchzuführen.

In diesem Land sind fast alle Ziele und Sehenswürdigkeiten off the beaten track, man muss sich sehr gut organisieren, vieles vor Ort erfragen.

Dieser Blogpost des Südamerika-Reiseblogs soll Individualreisenden, Backpackern, aber auch Gruppenreisenden eine erste grundlegende Orientierung für einen Trip oder Urlaub bieten und sich auf praktische und authentische Reisetipps für individuell organisierte Reisen und Ausflüge konzentrieren. Die hier beschriebenen Tipps und Reiseinfos habe ich vor Ort in Guyana selbst erlebt, recherchiert, ausprobiert, erfahren.

Touristisch ist Guyana eher wenig erschlossen, die Leute sind zurückhaltend und freundlich, aber helfen auch, wenn man fragt. Man wird eigentlich kaum angesprochen, viele touristische Dienstleistungen muss man recherchieren und vor Ort aktiv finden und adressieren. Das Reisen in Guyana ist tatsächlich sehr angenehm, gut organisiert, wenn auch langwierig. Auf Backpacker oder Individualreisende ist es eher weniger zugeschnitten, was aber ok ist, denn so reist man wie die Locals. Eilig haben sollte man es auf Reisen ja ohnehin nicht, in diesem Land aber noch weniger. 

Für eine Rundreise bietet sich Georgetown (GT) als Basis an, da auch fast alle Verkehrsströme von und nach dort gehen bzw. kommen. Man kann dann die folgenden hier beschriebenen Ausflüge und Trips ins Landesinnere recht einfach planen und durchführen, eine Querverbindung von z.B. den Kaieteurfällen zur Rupununi-Savanne ist nur per Kleinflugzeug möglich, ebenso ist es meiner Meinung nach sinnvoller, im Rahmen einer Rundreise immer wieder nach GT zurück zu fahren.

Relativ einfach ist es dann, von Guyana nach Suriname (die Reisetipps Suriname hier) über Land zu fahren, mit Nutzung der Fähre bei Molson Creek/Southdrain, näheres dazu unten im Text.

Anreise Guyana per Flugzeug, Taxikosten vom Flughafen

Bereits die Anreise aus Europa nach Guyana bzw. den dortigen internationalen Flughafen Cheddi Jagan International Airport, IATA Code GEO, ist nicht ganz trivial und ist nicht direkt von Europa aus möglich. Der folgende Text gibt die aktiven Flugstrecken nach Guyana im Herbst/Winter 2023-2024 wider. 

Von Europa anreisen kann man am schnellsten mit einem Langstreckenflug der KLM bzw. British Airways. Mit KLM geht es ab Amsterdam-Schiphol täglich direkt nach Paramaribo, Suriname, von dort weiter mit Trans Guyana oder Suriname Airways. COPA fliegt ab Suriname nach Panama City und vor dort weiter nach Georgetown. Im Sommer 2023 hat British Airways eine neue Strecke ab London Gatwick nach Georgetown eingerichtet, mit Zwischenhalt in Saint Lucia in der Karibik.

Wer in den USA umsteigen möchte hat die Wahl zwischen New York JFK und Miami. Ab New York JFK-Flughafen fliegen JetBlue und American Airlines täglich nach Georgetown. Die Flugdauer ab New York beträgt ziemlich genau 5 Stunden.

  • Neu: Ab April 2024 hat United angekündigt, die Strecke zwischen Houston und Georgetown aufzunehmen.

JetBlue ist eine US-amerikanische low cost Fluglinie, welche ab dem Terminal 5 des JFK Flughafens New York Ziele im gesamten karibischen Raum bedient. Die Fluggesellschaft betreibt eine Flotte von mehr als 200 Maschinen, der Grossteil sind Airbus A320, sowie einige A321neo, A321 LR, A220 und mehr als 50 Embraer 190. 

Das Terminal 5 von JFK wird alleine von JetBlue betrieben und es funktioniert wie eine gutgeölte Maschine. Restaurants gibt es nicht sehr viele, einige Fastfood Läden, aber ausreichend kleinere Geschäfte für Snacks und Getränke, Toiletten und Sitzgelegenheiten sind ebenfalls in guter Zahl vorhanden. 

An Bord bietet JetBlue ein Getränk und eine kleine Tüte Chips, manchmal wird auch zusätzlich Essen verkauft, welches extra kostet. Ich empfehle, nicht hungrig an Bord zu gehen. Das Entertainment-Programm ist super, bietet ziemlich viele Filme und Serien, und somit vergehen die fünf Stunden Flug an die karibische Küste Südamerikas kurzweilig. JetBlue verkauft seine Tickets in drei Klassen, eine davon ist ohne Aufgabegepäck, eine ist mit Aufgabegepäck, die dritte beinhaltet early boarding. An Bord des Fliegers nach Guyana gab es eine Einklassen-Kabine mit drei-drei Bestuhlung. Der Sitzabstand ist gut.

Achtung bei der Buchung: Es gibt ein weiteres George Town (in zwei Worten geschrieben) in der Karibik, nämlich auf den Cayman Inseln, und eine Stadt in Malaysia mit gleichem Namen, ebenfalls in zwei Worten geschrieben. 

Wer den Flughafencode GEO für die Flugbuchung nutzt, ist auf der sicheren Seite. Der Flughafen GEO wird auf einigen Webseiten noch als „Timehri“ bezeichnet, das ist der alte Begriff bzw. die Ortschaft, in welcher der Airport liegt, meint aber ebenfalls GEO.

Ein Taxi von und zum ca. 40km entfernten Airport kostet offiziell 25 US Dollar, kann aber auch teurer sein. Hier ist Verhandeln gefragt!

Es gibt im guyanischen Georgetown noch einen zweiten Flughafen, nämlich den Eugene F. Correia International Airport, IATA Flughafen Code OGL. Vor Ort wird dieser Flughafen „Ogle“ genannt, nach dem gleichnamigen Ortsteil der Hauptstadt. 

Von Ogle gehen die domestic Flüge nach den Kaieteurfällen und nach Rupununi oder Lethem, sowie die tägliche Flugverbindung von Trans Guyana Airways nach Paramaribo, Suriname. 

Ein Taxi ab Georgetown Innenstadt nach Ogle kostet 1500 Guyana Dollar, vom Inlands-Flughafen zurück nach Georgetown eher 2.000 GYD, also ca. 8 Euro. Taxameter gibt es nicht, die Preise sind aber mehr oder weniger fix.

  • Täglicher Flug mit JetBlue ab JFK nach Georgetown, Guyana. Flugdauer: 5 Stunden. Ankunft gegen 22: 00 Uhr Ortszeit. Kosten: Einfache Strecke, mit Aufgabegepäck ca. 220 US Dollar. Ein-Klassen-Kabine im Airbus A321.
Guyana Reisetipps
Guyana Reisetipps: So fliegt man im Land

Aufenthalt in Georgetown, Sehenswürdigkeiten, SIM-Karte

Ich möchte gar nicht drumherum reden: In Georgetown gibt es nichts wirklich bemerkenswertes zu sehen oder zu besichtigen. Das Marktviertel Stabroek im Zentrum der Stadt ist dahingehend interessant, dass man als unabhängiger Reisender ggf. diverse logistische Besorgungen erledigen kann (Essen, Getränke, Kleinbusse, Telefonkarte, Bargeld).

Dies ist hier gut möglich. Da es mit deutschen SIM-Karten kein Roaming in Guyana gibt (in Suriname übrigens auch nicht) sollte man sich eine örtliche SIM-Karte besorgen, z.B. beim Netzbetreiber Digicel. Das ist mit Vorlage eines Ausweisdokuments auch umstandslos möglich (Telefon- und Datenkarte um die 3.000. GYD, also ca. 12 Euro). Kommunikation mit vielen touristischen Anbietern und Services geht dann meist per WhatsApp.

Einkehrmöglichkeiten wie Cafés sucht man im Gebiet um den zentralen Markt leider vergeblich. In der Nähe der großen Holzkathedrale von St. Georges gibt es allerdings das Oasis Café (Carmichael Street), etwas südlich davon auch noch das Beacon Café, wo man sehr gut und preiswert ein Mittagessen, Getränke und Snacks bekommen kann. Das Oasis ist eher hochpreisig, hat aber tollen Kaffee und Kuchen.

Supermärkte mit Snacks, Getränken gibt es ausreichend. Zudem einen täglichen Markt mit Obst- und Gemüseständen nicht nur auf dem zentralen Markt, sondern auch in der North Road.

Hotelempfehlung Georgetown: Ich kann das sehr nette und preiswerte El Dorado Inn als auch die Cara Lodge empfehlen. Beide sind in der Quamina Street nahe beieinander. Die Cara Lodge hat ein sehr gutes Restaurant, um abends angenehm zu essen. Das El Dorado Hotel hat ein wirklich gutes, lokal geprägtes Frühstück und einen netten Sitzbereich im Hof.

  • Das El Dorado kostet im Doppelzimmer mit Frühstück um die 100 Euro pro Übernachtung, die Cara Lodge ist  etwas teurer.

Laundry Service: Wer unterwegs seine Wäsche waschen muss, braucht einen Laundry Service. Davon gibt es einige in der Stadt, ich kann Pristine Laundry empfehlen. Sie sind Ecke Albert Street/Sixth Street, und berechnen nach Gewicht, das Kilo kostet 2.000 GYD. Sie können auch Express, also Waschen und Trocknen bis zum nächsten Tag, und sie geben per Telefon Bescheid, wenn die Wäsche fertig ist. In Laufweite zu Cara Lodge und El Dorado Hotel.

Als Backpacker unterwegs in Guyana

Prinzipiell ist diese Art der Reise in Guyana möglich, vor allem da man ja recht preisgünstig per Flug von den USA oder Panama dort hin gelangt. Preiswerte Hotels gibt es in der Hauptstadt, als auch entlang den Reiserouten nach Bartica, Lethem, oder in Richtung Suriname. Ebenso kann man mit Bussen und Kleinbussen in jeden Winkel des Landes, wo eine Strasse hinführt, preisgünstig reisen. Man muss halt entsprechend Zeit mitbringen! Eine Landüberfahrt nach Brasilien ist möglich, ebenso nach Suriname. Meines Wissens kommt man über Land nicht (legal) nach Venezuela. Guyana ist nicht so wirklich ein klassisches Backpacker-Land, der Tourismus ist hier eher auf wenige, aber zahlungsstärkere Besucher ausgerichtet, was das Land aber nicht weniger attraktiv macht, wie ich finde, um als Backpacker dort sehr interessante Eindrücke zu gewinnen.

Guyana Reisetipps
Guyana Reisetipps: Am Essequibo-Fluss

Intensiv: Tagesausflug zu den Kaieteur-Wasserfällen

Die für mich bedeutendste Sehenswürdigkeit und Ausflugsziel Nummer 1 von Guyana sind die Kaieteur-Wasserfälle im gleichnamigen Nationalpark. Dieser Park befindet sich ca. 280 km südwestlich von Georgetown mitten im Regenwald. Eine Anreise über Land ist möglich, und wird auch von Agenturen vor Ort angeboten. Dieser Trip dauert ca. 3 – 5 Tage. 

Mit dem Flugzeug ab dem Inlandsflughafen Ogle braucht man ca. eine Stunde um die kurze Piste in der Nähe des Wasserfalls zu erreichen. Dann bleibt man ca. zwei Stunden im Nationalpark, um die drei Aussichtspunkte auf den Wasserfall sowie den sehr interessanten weil grösstenteils endemischen Regenwald abzulaufen. Der Weg ist einfach zu gehen und nicht sehr lang, es gibt eine Art Stationsgebäude neben der Landebahn, mit Toiletten, Sitzgelegenheiten.

Der Kaieteur Wasserfall, streng genommen ist es nur einer, nicht mehrere, wird als der höchste „single drop“ Wasserfall der Welt beworben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Behauptung nicht ganz passt, was aber egal ist, denn tatsächlich besticht der Kaieteur-Wasserfall durch eine enorme Höhe von ca. 226 Metern UND einer beeindruckenden Breite von 113 Metern sowie durch die Menge an Wasser, die der Fluss Potaro über die Abbruchkante spült. 

Mindestens ebenso beeindruckend ist das Flusstal nach dem Wasserfall welches sich an vom Regenwald bewachsenen Tafelbergen durch eine vom Wasser geformte Landschaft gen Richtung des grün-dampfenden Horizonts schlängelt. Diese Landschaft sieht aus wie aus einem Fantasy-Film entsprungen, wie die Vorlage zu „The Lost World.“

Oberhalb des Wasserfalls bewegt man sich auf einer Art vulkanischem Plateau, welches mit wundersamen Pflanzen, wie den endemischen riesigen Bromelien, bewachsen ist. Für Vogelliebhaber ist der Wald im Kaieteur-Nationalpark einer der Orte Guyanas, wo der „Guyana-Felsenhahn“ (auf Englisch „cock-of-the-rock“) relativ leicht zu beobachten ist. 

Wir haben eine Gruppe von ca. fünf dieser leuchtend orangefarbenen Vögel gesehen. In der Paarungszeit können diese Ansammlungen noch grösser sein, versicherte unser Guide. Sehr scheu waren die Felsenhähne tatsächlich nicht – da ich nur ein Landschafts-Objektiv dabei hatte, gibt es leider keine Beweisfotos.

In Südamerika gibt es, Wasserfälle betreffend, einige Highlights zu besuchen. Die grössten und wirklich spektakulärsten Wasserfälle des Kontinents sind in Iguazu, an der Grenze zwischen Brasilien und Argentinien. Lies dazu mehr in diesem Reiseblog. Mit Video und Travel Hack.

Der Kaieteur Nationalpark hatte 2022 ca. 8.000 Besucher – im ganzen Jahr. Nur um einmal zu verdeutlichen, wie wenig Reisende hierher gelangen. Eine größere Lodge ist im Bau und soll 2023 die ersten Gäste aufnehmen. Ebenso wird die Flugpiste verlängert, um ggf. etwas größere Flugzeuge landen und starten zu lassen, mal sehen, was das für die Natur im Park bedeutet.

Beim Flug über den Regenwald sind mir die grossflächig zerstörten Flussläufe und Waldgebiete sehr schmerzhaft aufgefallen. Gold- und Diamantensuche sind die Ursache dafür. Traurig.

Wo kann man den Trip zu den Kaieteurfällen buchen, was kostet es?

Buchen kann man bei Evergreen Adventures. Dieses sehr professionelle Unternehmen kann ich nur empfehlen. Geflogen wird vorzugsweise am Wochenende, es stehen 12 Plätze pro Flieger zur Verfügung, und diese müssen alle gebucht sein, nur dann findet der Flug statt. Kosten: ca. 54.600 Guyana Dollars, also ca. 250 Euro pro Person. 

Evergreen Adventures hat ein Büro am Flughafen Ogle. Man kann dort per Visa-Kreditkarte bezahlen. Der Flug geht ab dem Ogle Flughafen, vom Gebäude der Trans Guyana Airways. Geflogen wird meistens mit Cessna Grand Caravan. Checkin Zeit ist meist um 12 Uhr Mittags, Abflug um 13 Uhr. Zurück ist man dann gegen 17/17:30 Uhr. 

  • Kosten Tagesausflug Kaieteur-Wasserfall: Ca. 250 Euro pro Person. Im Preis inklusive ist der Hin-und Rückflug, der Eintritt in den Nationalpark, der Guide, Getränke und ein Snack.

Siehe hier mein Video von unserem Trip zu diesem Highlight Guyanas

Guyana Reisetipps: Kaieteurfälle
An den Kaieteurfällen im Regenwald Guyanas

Welche Kleidung braucht man für den Tagesausflug nach Kaieteur?

Es ist meistens ziemlich warm in Guyana, um die 30 Grad. Die Sonne ist ziemlich unbarmherzig in diesen Breitengraden. Leichte Sommer- oder Tropenkleidung ist also sinnvoll, Sonnenbrille, und auf jeden Fall eine Kopfbedeckung. Die Wanderung im Nationalpark erfordert keine Wanderschuhe, Sneaker sind ok. Der Weg ist nicht anspruchsvoll, aber für Menschen mit Einschränkungen auch nicht ohne weiteres zu bewältigen. 

Mückenschutz braucht man eigentlich nicht.

Getränke und einen kleinen Snack gibt es auch. Die Leute aus der Gegend um die Kaieteur-Falls schnitzen sehr hübsche Tierfiguren und freuen sich, wenn man diese kauft!

Trip nach Bartica zum Essequibo, Dschungel-Lodge Guyana

Ich habe relativ viel recherchiert, um eine schöne Unterkunft oder so etwas wie eine „Dschungel-Lodge“ z.B. am Essequibo Fluss in der Gegend um Bartica zu finden. Dorthin kann man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nämlich ganz gut  anreisen, und braucht nicht fliegen. Wer z.B. die Rupununi  Savanne oder die Gegend um Iwokrama besuchen möchte, wo es tatsächlich einige sehr hübsche Lodges bzw. Resorts oder Unterkünfte im Regenwald gibt, muss dorthin fliegen. Wir waren mehr am Essequibo interessiert, nach dem Amazonas und dem Orinoko der drittgrösste Fluss Südamerikas. 

Wir nahmen also ein Taxi und fuhren ab Georgetown in den Ort Parika. Fahrtdauer um die 1,5 Stunden, die Fahrt kostet 6.000 GYD (also ca. 25 Euro). Die Strecke an sich ist nicht lang, aber der Strassenverkehr ist in und um Georgetown doch erheblich, Staus sind an der Tagesordnung, und die Strassen sind eigentlich immer voll. 

Zudem muss die sehr malerische Pontonbrücke über den mächtigen Demerara-Fluss überquert werden, welche ein Nadelöhr und potenzieller Stauverursacher ist. 

In Parika, welches am Essequibo Fluss liegt, gibt es ein Fährterminal. Hier fährt eine grosse Fähre, welche auch Autos und Lasten transportiert. Um nach Bartica zu gelangen, nimmt man am besten die Schnellboote. Diese fahren ab, wenn sie voll sind – es gibt also keinen festen Fahrplan, und wenn man Pech hat kann es dauern, bis alle Plätze belegt sind. Ca. 30 Personen haben darin Platz, der einfache Fahrpreis von Parika nach Bartica sind 3.000 GYD, zahlbar in bar! Man zahlt, kurz bevor das Boot losfährt. 

Die Fahrtdauer von Parika nach Bartica mit dem speed boat beträgt ca. eine Stunde, die Schnellboote sind überdacht, und haben keine Toilette an Bord. Sein Gepäck nimmt man mit zum Platz, eine Reisetasche oder einen Backpacker-Rucksack kostet nichts extra.

Wir hatten uns, auch wegen der netten Beratung und Kontakt, für das Hurakabra River Resort entschieden. Die neuen Besitzer dieser sehr hübschen und authentischen Unterkunft direkt am Essequibo geben sich sehr viel Mühe mit ihren Gästen, und frischen auch das Resort gerade auf. Man zahlt einen Tagestarif für ein Doppelzimmer (um die 250 US-Dollar), und hat alle Mahlzeiten, welche ganz hervorragend und frisch gekocht werden, inklusive. Die Abholung vom Pier in Bartica kostet extra. Wer das öffentliche Schnellboot meiden möchte, kann sich auch direkt in Parika abholen lassen bzw. vom Resort dorthin zurück bringen.

In der Gegend um Bartica finden sich noch einige weitere Resorts, welche aber teilweise nur für Gruppen geöffnet werden. Im Hurakabra fühlten wir uns ausgesprochen wohl, genossen die Aussicht auf den mächtigen Essequibo, beobachteten die Vögel und den Wald, und durften abends direkt am Fluss unser Abendessen genießen, das war traumhaft. Wir waren auch die einzigen Gäste und fühlten uns von Sherman und Lorena, welche sich um das Wohl ihrer Gäste wirklich rührend kümmern, sehr gut umsorgt. 

Hurakabra ist übrigens, wer mit seinem Segelboot oder Yacht in der Karibik unterwegs ist, ein schöner Ankerpunkt im Delta des Essequibo. Hurakabra hat eine lange in den Fluss reichende Stelling, welche tolerant gegenüber dem Tiedenhub des Flusses ist. 

Transfer von Georgetown nach Paramaribo, über Land 

Wer die beiden Guyanas, also Guyana und Suriname, das ehemalige Niederländisch-Guayana, besuchen möchte, und wer nicht fliegen möchte, der muss den Trip von Georgetown nach Paramaribo über Land machen.

Das ist grundsätzlich relativ einfach durchführbar und auch wesentlich preiswerter als ein Flug. Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt: Trans Guyana Airways fliegt täglich ab dem Flughafen Georgetown Ogle nach Paramaribo Zorg-en-hoop (IATA Code: ORG), der Preis für den einfachen Flug ist um die 240 US-Dollar.

Die Fahrt zwischen den beiden Hauptstädten über Land geht ab Georgetown so: Man organisiert mit Hilfe seiner Unterkunft oder lokalen Reiseagenturen einen Fahrer oder schliesst sich einem der örtlichen Transportdienste an, welche die Strecke meist täglich bedienen. Diese Unternehmen sind oft nicht per Google zu finden und haben auch keine Webseite – ruft am besten an. Ich habe zwei Busse auf dem Weg gesehen: „Duga+Terry“, sowie „Donalds Transport Service“, beide fahren täglich Georgetown-Paramaribo. (Der in einigen Reiseblogs genannte Justin hat sein Geschäft aufgegeben).

Abfahrt in Georgetown ist zwischen drei und vier Uhr nachts. Fahrtzeit zum Fährterminal bei Molson Creek sind drei bis vier Stunden. Es geht immer entlang der Küstenstrasse, durch Berbice und Corriverton, bis Molson Creek. Dort am Fährterminal auf Guyanaseite werden die folgenden Dokumente verlangt und kontrolliert: Gültiger Reisepass, vollständige Corona-Impfung bzw. gelber Impfausweis, Nachweis einer Gelbfieberimpfung, ebenfalls gelber Impfausweis. Zudem muss man ein Ausreisedokument ausfüllen.

Nach Absolvierung dieses ersten Checks, welcher ab sieben Uhr morgens ausserhalb des Terminals durchgeführt wird, kommt man in das Terminal hinein, und kauft die Tickets für die Fähre. Diese kosten für die einfache Fahrt 3.100 GYD pro Person. Danach erfolgt die Zollkontrolle, dann die Ausreise aus Guyana, wo man seinen Ausreisetempel in den Reisepass erhält und das Ausreisedokument wieder abgibt. 

Die Fähre fährt täglich über den Courantyne, frühestens ab neun Uhr morgens, wir fuhren um 10:50. Die Fähre braucht ca. 30 Minuten um den Grenzfluss zwischen Guyana und Suriname zu überqueren. Wegen des zeitaufwändigem Prozedere vor Abfahrt der Fähre sollte man gegen sieben Uhr dort sein, so die lokale Meinung.

Auf der anderen Seite des Flusses dann die gleiche Prozedur: Zuerst die Immigration nach Suriname. Man muss ebenfalls ein Einreisedokument ausfüllen und mit dem Reisepass zusammen vorlegen. EU-Bürger benötigen kein Visum, aber eine sogenannte  Touristcard zusätzlich zum Reisepass. Die Touristcard kostet 25 US-Dollar, man kann sie online kaufen aber auch vor Ort im Fährterminal auf Surinameseite (Der Link: siehe unten). Der Grenzort in Suriname heisst Southdrain bzw. Nieuw Nickerie.

Nach der Einreisekontrolle kommt der Zoll, dann ist man aus dem Fährterminal raus. Wer jetzt noch Guyana Dollar hat, kann sie in Suriname Dollar eintauschen, muss aber mit einem Abschlag von ca. 20 Prozent rechnen. Was letztlich ok ist, die Guyana Dollar bekommt man auch in Paramaribo kaum noch eingetauscht. Diverse Kleinbusse oder PKW bringen einen dann nach Paramaribo. Die Fahrtzeit von der Fähre in South Drain bis in die Hauptstadt Paramaribo beträgt um die vier Stunden. 

Die Kosten: Man kann den ganzen Trip, also Georgetown bis Paramaribo exklusive Fähre für um die 50 US-Dollar buchen. Wir haben uns einen privaten Fahrer in Georgetown organisiert, das war deutlich teurer. Die Fahrt in Suriname ab der Fähre hat ca. 20 US-Dollar pro Person gekostet, dafür bringen sie einen auch direkt zum Hotel. 

Es gibt auch Anbieter für die umgekehrte Richtung, also von Paramaribo nach Georgetown, z.B. Johnnys Taxiservice. (Telefon in Paramaribo: 8661549, Abfahrt 4 Uhr morgens täglich). Mehr Info und die Reisetipps Surinam: hier

Die benötigten Dokumente: EU Bürger benötigen weder für Guyana noch für Suriname ein Visum. Es werden die folgenden Dokumente zusätzlich verlangt (ohne Gewähr, Stand April 2023):

  • Reisepass
  • Nachweis vollständige COVID19-Impfung (gelber Impfpass)
  • Nachweis bzw. Zertifikat Gelbfieber Impfung (gelber Impfpass)
  • für die Einreise nach Suriname muss du eine TouristCard vorlegen, in Papierform. Diese kostet 25 US Dollar pro Person und ist hier online bestellbar: Offizieller Link für die Touristcard Suriname.

Mehr Info zu Guyana für Individualreisende von A bis Z

Beste Reisezeit, Klima, Regenzeit

In erster Linie herrscht in Guyana ein tropisches Klima, was bedeutet, dass die Temperaturen das ganze Jahr über konstant warm sind. Es gibt jedoch zwei verschiedene Jahreszeiten, die das Wetter im Land beeinflussen: die Regenzeit und die Trockenzeit.

Die Durchschnittstemperatur beträgt mehr als 27 Grad. Man unterscheidet zwei Klimazonen in Guyana: Die Küstenregion und das Landesinnere mit Regenwald und Savanne. An der Küste gibt es eine Regenzeit (wet season) zwischen Mitte November und Mitte Januar, und noch einmal zwischen Mitte Mai bis Juli. Dann ist es auch wesentlich schwüler als im Rest des Jahres, mit einer recht hohen Luftfeuchtigkeit

Im Landesinnern ist mit bis zu 40 Grad noch einmal deutlich heisser als an der Küste. Hier ist die Regenzeit von Mai bis September, mit Auswirkungen speziell auf die Savannen des Landes, welche dann relativ stark geflutet sein können. Die sogenannten cashew rains, also kleinere tägliche Regenschauer sind im Dezember.

Die Trockenzeit in Guyana dauert dagegen von September bis April, mit gelegentlichen kurzen Regenschauern. In dieser Zeit ist das Wetter in der Regel sonnig und trocken, was eine ideale Zeit ist, um die vielen Attraktionen des Landes zu erkunden. Bei klarem Himmel und warmen Temperaturen kannst du die Kaieteur-Wasserfälle, einen der höchsten Wasserfälle der Welt, besuchen oder eine Flusssafari entlang des Essequibo-Flusses unternehmen, um Wildtiere wie Riesenotter und schwarze Kaimane zu beobachten.

Einreise Guyana: welche Dokumente werden benötigt?

EU Bürger benötigen kein Visum für die Einreise nach Guyana. Ein gültiger Reisepass ist ausreichend. Eine Kontrolle des Corona-Impfstatus haben sie am internationalen Flughafen in Georgetown nicht durchgeführt. Wer über Land einreist, mit der Fähre ab Suriname, muss allerdings zumindest einen Nachweis einer gültigen Gelbfieber-Impfung vorlegen, also den gelben Imfpass mit dem entsprechenden Vermerk.

 

Essen und Trinken, Streetfood

Guyana bietet, wenig überraschend, sehr viel Fischgerichte: Von Garnelen über Krabben bis hin zu Fisch ist hier alles zu finden. Ein bekanntes Essen ist Pepperpot, ein traditioneller guyanischer Eintopf mit Cassareep (einer Soße aus Maniokwurzeln) und verschiedenen Fleischsorten, darunter Rind, Schwein und manchmal auch Wild. Er wird oft mit Reis oder Brot serviert.

Ein weiteres populäres Gericht sind Roti, eine Art Fladenbrot, das mit verschiedenen Currys gefüllt werden kann. Ganz gleich, ob du Huhn, Lamm oder eine vegetarische Variante bevorzugst, mit Roti schmeckt das. Insbesondere für Vegetarier ist so ein Roti ohne Fleisch also eine gute Option. Ich kenne Roti aus Ostafrika, hier nennt man es Chapati.

Süßigkeiten nach guyanischer Art sind: Salara ein mit Kokosnuss gefülltes Gebäck, und Black Cake, ein in Rum getränkter Obstkuchen.

Eines der Dinge, die mir an der Küche Guyanas am besten gefallen haben, ist die Tatsache, dass sie oft mit frischen, lokal bezogenen Zutaten zubereitet wird. In vielen Gerichten werden Früchte und Gemüse verwendet, die im Land angebaut werden, wie Kochbananen, Maniok und Süßkartoffeln. Vegetarier kommen gut zu Recht in Guyana, die indische Küche bietet da eine super Grundlage.

Metrisches System

In Guyana wird das metrische System genutzt

Reiseliteratur, Film über die Kaieteurfälle

Im Prinzip der einzige Reiseführer zu Guyana ist das englischsprachige Guidebook aus dem Bradt-Verlag. Autor ist Kirk Smock. Dieser Reiseführer ist praktisch und sinnvoll, und hat einige gute Tipps.

Klassische englische Reiseliteratur ist John Gimlettes Reisebericht durch die Guyanas: „Wild Coast: Travels on South America`s untamed Edge“.

Und natürlich, ein sehr mitreissender Dokumentarfilm ist „The White Diamond“ von Werner Herzog. Ein moderner englischer Fitzcarraldo möchte mit seinem Luftschiff an den Kaieteurfällen fliegen und und die Baumkronen zu Forschungszwecken filmen. Da hat er mit Werner Herzog ja genau den richtigen Begleiter und Eroberer des Nutzlosen gefunden. Das ist fast wie in Manaus ein Opernhaus bauen. Oder ein Schiff über einen Berg im Regenwald ziehen. Abrufbar über Prime Video über diesen Link: The White Diamond von Werner Herzog.

Sprache in Guyana

Guyana ist das einzige, offizielle englischsprachige Land in Südamerika. Als Reisender kommt man mit einem normal gesprochenen Englisch sehr gut durch, die Locals können sich mit ihrem Akzent super anpassen. Untereinander wird eher ein karibisch-englischer Dialekt (Creole) gesprochen.

Straßenverkehr

In Guyana herrscht Linksverkehr. Im Prinzip gibt es nur zwei größere Straßen. Die Küstenstraße geht von Parika am Essequibo über die Hauptstadt Georgetown bis an die östliche Grenze des Landes zu Surinam. Von Georgetown aus gibt es noch eine Trasse in Richtung Lethem. Die Route entlang der Küste ist insbesondere nachts eine Herausforderung: Menschen und Tiere sowie alle Arten von Fahrzeugen (Fahrräder, Busse, Bagger, PKW etc.) queren an dunklen und kaum einsehbaren Stellen, oft fehlen Markierungen und Beleuchtung.

In Georgetown herrscht tagsüber ein permanenter Stau, nachts sind die Bürgersteige hochgeklappt und so gut wie niemand ist auf der Straße oder zu Fuß unterwegs.

Steckdosen

Man benötigt einen US-Stecker, also den Adapterstecker nicht vergessen. Die Stromspannung ist in der Hauptstadt meistens 110 Volt, kann aber in Lodges im Regenwald auch 220 Volt betragen.

Video der Anreise nach Guyana, mit JetBlue ab New York, Flight Review in Deutsch

Kurzes Video des fünfstündigen Fluges von New York nach Georgetown mit der US-Fluggesellschaft JetBlue und deren Airbus A321. Nur soviel sei geraten: Vorher unbedingt was Essen gehen. Auf dem Flug gibts nicht viel!

Währung, Geld, Geldautomaten, Kreditkarten unterwegs

Landeswährung ist der Guyana Dollar, abgekürzt GYD. 1000 GYD sind ca. 4,34 Euro. (Stand Sommer 2024)

Geldautomaten gibt es in der Innenstadt von Georgetown einige um die Camp Street herum – Google Maps kennt weitere Standorte. Die Bargeldabhebung bei der Republic Bank mit meiner VISA Debitkarte hat jedesmal anstandslos funktioniert.

Am Ogle Flughafen gibt es auch einen Geldautomaten. Man kann den Guyana Dollar im Ausland kaum eintauschen noch verkaufen – Taxis etc. nehmen aber auch US-Dollar. Wer also international einreist und vom Flughafen in die Stadt möchte, nimmt ein Taxi und bezahlt in US-Währung, das sollte kein Problem sein.

Für die Reise nach Guyana benötigst du auf jeden Fall mindestens eine Kreditkarte, besser sind zwei, also je eine Visa und eine Mastercard. Insbesondere für die Bargeldabhebung an Geldautomaten braucht man eine Kreditkarte, die europäische EC-Karte bzw. Girocard funktioniert in Südamerika (meistens) nicht!

Video und Tripreport der Guyana Highlights

Siehe hier mein Video aus Guyana, mit Reisetipps, Impressionen, einer Bootsfahrt, und wie man am besten von Georgetown nach Paramaribo kommt:

Zeitzone

In der Winterzeit ist Guyana minus 5 Stunden zur Mitteleuropäischen Zeitzone zurück, in der Sommerzeit sind es sechs Stunden. Das Land selbst wechselt nicht auf die Sommerzeit.

Montenegro Roadtrip: Reiseinfo, Planung, Anreise

Montenegro Roadtrip: Entlang der Küste mit dem Mietwagen

Montenegro, das sind 300 km zauberhafte Küste im sanften Sonnenlicht der Adria, authentisch-charmante Fischerdörfer und feinsandige Buchten für den perfekten Strandurlaub. 

Nein, der Einstieg klingt wie aus einem Pauschalreisekatalog. Das passt nicht in diesen Reiseblog. Also vielleicht so:

Geheimnisvolles Montenegro: Entdecke dieses einst mythische Königreich auf der Schwelle zwischen Orient und Okzident. Forsche den Völkern nach, die hier ihre Spuren und beeindruckenden Bauwerke hinterließen. 

Auch nein, klingt wie eine Gruppenreise für Esoteriker und pensionierte Erdkundelehrer. 

Abenteuer in den Schluchten des Balkan: Paragliden am Strand, ziplinen in den Bergen, abends Party bis zum Morgengrauen mit deiner in-crowd. Montenegro all inclusive!

Äh, auch nein, ich möchte keine Gruppenreisen für Kegelclubs und Fußballvereine anpreisen. Stimmt so ja auch alles nicht. 

Es geht doch in diesem Reisebericht darum, was man so eine Woche an der Küste Montenegros unternehmen kann, als Reiseinfo für Leute, die individuell anreisen möchten, ein Auto dort mieten, und die eher keinen ihrer Urlaubstage am Strand verbringen werden. Und auch nicht campen oder vom Van Life erzählen möchten. Lasst mich diesen Blog mal so beginnen:

Montenegro also. Ein Roadtrip in eines der kleineren und weniger bereisten Länder Europas, bekannt für seine Küste und Badeorte, feine historische Altstädte, malerische Buchten, Berge und Strände. Ein Land, das noch recht kurz auf Europas Urlaubsplänen ist.

Wie man einen Montenegro Roadtrip bzw. eine Rundreise auf eigene Faust plant, was es kostet und wie das Fahren und Reisen dort funktioniert, und was man sich an Sehenswürdigkeiten anschauen kann lest ihr im folgenden Blogbeitrag. 

  • Hier einige nüchterne Fakten, über „Land und Leute“ hieß das früher in den Reiseführern, und ich habe es immer übersprungen.

 

Vorbereitungen für den Roadtrip: Wo liegt Montenegro noch mal? Welche Währung hat das Land?

Das Land liegt südlich von Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Im Nordosten und Osten grenzt es an Serbien und Kosovo. Südlich davon befindet sich Albanien. Montenegro hat eine Fläche von ca. 13.000 km² und etwas mehr als 612.000 Einwohner.

Es gehört zu den sogenannten Westbalkanländern, und möchte EU Mitglied werden.

Den Euro als Zahlungsmittel hat es schon mal.

Außer der Flugbuchung und der Anmietung des PKW muss man wenig bis kaum etwas vorplanen. Die geringe Entfernung der Sehenswürdigkeiten an der Küste verlangt keine ausgefeilte Streckenplanung. Als Reiseland für eine individuell geplante und organisierte Woche ist Montenegro super, die touristische Infrastruktur ist vorhanden und ist gut! Mit anderen Worten: Man kann hier relativ kurzfristig hin fahren, eine lange Vorplanung halte ich für unnötig. 

Montenegro Bucht von Petrovac
Montenegro Roadtrip: Bucht von Petrovac

Anreise Montenegro per Flugzeug

Für mich schied eine langwierige Anreise per Bahn oder Auto aus – die Strecke nach Montenegro ist tatsächlich recht weit ab Frankfurt.

Die Anreise in das Balkanland per Flieger ist jedoch recht einfach. Montenegro verfügt über zwei internationale Flughäfen. Ganzjährig kann man ab Deutschland und Österreich nach Podgorica fliegen, die Hauptstadt Montenegros, Airportcode TGD. Austrian Airlines bedient die Route zwei Mal täglich ab Wien, geflogen wird mit Airbus A320.

Ebenfalls ab Wien fliegt Wizz Air die Strecke täglich. Es gibt mit Wizz Air oder Ryanair auch direkte Verbindungen nach Podgorica ab Berlin, Düsseldorf oder Memmingen.

Im Sommer gibt es die Option, ab Frankfurt und München direkt nach Tivat an der Bucht von Kotor zu fliegen. Dieser Flughafen (Airportcode TIV) wird von Lufthansa nur im Sommerflugplan (ca. April bis Ende September) bedient. 

Sommers wie Winters  kann man nach Tivat über Belgrad anreisen. Air Serbia als auch Air Montenegro fliegen das ganze Jahr über je einmal täglich die Strecke zwischen Tivat und Serbiens Hauptstadt. Von dort gibt es zahlreiche Umsteigeoptionen in die meisten europäischen Hauptstädte, nach Zürich, Wien, Frankfurt und München sowieso.

Wir nutzten den ausgezeichneten Service von Austrian Airlines, aßen leckeren Kuchen in der Vienna Lounge des Wiener Flughafens, freuten uns über einen Almdudler im Flieger, und landeten entspannt in Podgorica am dortigen Aerodrom. Der Flughafen ist ziemlich klein, befördert das Jahr über ca. 1,7 Mio Passagiere und ist ca. 12 km außerhalb der Hauptstadt. 

Wer mit dem Taxi vom Flughafen in die Innenstadt von Europas vielleicht kleinster Hauptstadt (ca. 150.000 Einwohner)  fahren möchte, zahlt ca. 12 Euro. Das Taxi vom Flughafen Tivat in die Altstadt von Kotor kostet 10 Euro. 

Visum/Zeitzone: Zur Einreise nach Montenegro benötigen EU-Bürger kein Visum. Das Land ist in der gleichen Zeitzone wie Mitteleuropa.

(Der CO2 Ausgleich für unseren Flug über Wien nach Podgorica und zurück betrug 20 Euro pro Person, wie üblich habe ich diesen per atmosfair ausgeglichen. Das ist also eine CO2 Kompensation zusätzlich zum CO2 Emissionshandel der Fluggesellschaft).

Der Roadtrip beginnt am Flughafen Podgorica

Um den montenegrinischen Roadtrip zu starten ist der Flughafen der Hauptstadt keine schlechte Wahl, denn man kann hier diverse Mietwagenanbieter direkt im Terminal finden, deren Mietwagen unweit davon geparkt sind. Direkt in der Ankunftshalle befinden sich Hertz und Avis/Budget. 

Die Mietwagenpreise in Montenegro sind in den europäischen Sommerferien deutlich höher als in der Nebensaison (Nebensaison ist ungefähr März – bis Mai, September – Oktober), wir bekamen das Auto für 160 Euro die Woche, inklusive Versicherung.

Von Podgorica an die Küste führt eine gut ausgebaute, meistens zweispurige Straße. Die ca. 80 Kilometer bis zur Hafenstadt Bar legt man in ca. 90 Minuten zurück, ungefähr die gleiche Zeit braucht man bis Petrovac, nach Budva und Tivat etwas länger.

Was sind die Highlights des Landes entlang der Adria (meine Auswahl):

  • Bucht von Kotor mit Perast und Herceg Novi und Klosterinsel Sveti Djorde
  • Stadtmauer und barocke Altstadt von Kotor mit Maritim Museum
  • Altstadt von Budva
  • Alte Hauptstadt Cetinje
  • Eisenbahnstrecke Bar – Belgrad mit Europas höchster Eisenbahnbrücke.
  • Festung Stari Bar
  • Altstadt von Ulcinj

Route und Anzahl der Tage im Land, Zustand der Strassen

Wie lange braucht man für eine Rundreise durch Montenegro, auf eigene Faust? Wir waren genau eine Woche im Land – sieben Tage sind eine gute Zeitspanne, um entspannt die schönsten Highlights des Landes zu besuchen. 

Wir haben uns auf die Küste fokussiert, lassen uns immer Zeit und reisen sehr langsam – wer eine enge Reiseplanung bevorzugt kann in diese eine Woche sicherlich auch noch zwei Tage in den Bergen einplanen. 

Wir haben uns zwei Ausgangspunkte an der Küste ausgesucht, nämlich Petrovac für den südlichen Teil des Landes, und Kotor an der gleichnamigen Bucht für den nördlichen Teil der adriatischen Küste. 

Von Petrovac sind es nur ca. 20 Kilometer nach Süden in Richtung Bar und die alte Festung Stari Bar. Nach Ulcinj, kurz vor der albanischen Grenze, sind es ab Petrovac ca. 50 Kilometer, Fahrzeit ist ca. eine Stunde über die gut ausgebaute Küstenstraße. 

Die Entfernung von Petrovac nach Budva beträgt 20 km, nach Kotor sind es um die 40 km. Die gesamte montenegrinische Küste ist übrigens nur 295 km lang – alles gut erschlossen, um nicht zu sagen, zuweilen auch böse verbaut.

Die Straßen in Montenegro sind gut, die Beschilderung ebenso, ein Navi hilft natürlich. Ich fand die lokale Fahrweise ziemlich angenehm und das Autofahren insgesamt stressfrei und einfach. Einige der eher negativen und alarmistischen Berichte, insbesondere in englischsprachigen Reiseblogs was die örtliche Fahrweise angeht, kann ich so nicht bestätigen – die Leute da fahren schon ganz ok!

Tankstellen gibt es ebenfalls ausreichend, diese haben auch Sonntags geöffnet und akzeptieren auch Kreditkarten. 

Montenegro Roadtrip: Strand
Montenegro Roadtrip: Strand

An der Bucht von Petrovac: Ausgangsbasis für die südliche Küste

Unsere Ausgangsbasis für die ersten Tage war das nette Städtchen Petrovac (ausgesprochen Petrowats), ein Badeort mit malerischer Bucht und sandigem Stadtstrand, einer hübschen Promenade und genug Restaurants um jeden Tag der Woche woanders essen zu können. Im Spätsommer waren bereits viele Hotels geschlossen, die Ferienwohnungen verlassen, die Parkplätze leer –  dafür hatte man die Promenade und die Restaurants für sich, abends sitzt es sich angenehm am Meer, die Luft so kühl wie das lokale Bier, das Essen gut und gar nicht teuer – wir mochten Petrovac als Roadtrip-Basis. 

Es gibt mehrere Kioske dort, einen Supermarkt, Geldautomaten und ansonsten nichts besonderes zu sehen. Unser sehr nettes und angenehm geführtes Hotel (das Hotel Harmony by Aycon, sehr zu empfehlen!)  würde in wenigen Tagen ebenfalls für die Saison schließen, wir genossen sonnige Tage im Herbst bei tollem Frühstück und einem späten Start in den Tag. 

Von Petrovac aus fuhren wir in den Süden Montenegros, besuchten mit Stari Grad ein malerisches Highlight und eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes. Diese Ruinen waren eine ehemalige Festung, welche in einem der Unabhängigkeitskriege Montenegros im 19. Jahrhundert zerstört wurden. Der südliche Teil des Landes gehörte bis 1878 zum osmanischen Reich, vor der ersten Unabhängigkeit des Landes. Stari Bar liegt ca. 4km außerhalb der modernen Stadt Bar, welche übrigens touristisch nicht so viel zu bieten hat, außer der Fährverbindung über die Adria, nach Italien.

Weiter südlich die montenegrinischen Küste entlang befindet sich im bereits stark albanisch geprägten Teil des Landes die nette Stadt Ulcinj. Die Altstadt liegt versteckt hinter Festungsmauern in einem Zipfel oberhalb des Hafens, das Örtchen ist aber freundlich und eher untouristisch. Viele Cafés und ein paar Geschäfte, man kann verweilen und nichts tun, das ist vollkommen ok für mich.

Touristische Highlights der südlichen Küste Montenegros sind somit die kleine aber feine Altstadt von Ulcinj, das oben bereits erwähnte Stari Bar, die Strände südlich von Ulcinj mit einer Länge von ca. 13km, genannt Ulcinj Riviera. Diese Strände verfügen über eine ordentliche Infrastruktur, mit Restaurants, Liegenverleih, Parkplätzen. Sind auch von Ulcinj aus einfach zu erreichen. Wir haben uns am sogenannten Miami Beach umgesehen, aber das Konzept “am Strand liegen” ist nicht das unsere.

Wer noch nach Tipps für Reisekleidung in warmen Gebieten sucht, wie z.B an der Adria, schaut in diesen Blogbeitrag rein: Kleidung für die Tropen. 

Ausflüge und Outdoor-Aktivitäten

In und um Buddha und Kotor, sowie den Nationalparks Durmitor und Biogradska Gora kann man einige sehr schöne Outdoor Aktivitäten unternehmen, u.a. Canyoning oder sogar einen Fallschirm-Flug. Hier geht es zur Übersicht der Outdooraktivitäten und Ausflüge in Montenegro.

Montenegro Roadtrip: Altstadt Kotor
Montenegro Roadtrip: Altstadt Kotor

Altstadt und Bucht von Kotor als Ausgangsbasis für die nördliche Küste Montenegros

Tatsächlich ist die alte einst venezianische Stadt Kotor an der gleichnamigen Bucht die glänzendste Perle an der Küste Montenegros. Mir hat diese feine alte Stadt sehr gut gefallen, als ob jemand ein Stück vom echten Venedig abgeschnitten und zwischen Bucht und Küstengebirge an der Adriaküste wieder abgelegt hätte.

Kotor ist charmant, und wenn die Tagestouristen und die Leute von dem täglich anlandenden Kreuzfahrtschiff ab dem Nachmittag abgereist sind, entfaltet der Ort seinen ganz eigenen Reiz.

Mit anderen Worten: Ich empfehle, dort zu übernachten. Es gibt in der Altstadt vier ganz nette Hotels sowie recht viele touristische Apartments. Die Hotels sind das Cattaro, das Hotel Marija, das Hotel Vardar sowie das Puerta Hotel Kotor. Für mich das Highlight und meine Empfehlung für einen Besuch in der Altstadt, und das ist tatsächlich eine eher exzentrische Vorliebe: das tolle Maritime Museum von Montenegro. Ich habe es mit Begeisterung meiner Sammlung von Seefahrts- und Marinemuseen hinzugefügt. 

Die Altstadt von Kotor, sowie die Kulturlandschaft der gleichnamigen Bucht mit dem Städtchen Perast und den Inseln und Kirchen der Bucht ist seit 1979 UNESCO Welterbe. Interessanterweise verfügt Kotor über doppelten Welterbestatus. Denn 2017 wurde die wunderbare alte Stadt nochmals Teil des Welterbes der venezianischen Verteidigungsanlagen des 16. und 17. Jahrhunderts (siehe hier: Das UNESCO Welterbe in Montenegro).

Von Kotor kann man dann Ausflüge nach Tivat, nach Budva (hat ebenfalls als Highlight eine barocke venezianische Altstadt), nach Sveti Stefan, in das nahe gelegene barocke Perast, die Bucht von Kotor sowie nach Herceg Novi unternehmen.

(Werbung: Unterstütze diesen Reiseblog mit der Buchung deiner Unterkunft)

Ein Ausflug per Auto in das kroatische Dubrovnik ist machbar, wenn auch mit viel Fahrerei verbunden – checke unbedingt vorher, ob du mit dem Mietwagen nach Kroatien einreisen darfst. Mit der Fähre über die Bucht von Kotor kann man die Strecke ganz gut verkürzen. Außerhalb der Stadtmauer Kotors gibt es zwei große Parkplätze, um den Wagen zu parken, die Kosten für 24 Stunden waren um die 16 Euro.

Wer an der Bucht von Kotor nach Podgorica zum Flughafen zurück möchte, fährt ca. 1,5 -2 Stunden (ab Kotor), und kann noch einen Zwischenhalt in der alten montenegrinischen Hauptstadt Cetinje einlegen. Hier war einst der Sitz des Königs, heute residiert der Präsident der Republik hier. Die Altstadt mit den Botschaften von z.B. Frankreich und diversen Regierungsgebäuden ist hübsch und gepflegt und lädt zum Verweilen ein. 

Essen für Vegetarier und Veganer

Die Küche in Montenegro ist schon tendenziell eher touristisch, anders ausgedrückt: Pizza und Pasta gibt es überall. Salate ebenso. Für Vegetarier ist das also recht einfach, wer sich rein pflanzlich ernähren möchte muss dies erklären, aber das wird schon gehen!

Roadtrip Fazit und tl;dr

Seit wann sind eigentlich Reiseblogs so obsolet und belanglos geworden? Seitdem man, damit der Text überhaupt durch Google auffindbar ist, nur noch irgendwie anders wiederkäuen muss, was bereits alles in Wikipedia oder auf der Webseite der  montenegrinischen Tourismusorganisation steht.

Und immer schön die passenden Keywords erwähnen, dass es darum geht dort Urlaub zu machen, oder eine Rundreise auf eigene Faust. Oder eben einen Roadtrip. Für eine Woche! Und welche Währung es dort gibt, damit der letzte Pauschalurlauber weiss, er kann mit Euro dort zahlen. Nicht zu vergessen was die beste Reisezeit ist, als ob das nicht auf zig anderen Webseiten schon stehen würde.

Lohnt sich ein einwöchiger Roadtrip nach Montenegro? Ja, aber man sollte nicht zu viel erwarten. Die Altstadt von Kotor ist wunderbar, aber jeden Tag legt ein anderes verdammtes Kreuzfahrtschiff dort an und spuckt 2000 Leute auf einmal vor der Stadtmauer aus. Das ist nicht schön.

Der Rest der Adriatischen Küste ist so mittel – nennt mich verwöhnt, aber die Gegend ist schon sehr verbaut und auf eher preiswerten, pauschalen Strandurlaub fokussiert. Und so siehts dann halt auch dort aus. 

Das Fahren im Land ist angenehm, man muss auch diesen Roadtrip nicht lange planen oder vorbereiten, die Entfernungen an der Küste Montenegros sind gering, man kann nix falsch machen wenn man Flug und Auto hat. Übernachtungsoptionen gibt es im mittleren und preiswerten Segment ausreichend, an der Spitze ist es dann allerdings doch recht dünn. 

Im Herbst, wenn die Sommersaison vorbei ist, ist Montenegro noch sonnig und warm und ein wirklich schönes Reiseziel – das wäre auch mein Tipp: In der Nebensaison hinfahren!

Toll ist, aber das erwähnen die meisten Blogger  in ihren Montenegro-Epen leider nicht, die alte Eisenbahn von Bar nach Belgrad – mit der hätte ich fahren sollen, aber das wäre eine andere Reise geworden. 

Leben, Essen und Trinken im Land sind preislich recht niedrig, die Adriatische Küste ist wohl die teuerste Gegend des Landes diesbezüglich. In Podgorica kostet die Pizza nur die Hälfte. Aber: In Podgorica gibt es absolut nichts zu sehen. 

Mehr Info:

Der Link zur offiziellen Webseite des Tourismusverbands Montenegro für noch mehr Info zum Land und deiner Reiseplanung.

Suriname: Reisetipps für Individualreisende

Suriname: Reisetipps und Info für individuelle Reisen

Suriname ist eins der am wenigsten bereisten Länder Südamerikas, obwohl es über eine sehr gute tägliche und direkte Flugverbindung nach Amsterdam verfügt, und ein sehr einfach zu bereisendes Land darstellt, mit grossartiger Natur, guter touristischer Infrastruktur und freundlichen Einheimischen.

Im folgenden Blog möchte ich die von mir selbst erprobten Reisetipps für deinen Trip in das unbekannte Suriname beschreiben.

Kurze Faktenübersicht: Suriname ist eine präsidiale Republik.

Ca. 542.000 Einwohner verteilen sich auf eine Landesfläche von 163.000 km². Hauptstadt ist Paramaribo, gelegen an der karibischen Küste und am Ufer des Suriname-River. Nachbarländer sind Guyana im Westen, Brasilien im Süden und das zu Frankreich gehörenden Französisch-Guyana im Osten. Suriname ist seit 1975 unabhängig von der einstigen Kolonialmacht Niederlande und auch kein Teil des Königreichs der Niederlande, wie z.B. Curacao.

Anreise per Flugzeug nach Paramaribo

Die einfachste Anreiseoption per Flugzeug ab Europa geht mittels des täglichen Fluges von KLM ab Amsterdam Schiphol. Geflogen wird mit einer Boeing 777, die Flugzeit ab AMS bis Paramaribo, der Hauptstadt Surinams, beträgt ca. acht Stunden. Der dortige Johann-Adol-Pengel International Airport hat das IATA Kürzel PBM.

Der Flughafen befindet sich ca. 40km südlich der Hauptstadt, ist aber über die sehr gut ausgebauten Straßen einfach zur erreichen.

Eine Fahrt zwischen Paramaribo und dem JAP Airport dauert um die 45 Minuten und kostet um die 25 Euro in einem Taxi.

Die Anreiseoptionen ab der Karibik oder den umliegenden südamerikanischen Ländern sind wie folgt:

Ab Brasilien gibt es Flüge zwischen Belem und Paramaribo, mit der brasilianischen Fluggesellschaft GOL.

Copa Airlines fliegt zwischen Surinam und Panama City. Copa gehört zur StarAlliance, man kann diesen Flug also ggf. mit Meilen bezahlen bzw. dort Meilen sammeln. Lufthansa fliegt ab Frankfurt direkt nach Panama, diese Flugoption ist also recht sinnvoll.

Suriname Airways hat die folgenden Strecken in die Karibik bzw. zu Zielen der niederländischen Antillen: Curacao, Aruba, sowie Miami, und Georgetown in Guyana.

Fly All Ways ist eine surinamische Fluggesellschaft und fliegt die folgenden Ziele an: Barbados; Kingston, Jamaica; Havanna, Kuba; saisonal Curacao, Sint Maarten und Port-au-Prince.

Trans Guyana Airways fliegt zwischen Paramaribo und Georgetown -Ogle, dem kleineren Flughafen der Hauptstadt von Guyana.

Anreise nach Paramaribo über Land ab Guyana

Es verkehren zwischen den beiden Hauptstädten Paramaribo und Georgetown täglich Kleinbusse, welche ihre Passagiere jeweils bis zur Fähre über den Courantyne River zwischen Southdrain und Molson Creek. Diese fahrt ist die preisgünstigste Option (ca. 50 USD) , dauert aber um die 12, eher 14 Stunden. Den genauen Ablauf dieses Trips habe ich hier bei den Reisetipps Guyana detailliert beschrieben.

Wer mehr über Guyana und eine Reise dort hin erfahren möchte: Mehr Info hier im Reiseblog

Ticketpreis Amsterdam nach Paramaribo, Umsteigen in AMS

Die Preise für Flugtickets zwischen Amsterdam und Paramaribo können je nach verschiedenen Faktoren wie der Buchungszeit, der Fluggesellschaft, der Reisezeit und anderen variieren. Es ist schwierig, einen genauen Durchschnittspreis anzugeben, da sich die Preise regelmäßig ändern und es verschiedene Angebote und Tarife gibt.

Als grobe Orientierung könnten die Preise für Hin- und Rückflugtickets zwischen Amsterdam und Paramaribo zwischen 600 und 1200 Euro liegen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass dies nur eine Schätzung ist und die tatsächlichen Preise variieren können – ich würde mit 1.000 Euro kalkulieren, für ein Returnticket.

KLM bietet ab sehr vielen deutschen Flughäfen sowie ab Wien und Zürich Zubringerflüge nach AMS an. Der Flughafen Amsterdam ist, für mich und nachdem ich dort bereits mehrfach umgestiegen bin, einer der angenehmsten und bestorganisierten europäischen Flughäfen. Aufgrund der Grösse des Airports (es ist ein langer Weg vom Terminal für Flüge innerhalb der EU zum Terminal wo die Flüge nach Südamerika abgehen) empfehle ich eine Mindestumsteigezeit von 90 Minuten.

Auf nach Suriname! Per Fähre!
Mit der Fähre nach Suriname

Beste Reisezeit: Heiter bis Heiter

Die beste Reisezeit für Suriname ist normalerweise während der Trockenzeit, die von Februar bis August dauert. Während dieser Monate gibt es weniger Niederschläge, was das Reisen und Erkunden des Landes angenehmer macht. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über relativ konstant, mit durchschnittlichen Höchstwerten von etwa 30 Grad Celsius (86 Grad Fahrenheit) und Tiefstwerten um die 23 Grad Celsius (73 Grad Fahrenheit).

Es ist wichtig zu beachten, dass Suriname ein tropisches Land ist und während der Trockenzeit immer noch mit gelegentlichen Regenschauern oder kurzen Schauern gerechnet werden muss. Die Regenwälder und Flüsse des Landes sind jedoch leichter zugänglich und Wanderungen oder Bootsfahrten sind angenehmer, wenn weniger Niederschlag zu erwarten ist.

Die Regenzeit in Suriname erstreckt sich normalerweise von September bis Januar. Während dieser Zeit können starke Regenfälle auftreten, die zu Überschwemmungen und erhöhten Wasserständen in einigen Regionen führen können. Dies kann die Reisepläne beeinflussen und Aktivitäten im Freien erschweren.

Mit anderen Worten: Es ist ziemlich tropisch in Suriname – wer sich fragt, welche Kleidung und Ausrüstung da passt, der liest diesen Ratgeber und Einkaufshelfer hier im Reiseblog für Kleidung für die Tropen.

Einreise und Kauf der Touristcard/Entry Fee

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die touristische Einreise nach Suriname kein Visum, müssen aber vorab die sogenannte Touristcard kaufen.

Der Preis dafür sind 25 US Dollar pro Person. Der Link ist alleine dieser hier: Touristcard Suriname Offiziell. Wer über Amsterdam Schiphol Airport oder den Flughafen Paramaribo einreist kann die Touristcard auch dort kaufen.

Wer über Land von Guyana einreist, sollte den Weg über den Onlinekauf wählen – das hat bei mir tadellos geklappt. Bitte den Beleg ausdrucken und mitführen…

Achtung: Wer von Guyana aus einreist muss eine Impfung gegen Gelbfieber nachweisen. Dies wird überprüft bei der Einreise.

Elektrizität und Reiseadapter

In Suriname beträgt die Standardspannung für elektrische Geräte 127 Volt bei einer Frequenz von 60 Hertz. Dies entspricht der gleichen Spannung wie in den USA und Kanada. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es in einigen Teilen des Landes auch Bereiche mit einer Spannung von 220 Volt gibt, insbesondere in größeren Städten wie Paramaribo.

Die Steckdosen in Suriname sind in der Regel vom Typ C (entspricht dem Europastecker)  und F, wobei der Steckertyp C der gebräuchlichste ist. Es ist bei Reisen nach Südamerika aber grundsätzlich ratsam, einen Reiseadapter mitzuführen, um deine elektronischen Geräte an die lokalen Steckdosen anzuschließen, falls dein Stecker nicht kompatibel ist.

Ebenso empfiehlt es sich, einen Reiseadapterstecker dabei zu haben, der mehrere USB-Buchsen hat, das macht z.B. das Laden des Smartphones einfacher. Reisetipp: Hier findest du eine Auswahl an Adapterstecker für Suriname.

Suriname Reisetipps
Suriname Reisetipps

Herumkommen im Land mit dem Bus

Als Individualreisende kommt man in Suriname sehr gut mit Bussen zurecht:

Das Busnetzwerk in Suriname ist eher informell und weniger strukturiert im Vergleich zu einigen anderen Ländern. Es gibt kein einheitliches Busunternehmen, das den gesamten Nahverkehr abdeckt. Stattdessen betreiben verschiedene private Unternehmen und individuelle Busbesitzer ihre eigenen Busse und Linien.

Hier sind einige Merkmale des Busnetzwerks in Suriname:

1. Routen: Die Busse in Suriname bedienen hauptsächlich die Hauptverkehrsachsen zwischen den Städten und Gemeinden. Die gängigsten Routen sind zwischen Paramaribo (der Hauptstadt) und anderen größeren Städten wie Nieuw Nickerie, Albina, Moengo und Lelydorp. Es gibt auch Busverbindungen zu kleineren Dörfern und Gemeinden im Landesinneren.

2. Informelle Haltestellen: Die Busse in Suriname haben keine festen Bushaltestellen, sondern halten oft an informellen Haltepunkten entlang der Route. Die Passagiere können an einer beliebigen Stelle entlang der Strecke ein- und aussteigen, indem sie dem Busfahrer ein Handzeichen geben.

3. Flexibles System: Die Busse fahren oft erst los, wenn sie ausreichend Passagiere an Bord haben. Dies kann zu Wartezeiten führen, insbesondere in weniger frequentierten Routen oder zu Randzeiten. Es gibt keine festen Fahrpläne, und die Abfahrtszeiten können variieren.

4. Unterschiedliche Busarten: Es gibt verschiedene Arten von Bussen, die im Surinamischen Busnetzwerk eingesetzt werden. Neben den regulären Linienbussen gibt es auch Kleinbusse oder Minibusse, die auf einigen Strecken zum Einsatz kommen. Diese Minibusse bieten oft eine schnellere und direktere Verbindung zwischen den Städten, können jedoch aufgrund ihrer geringeren Größe und höheren Passagierdichte enger und weniger komfortabel sein.

5. Bezahlung: Die Fahrpreise werden in der Regel direkt im Bus bezahlt. Es wird empfohlen, Bargeld bereit zu halten, da nicht alle Busse elektronische Zahlungsmethoden akzeptieren. Die Preise können je nach Strecke und Entfernung variieren.

Obwohl das Busnetzwerk in Suriname nicht so strukturiert und zuverlässig wie in einigen anderen Ländern ist, bleibt es eine wichtige und erschwingliche Transportoption für viele Einheimische und Reisende. Es ist jedoch ratsam, genügend Zeit einzuplanen, da Verzögerungen auftreten können, und alternative Transportmöglichkeiten in Betracht zu ziehen, insbesondere wenn Sie abgelegenere Orte oder spezifische Zeitpläne haben.

Altstadt Paramaribo
In der Altstadt von Paramaribo, Suriname

Mobilfunk, Internet

In Suriname sollte mit den meisten Sickerten europäischer Provider (Telekom, O2, Vodafone) Roaming möglich sein. Checkt unbedingt vorab die Preise auch für Datenvolumen!

Alternativ kauft man eine Simkarte eines lokalen Providers. In Suriname gibt es mehrere Mobilfunkprovider, die Mobilfunkdienste anbieten:

1. Telesur: Telesur (Telecommunicatiebedrijf Suriname) ist der größte Mobilfunkanbieter in Suriname und gehört dem staatlichen Unternehmen Telesur. Sie bieten Mobilfunkdienste für Sprachanrufe, SMS und Datenverbindungen an.

2. Digicel: Digicel ist ein internationaler Mobilfunkanbieter, der auch in Suriname aktiv ist. Sie bieten Sprach-, SMS- und Datenpläne an und haben eine breite Abdeckung im Land.

3. Uniqa: Uniqa ist ein weiterer Mobilfunkanbieter in Suriname, der sowohl Prepaid- als auch Postpaid-Tarife anbietet. Sie bieten auch Breitband-Internetdienste an.

Reiseführer in Buchform oder als Ebook

Es gibt nur einen deutschsprachigen Reiseführer für Suriname – siehe hier.

Empfehlen kann ich den englischsprachigen Bradt Guide, der ist ganz praktisch für einen ersten Informationsstand. Und natürlich den Klassiker von Lonely Planet, Südamerika bereisen mit kleiner Reisekasse! (Affiliatelinks)

Sehenswürdigkeiten Surinames

Suriname bietet eine Vielzahl von faszinierenden Sehenswürdigkeiten, die die kulturelle Vielfalt, die natürliche Schönheit und die reiche Geschichte des Landes widerspiegeln. Hier sind einige der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Suriname:

1. Historic Inner City of Paramaribo: Die historische Innenstadt von Paramaribo, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ist für ihre gut erhaltenen niederländischen Kolonialgebäude bekannt. Besonders beeindruckend ist der zentrale Platz, der „Independence Square“, sowie die St. Peter und Paul Kathedrale, eines der grössten hölzernen Bauwerke des Kontinents. Ebenso zählt das Fort Zeelandia zu diesem historischen Ensemble.

2. Central Market Paramaribo. Ich liebe solche Märkte – hier kann man an Essen, Obst, Getränken die spannendsten Dinge erstehen. Im oberen Stockwerk gibt es Kleidung, Haushaltsgegenstände und Reiseartikel. Wer als Indiviuadualreisender oder Backpacker noch Ausrüstung braucht oder wer sich selbst verpflegt, ist hier richtig.

3. Brownsberg Nature Park: Der Brownsberg Nature Park liegt im Regenwald und bietet atemberaubende Ausblicke auf den Brokopondo-Stausee. Es gibt Wanderwege, Wasserfälle und eine reiche Tierwelt zu entdecken.

4. Galibi-Naturschutzgebiet: Dieses Naturschutzgebiet an der Mündung des Marowijne-Flusses ist bekannt für seine Schildkrötenpopulation. Hier können Sie die Möglichkeit haben, die Eiablage von Meeresschildkröten zu beobachten.

5. Commewijne Plantagen: Die Region Commewijne, östlich von Paramaribo, war einst ein Zentrum des Zuckerrohranbaus. Heute kannst du dort historische Plantagen besuchen, die einen Einblick in die Vergangenheit des Landes geben.

6. Central Suriname Nature Reserve: Dieses riesige Naturschutzgebiet ist eines der größten tropischen Regenwaldgebiete der Welt und bietet eine beeindruckende Artenvielfalt. Es ist ein Paradies für Naturfreunde und Abenteurer.

7. Jodensavanne: Die Jodensavanne ist eine historische Stätte, die Zeugnis von Surinames jüdischer Geschichte ablegt. Es gibt Überreste von Synagogen und Friedhöfen, die an die einst blühende jüdische Gemeinde erinnern. Tourenanbieter in Paramaribo bieten Tagestouren für dieses spannende Ziel an.

8. Peperpot Naturpark. Auf der östlichen Seite des Flusses, direkt bei der Hauptstadt befindet sich dieses kleine Naturschutzgebiet. Toll für eine kleine Wanderung und zum Fotografieren von Fauna und Flora. Das Peperpot Boutique Hotel (siehe Kapitel „Unterkünfte“) ist in Laufweite, und der Eintritt zum Park ist im Übernachtungspreis inkludiert!

Paramaribo Suriname
Peperpot Park: Die Regels sind die Regels!

9. Matapica Naturschutzgebiet: Nördlich von Paramaribo an der karibischen Küste gelegen, kann man hier Schildkröten und Seevögel beobachten. Ggf kann man dies im Rahmen eines Tagestrips per Boot ab Paramaribo unternehmen.

10. Bigi Pan Nature Reserve. Dieses im Westen bei Nieuw-Nickerie gelegene Naturschutzgebiet ist eine tolle Option, Wasservögel und Meerestiere zu beobachten. Es hat sogar eine Lodge (Tante Gerdas Lodge) inmitten des Reservats.

Sicherheit

Ich empfand das Land als sehr sicher und angenehm. Wir sind viel zu Fuß durch Paramaribo gelaufen, das ist ein himmelweiter Unterschied im Gegensatz zu Georgetown in Guyana – im besten Sinne. Freundliche Leute in Paramaribo. Mit den üblichen Sicherheitsvorkehrungen solltest du keine Probleme haben im Land.

Sprache

Die offizielle Sprache in Suriname ist Niederländisch. Als ehemalige niederländische Kolonie ist Niederländisch die Amtssprache des Landes und wird in Regierungsdokumenten, im Bildungssystem, in den Medien und im öffentlichen Leben verwendet. Es ist auch die wichtigste Sprache im Geschäfts- und Verwaltungsbereich.

Darüber hinaus gibt es in Suriname jedoch auch eine Vielzahl von Sprachen, die von den verschiedenen ethnischen Gruppen des Landes gesprochen werden. Suriname ist bekannt für seine kulturelle Vielfalt, und daher werden auch Sranan Tongo (Surinamisch), Hindustani (eine Variante des Hindi), Javanisch, Chinesisch, Englisch und verschiedene indigene Sprachen von der Bevölkerung gesprochen.

Sranan Tongo ist eine der am weitesten verbreiteten Kreolsprachen in Suriname und wird als Verkehrssprache von vielen Menschen im täglichen Leben genutzt. Es hat Einflüsse aus dem Englischen, Niederländischen, Portugiesischen und den afrikanischen Sprachen. Diese Sprache ist auch bekannt als Taki-Taki und ist, wer sich für Sprachen interessiert, wirklich sehr spannend! Man hört auf der Strasse eigentlich eher Taki-Taki als niederländisch, so mein Eindruck.

Die Mehrheit der Bevölkerung in Suriname ist in der Lage ist, Niederländisch zu verstehen und zu sprechen, aber je nach Bildungsstand und Ethnie kann die Sprachkompetenz variieren. Wir kamen mit Englisch sehr gut zurecht – man muss sich nur daran gewöhnen, dass man als Europäer eigentlich immer auf holländisch angesprochen wird.

Suriname-Rundreisen

Das Land ist wohl organisiert, ziemlich sicher, und verfügt über eine ausgezeichnete touristische Infrastruktur, so dass man auch als Individualreisender oder Backpacker eine selbstorganisierte Rundreise durchführen kann. Es gibt allerdings einige Anbieter auf dem deutschen Markt, welche pauschale Rund- oder Gruppenreisen anbieten – mit Flug, Unterkunft, Reiseleitung und Programm.

Unterkünfte

In der Hauptstadt gibt es einige schöne Hotels. Klare Empfehlung von mir, wer einige Tage in der Gegend um Paramaribo bleiben möchte: Das Boutique Hotel Peperpot am östlichen Ufer des Suriname Rivers ist ein Traum in einer alten Kaffeeplantage: Schöne moderne Zimmer in kleinen Häuschen, ein tolles Restaurant, Klasse-Frühstück, freundlicher Service – eines der besten und bestgeführten Hotels in denen ich in den letzten Jahren war. Taxi in die Stadt kostet 5 Euro, zum Flughafen 25 Euro.

Schau halt mal bei booking nach und unterstütze mit deiner Buchung diesen Reiseblog (Affiliatelink): Unterkünfte in Paramaribo.

Suriname-Trip: Verbinden mit anderen Ländern Südamerikas

Am leichtesten geht es, eine Suriname-Rundreise mit Guyana als auch mit Brasilien zu verbinden. Nach Guyana kann man über Land reisen (was spannend ist und um die 12 Stunden dauert), nach Belem in Brasilien kann man fliegen. Die beste Option, um Suriname mit einem Trip nach Lateinamerika zu verbinden ist der Flug mit COPA Airlines über Panama City. Von dort hat man sehr gute Flugverbindungen nach Süd- und Mittelamerika.

Wer nach Französisch-Guyana reisen möchte, kann dort als EU-Bürger uneingeschränkt einreisen, wie nach Frankreich. Ab Paramaribo nimmt man den Bus nach Albina, von dort geht die Fähre über den Grenzfluss in den Ort Saint Laurent.

UNESCO Welterbe Paramaribo Historic Inner City

Teile der Innenstadt von Paramaribo stehen auf der Welterbe-Liste der UNESCO. Mehr Info dazu findest du hier auf der offiziellen UNESCO-Webseite.

Man kann diesen historischen Teil Paramaribos sehr einfach zu Fuß erkunden, anders als in Georgetown in Guyana hat die Stadt auch Cafés und Einkehroptionen zu bieten.

Währung und Geld unterwegs

Die Währung Surinames ist der Suriname Dollar. Es gibt in Paramaribo einige Wechselstuben sowie zahlreiche Banken, Geldautomaten gibt es auch reichlich. An den Geldautomaten kann man mit Visa- oder Mastercard Bargeld beziehen. Ich würde ausreichend Bargeld in kleinen Scheinen einstecken, als wir dort waren streikten alle Kreditkartenautorisierungen. Man kann in vielen Geschäften auch mit Euro in Bar bezahlen. US-Dollar braucht man keine mitbringen.

Zeitzone

Suriname befindet sich in der Zeitzone „Suriname Time“ (SRT), die der Greenwich Mean Time (GMT) minus 3 Stunden entspricht.

Suriname befolgt keine Sommerzeit, sodass sich die Zeit dort während des gesamten Jahres nicht ändert. Im Vergleich zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) liegt Suriname also 4 Stunden hinter der europäischen Zeit.

Wenn die EU auf Sommerzeit umstellt beträgt der Zeitunterschied Minus 5 Stunden!

 

Mehr Info und weiterführende Links

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Südamerika: Übersicht Land für Land, Sehenswürdigkeiten, Anreise und vieles mehr

In diesem Video sind  Sequenzen der Fahrt mit der Fähre von Guyana nach Suriname enthalten sowie einige Impressionen von unterwegs auf den Straßen Surinames.

Neuseeland: Alle wichtige Info für Inlandsflüge

Neuseeland Inlandsflüge: Was man wissen sollte

Bei mir was es ein Erdrutsch auf der Südinsel, welcher mich dazu zwang, von Wellington nach Christchurch zu fliegen. Aber auch die Einwegmiete eines Campers oder schlicht ein internationaler Gabelflug (Anreise Auckland, Abreise ab Christchurch, megr dazu am Ende des Artikels)) können Gründe sein, in Neuseeland einen Inlandsflug buchen zu müssen.

Was es für Optionen an Linienflügen und  Fluggesellschaften gibt, was die Kosten sein könnten, welche Strecken geflogen werden und was es ggf. zu beachten gibt, liest du im folgenden Reiseblog-Artikel.

Neuseeland Inlandsflüge dc-travel
Alles über Inlandsflüge in Neuseeland

Welche Fluggesellschaften fliegen domestic in Neuseeland?

Wenn du in oder nach Neuseeland reist, wirst du feststellen, dass das Land eine überschaubare Anzahl von Fluggesellschaften bietet, die Inlandsflüge anbieten.

Airlines welche Inlandsflüge in Neuseeland anbieten sind:

  • Air New Zealand
  • Jetstar Airways und
  • Sounds Air

Air New Zealand ist die Flaggschiff-Fluggesellschaft des Landes und bietet ein breites Netzwerk von Inlandsflügen zu ca. 20 neuseeländischen Airports an, die viele der wichtigsten Städte und touristischen Ziele des Landes verbinden.

Zum Einsatz auf den Routen innerhalb Neuseelands kommen drei Flugzeugtypen.

Der grösste davon ist der Airbus A320ceo mit 171 Sitzen in einer Ein-Klassen-Bestuhlung. Die kleineren Turbopros sind die ATR72-600 mit 68 Sitzen (17 Reihen in 2-Gang-2 Konfiguration) sowie die de Havilland Q300 mit einer Kapazität von 50 Sitzen. Für Meilensammler oder auch Einlöser: Air New Zealand gehört zur Star Alliance.

Jetstar Airways bietet eine kostengünstigere Option für Reisende und bedient ebenfalls eine Reihe von Inlandsstrecken. Geflogen wird mit einer reinen Airbus A320 Flotte, folgende Airports in NZ bedient Jetstar 2024: Auckland und die Hauptstadt Wellington auf der Nordinsel, Christchurch, Dunedin, Queenstown auf der Südinsel.

  • Jetstar gehört zur Qantas-Gruppe, du kannst hier buchen

Für diejenigen, die die abgelegeneren Regionen Neuseelands erkunden möchten, ist Sounds Air eine hervorragende Wahl, da sie kleinere Flugzeuge betreiben und oft entlegene Ziele bedienen.

Sounds Air betreibt eine Flotte von insgesamt zehn Maschinen. Sechs davon sind Cessna 208 Caravam mit 12 Sitzen, vier weitere Flugzeuge sind Pilatus PC 12 mit je neun Sitzen.

Geflogen wird hauptsächlich von und nach Wellington, und zwar Strecken nach Blenheim, Picton, Westport, Taupo, aber auch ab Blenheim bis nach Christchurch. Christchurch – Wanaka ist eine weitere ziemlich spannende Sounds Air Strecke.

  • Sounds Air ist schon seit 30 Jahren aktiv, und du kannst hier buchen.

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Ab Queenstown: Panoramaflüge und Milford-Sound

Der Vollständigkeit halber führe ich noch zwei kleinere Airlines auf, welche beide von Queenstown Airport aus operieren und Panoramaflüge der neuseeländischen Alpen bzw. zum/über den Milford Sound anbieten. Es sind dies

  • Air Milford. Fliegt für 469 Neuseeland-Dollar von Queenstown zum Milford Sound. Panoramaflüge ab 625 NZ Dollars
  • Glenorchy Air. Ebenfalls sogenannte Scenic Flights zum Milford Sound, Mount Cook, Stewart Island

Die zehn wichtigsten Flughäfen in Neuseeland

Die Top 10 Flughäfen in Neuseeland nach Passagierzahlen geben einen Einblick in die geschäftigsten Luftverkehrsknotenpunkte des Landes. Unter ihnen sind Auckland Airport, Wellington Airport und Christchurch Airport die größten und verkehrsreichsten.

Gefolgt von Queenstown Airport, Hamilton Airport und Dunedin Airport, die ebenfalls wichtige Verkehrsknotenpunkte darstellen.

Kleiner, aber dennoch bedeutend, sind Flughäfen wie Palmerston North Airport, Napier Airport und New Plymouth Airport, sowie Nelson, Rotorua, Invercargill.

Die Vielfalt der Flughäfen spiegelt die unterschiedlichen Regionen und Reisemöglichkeiten wider, die Neuseeland zu bieten hat.

Die meistgeflogenen Inlandsstrecken in Neuseeland

Wenn es um die meistgeflogenen Strecken innerhalb Neuseelands geht, stehen Verbindungen zwischen Auckland und Wellington an erster Stelle. Diese Strecke ist die geschäftigste in Neuseeland und verbindet die beiden größten Städte des Landes.

  • Gefolgt von Auckland-Christchurch und Auckland-Queenstown, die ebenfalls stark frequentiert sind.

Wellington-Christchurch und Wellington-Queenstown sind weitere beliebte Routen für Reisende, die das Land erkunden möchten. Die Strecken von Auckland nach Nelson, Dunedin und Tauranga sind ebenfalls gut frequentiert und bieten eine Vielzahl von Reisemöglichkeiten für Passagiere.

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Was Kosten Inlandsflüge?

Die Kosten für Inlandsflüge in Neuseeland variieren je nach Strecke, Saison und Buchungszeitpunkt. Um dir eine Vorstellung zu geben, hier sind drei Beispiele für One-Way-Preise:

1. Auckland nach Wellington: Die Preise können je nach Buchungszeitpunkt zwischen 100 und 200 NZD liegen.
2. Christchurch nach Queenstown: Diese Strecke kann zwischen 80 und 150 NZD kosten, abhängig von der Verfügbarkeit und Saison.
3. Wellington nach Nelson: Die Preise für diese Route variieren zwischen 90 und 180 NZD, je nachdem, wann du buchst und reist.

Es ist ratsam, frühzeitig zu buchen, um die besten Preise zu erhalten, und auch flexible Reisedaten können dabei helfen, Geld zu sparen. Die besten Preise gibt es eher auf den Strecken, auf denen Air New Zealand und JetStar konkurrieren.

Neuseeland domestic
Domestic fliegen in Neuseeland

Besonderheiten beim Einchecken

Beim Einchecken für Inlandsflüge in Neuseeland gibt es im wesentlichen keine speziellen Besonderheiten zu beachten. Zunächst einmal solltest du immer rechtzeitig am Flughafen sein, um den Check-in und die Sicherheitskontrollen zu durchlaufen. Tatsächlich bin ich meistens mehr als zwei Stunden vor Boarding im Terminal, auch wenn ich nur domestic fliege.

Für Inlandsflüge ist oft ein leichterer Boarding- und Sicherheits-Prozess erforderlich, aber es ist immer gut, genügend Zeit einzuplanen, besonders in geschäftigen Zeiten. Stelle sicher, dass du alle erforderlichen Reisedokumente und Identifikationsnachweise dabei hast, um einen reibungslosen Check-in zu gewährleisten.

Außerdem solltest du darauf achten, dass dein Gepäck den Vorschriften der jeweiligen Fluggesellschaft entspricht, insbesondere in Bezug auf Größe und Gewicht von Handgepäck und aufgegebenem Gepäck.

Dies gilt insbesondere, wer mit Turboprops bzw. eher kleineren Fliegern den Inlandsflug antritt, oft sind hier die Gepäckbestimmungen – wegen der kleineren Flugzeuge – entsprechend limitiert – checke unbedingt vorab, wie gross und schwer dein Aufgabegepäck, aber auch das Handgepäck sein darf.

Insgesamt bieten die Inlandsflüge in Neuseeland eine bequeme und effiziente Möglichkeit, das Land zu erkunden und zwischen den verschiedenen Regionen zu reisen. Mit einer Vielzahl von Fluggesellschaften, Flughäfen und Strecken gibt es für jeden Reisenden eine passende Option.

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Internationale Gabelflüge von/ab Neuseeland

Wer wenig Zeit zwischen zwei Flügen hat oder morgens sehr früh seine Reise antreten möchte, meine Empfehlung ist dann immer, in einem Hotel direkt am Flughafen zu übernachten. In den internationalen Flughäfen von Auckland als auch in Christchurch gibt es Hotels in unmittelbarer Nähe bzw. Laufweite zum Terminal bzw. mit einer Anbindung per Shuttle-Bussen.

Wer mit einem internationalen Gabelflug nach Neuseeland ein- und abreisen möchte, hier bietet sich die Kombination Auckland/Christchurch an.

Nach Auckland Airport mit dem IATA Code AKL kommt man über die folgenden internationalen Strecken (kuratierte Auswahl)

  • Air New Zealand ab/nach New York JFK, Houston, Hong Kong, Honolulu, Tokyo Narita, Papetee/Tahiti, Vancouver
  • Air Canada: saisonal Vancouver
  • American Airlines: Dallas, LAX
  • Emirates: Dubai
  • Hawaiian: Honolulu
  • Jet Star: Sydney, Melbourne, Brisbane Gold Coast
  • Korean Air: Seoul Incheon
  • LATAM Chile: Santiago de Chile
  • Malaysia Airlines: Kuala Lumpur
  • Qatar Airlines: Doha
  • Singapore Airlines: Singapur
  • United: San Francisco, LAX saisonal

Die folgenden Routen und Airlines bedienen den internationalen Flughafen Christchurch Airport auf der Südinsel Neuseelands mit dem IATA Code CDC (Auswahl):

  • Emirates ab/nach Dubai
  • Singapore Airlines ab/nach Singapur Changi
  • United Airlines ab/nach San Francisco
  • JetStar nach Melbourne, Gold Coast
  • Qantas nach Sydney, Melbourne, Brisbane
  • Air New Zealand nach Sydney, Melbourne, Brisbane und Gold Coast
  • Cathay ab/nach Hong Kong
  • Fiji Airways nach Nadi, Fiji

Queenstown Airport mit dem IATA Code ZQN ist die dritte sinnvolle Option, einen internationalen Gabelflug von und nach Neuseeland zu planen.

Von der Outdoor-Hauptstadt der Südinsel bieten sich die folgenden internationalen Flugverbindungen für einen Gabelflug an, hier liegt der Schwerpunkt auf Verbindungen nach Australien:

  • Air New Zealand ab/nach Melbourne und Sydney
  • Jetstar ab/nach Melbourne, Sydney, Goldcoast
  • Qantas und Virgin Australia ab/nach Brisbane, Melbourne, Sydney

Inlandsverbindungen ab Queenstown gehen nach Auckland und Wellington auf der Nordinsel, sowie nach Te Anau, Milford Sound, Stewart Island und Christchurch auf der Südinsel.

Anzumerken bleibt, dass der Flughafen von Brisbane, Australien mit der beste Hub für Flüge in den pazifischen Raum ist, also nach z.B. Vanuatu, Fiji, Papua-Neuguinea, die Salomonen, Tonga, Cook-Inseln.

Bolivien: Top 10 Highlights und Reisetipps

Bolivien: Top 10 Highlights und praktische Empfehlungen für eine individuelle Reise

Herzlich willkommen auf dem planetenreiter-Reiseblog und somit beim Südamerika Experten!

Alle Reisetipps hier sind von mir auf meiner letzten umfangreichen Bolivienreise ausprobiert und recherchiert worden Ich ergänze diese ganz persönlichen Bolivien-Highlights mit meinen selbsterprobten Südamerika-Reiseblogger Tipps.

Das Land ist einfach zu bereisen, weil ziemlich gut organisiert, die Menschen sind freundlich zurückhaltend, und Bolivien ist momentan touristisch noch deutlich weniger frequentiert als z.B. Peru oder Kolumbien – von daher: klare Empfehlung!

Aufgrund der guten touristischen Infrastruktur muss man für eine Bolvienreise nicht monatelang im Voraus planen, das geht auch recht spontan.

Mit dem Salar de Uyuni hat Bolivien eines der wirklich spektakulären Naturphänomene und Landschaften des Planeten zu bieten, die grösste Salzpfanne der Welt ist eines der grossen Natur-Highlights Südamerikas.

  • Der Tourismus wird zu einem immer wichtigeren Faktor, 2021 besuchten ca. 1,2 Mio. Besucher Bolivien.
La Pat von der Seilbahn aus
Panorama La Paz

Zu den absoluten Highlights einer Reise nach Bolivien gehören die folgenden Top-Sehenswürdigkeiten

Lies hier im vielleicht besten Südamerika-Reiseblog was die schönsten Highlights und Sehenswürdigkeiten einer Rundreise oder eines selbst organisierten und gebuchten Trips nach Bolivien sein könnten, wie man dort jeweils hinkommt, was es bei Wärung und Reisezeit zu beachten gibt, was es für Unterkünfte und Ausflugsoptionen gibt und wie man auch domestic sinnvoll fliegen kann.

Einige Bolivien-Fakten vorab: Das Binnenland hat ca. 12 Millionen Einwohner und eine Landesfläche von 1.098.581 km². Landesspachen sind Spanisch und 35 (!) weitere indigene Sprachen. Die hauptstadt ist laut der Verfassung die wunderbare Stadt Sucre. Regierungssitz und politisches Zentrum ist aber La Paz. Die wirtschaftlich bedeutendste Stadt mit dem grössten und wichtigsten Flughafen des Landes ist Santa Cruz de la Sierra im östlichen Tiefland.

(1) Salar de Uyuni:

Die größte Salzpfanne der Welt, ein riesiges weißes Meer, das sich bis zum Horizont erstreckt. Hier kannst du einzigartige Fotos machen, auf dem Salz spazieren gehen und die atemberaubende Landschaft genießen. Die staubige Stadt Uyuni ist Ausgangspunkt für die Salzfläche. Ab La Paz kann man in einer Stunde dort hinfliegen, oder über Nacht mit dem Bus anreisen. Busse ab Potosi fahren um die sechs Stunden. Für einen Trip auf den Salar kann man Tagestouren oder mertägige Trips buchen, siehe die Angebote hier bei meinem Partner Civitatis. Der Salar de Uyuni ist mit Abstand das meisbesuchte Highlight Boliviens, hier mag eine gewisse Instagramibility die treibende Rolle gespielt haben, aber das ist nur meine persönliche These. Tatsächlich ist der Salar nicht weniger als atemberaubend, und wirklich einzigartig. Wenn es geregnet hat, bedeckt Wasser die asphaltharte salzfläche und produziert einen sensationellen Spiegeleffekt. Diese landschaft ist wirklich einmalig.

Der Salar ist genau genommen eine Salzpfanne, hat die Grösse von 10.582 km² und liegt auf einer Höhe von 3653m, auf einer Hochebene in den Anden, dem sogenannten Altiplano.

  • Südamerika-Reiseblogger-Tipp: Für mich ist der Salar de Uyuni ganz klar das Highlight Nummer 1 einer jeden Bolivien-Reise. Man kommt am besten nach Uyuni ab La Paz (Bus ca. 12 Stunden über Nacht, Flug ca. 1 Stunde) oder ab Potosi (Bus, ca 5 Stunden). Einen Ganztages-Trip in die fantastische Welt dieser Salzebene kannst du hier buchen bei Civitatis, ab. ca. 70 Euro/Person
Bolivien Highlights

(2) Titicacasee und Copacabana

Der höchstgelegene schiffbare See der Welt, der zwischen Bolivien und Peru liegt. Besuche die schwimmenden Inseln der Uros und bewundere die atemberaubende Landschaft des grössten Binnengewässers Südamerikas. Ideal zu bereisen, wenn man z.B. aus dem südlichen Peru über Cusco und Puno anreist. Boliviens Stadt am See heisst Copacabana und ist eine gute Basis für die Erkundung der Gegend sowie der Inseln im See.

  • Mein Tip: Anreise ab La Paz oder ab Cusco bzw. Puno, Peru, am besten per Bus zu erreichen.

(3) La Paz

Der höchstgelegene Regierungssitz der Welt, eine pulsierende Millionen-Metropole mit einer faszinierenden Mischung aus kolonialer und moderner Architektur. La Paz ist mit dem Wort „trubelig“ nur höchst unzureichend beschrieben. Die Stadt ist bunt und dynamisch, dabei nie unangenehm, ich habe es sehr gemocht hier durch die steilen Gassen der kolonialen Altstadt um die Kirche San Francicso herum zu flanieren. In dieser Gegend hat La Paz auch eine gute Infrastruktur für Traveller mit Hotels, Hostels, Geldautomaten, Reiseagenturen, Kneipen und Restaurants sowie Souvenirläden. Der notorisch bekannte Hexenmarkt ist ebenso hier zu finden. Die Lage der Stadt auf ca. 3600m Höhe ist ebensop herausfordernd. Die Satellitenstadt El Alto sowie der Flughafen liegen noch einmal höher als La Paz, auf ca. 4060m.

  • Unbedingt empfehlenswert und mein Tip: Einmal die Stadt per Seilbahn umrunden – das garantiert eine sehr angenehme Art des Reisens und atemberaubende Blicke über die Stadt. Frag an der Seilbahnstation nach, wie das geht. Man kauft eine Plastikkarte, auf welche die Summe an Fahrten gebucht wird, das geht auch für mehrere Personen. Die Linien um die Stadt herum als auch die Umsteigestationen sieht man auf dem Linienplan, per App oder als Flyer erhältlich.
  • Notiz an mich selbst und Tipp für Fussballromantiker: La Paz hat mit drei grossen Fussballklubs, nämlich Bolivar, Always Ready und The Strongest einiges zu bieten für den interessierten Groundhopper. Das Stadion von Always Ready ist in El Alto, in dünnerer Luft wird man weltweit kein Ligaspiel sehen können!
Bolivien Highlights

(4) Sucre

Die „weiße Stadt“ Boliviens, und eigentlich die Hauptstadt des Landes, bekannt für ihre wunderschöne koloniale Architektur und ihre entspannte Atmosphäre. Tatsächlich ist Sucre ganz wunderbar, wirklich freundlich und schön, wie aus einem Buch von Gabriel Garcia Marquez (ja, ich weiss, der ist aus Kolumbien eigentlich) entsprungen. Die Altstadt von Sucre, Keimzelle der bolivianischen Unabhängigkeit, ist Teil des UNESCO Welterbes. Die bolivianische Unabhängigkeitserklärung kann im Casa de la Libertad im Zentrum Sucres bestaunt werden. Sucre ist ideal, um in angenehmen Klima einfach mal die Füsse hochzulegen, zu chillen und Kaffee zu trinken. Für mich eine der angenehmsten Städte Südamerikas, so schön wie Cusco, aber viel viel ruhiger.

Anreise Sucre: Ab Potosi mit dem Bus (ca. 5 Stunden), oder per Inlandsflug ab La Paz oder Santa Cruz

  • Meine Empfehlung: Sucre ist der ideale Ort um auch von der Rucksackreise mal zu entspannen. Die Infrastruktur ist sehr gut, viele Geschäfte und ein schöner Markt sind vorhanden. Mit dem lokalen Minibus zu den Dinospuren etwas ausserhalb der Stadt zu fahren ist ein schöner Ausflug. Übersicht der Ausflugsoptionen in Sucre hier.

(5) Potosi

Auf fast 4.000m Höhe gelegen ist Potosi wirklich sehr speziell und charmant, und verfügt mit seiner kolonialen Altstadt über echte Schauwerte. Hier haben die spanischen Kolonialherren mehr als 300 Jahre Silber und andere wertvolle Bodenschätzen aus dem Cerro Rico gegraben, und Potosi zu einer der reichsten und wildesten Orte des Planeten im 16. und 17. Jahhundert gemacht.

Potosi, Bolivien Highlights
Potosi, Altstadt mit Cerro Rico

Nach Potosi kann man von Uyuni oder Sucre sehr gut mit dem Bus fahren, Inlandsflüge dorthin werden nicht angeboten. Die Altstadt von Potosi sowie die Silberminen des Cerro Rico sind UNESCO Welterbe.

  • Mein Tip: Anreise per Bus ab Sucre oder Uyuni, die Busse fahren tagsüber. Insbesondere die Strecke zwischen Uyuni und Potosi ist ziemlich spekatkulär. In der kolonialen Altstadt von Potosi gibt es viele schöne Hotels und Restaurants. Die zentrale Busstation ist am Stadtrand, aber per Minibus einfach und preiswert zu erreichen.

(6) Nationalpark Madidi

Ein artenreiches Naturschutzgebiet mit Regenwald, Wasserfällen und Bergen. Wandere durch den Dschungel, beobachte die vielfältige Tierwelt und erleben die atemberaubende Natur. Ausgangspunkt in den Madidi bzw. das Amazonas Tiefland bzw. die Pampas ist die Stadt Rurrenabaque, welche per Bus oder Inlandsflug erreicht werden kann. Touren in den Regenwald dann mit Anbietern vor Ort.

(7) Ruta del Ché

Ab Santa Cruz de la Sierra wählen viele Traveller und Backpacker auf den Pfaden des Che Guevara zu pilgern und die Orte zu besuchen, die der Freiheitskämpfer in den Jahren 1966 und 1967 in Bolivien aufsuchte, und wo er ermordet wurde. Die Person des Ché wird in Südamerika eher zwiespältig betrachtet, scheint mir, aber eine Auseinandersetzung mit der historischen Figur ist wirklich lehrreich und spannend.

  • Südamerika Reiseblogger Empfehlung: Einstieg und Ausgangspunkt ist Santa Cruz de la Sierra, wo die Route von den lokalen Reiseagenturen angeboten wird.

(8) Inka-Anlage El Fuerte de Samaipata

120 km südwestlich von Santa Cruz de la Sierra liegt die hochspannende Ruine von Samaipata, welche von den Inka nicht erbaut, aber übernommen wurde. Der Zweck dieses in den Andenausläufern auf ca. 1950m Höhe gelegenen Monuments ist der heutigen Forschung nach wie vor unklar. Die Ruinenstätte ist aufgrund ihrer Einmaligkeit sicherlich eines der Highlights einer Reise in den Osten Landes, und ist zudem eingeschrieben in die Liste des Welterbes der UNESCO.

(9) Tiwanaku

Zwischen La Paz und dem Titicacasee liegt diese präkolumbianische Ruinenstadt, welche auch ein veritables UNESCO Welterbe ist. Dieses einstige Zentrum einer untergegangenen Kultur bietet spektakuläre städtebauliche und architektonische Relikte einer rätselhaften Zivilisation. Als die Inka in diese Gegend kamen, war Tiwanaku bereits verlassen. Ab La Paz werden Tagestouren zur Ruinenstadt angeboten.

(10) San Vicente bei Tupeiza: Auf den Spuren von Butch und Sundance

Ganz im Süden des Landes, in einer Landschaft wie aus einem Italowestern liegt das Städtchen Tupeiza, welches man übrigens per Eisenbahn ab Potosi erreichen kann. In der Nähe (also gut, ca. 100km entfernt), auf ca. 4.000m Höhe liegt die Minenstadt San Vicente, in welcher die beiden letzten Banditen des Wilden Westens, Butch Cassidy und Sundance Kid, erschossen wurden. Das ist was für echte Geschichts-Nerds! Tupeiza und seine Westernkulissen-Landschaft bietet Reit- und Wanderausflüge in die malerische Gegend an.

Weitere Optionen für deine Bolivienreise

Neben diesen Highlights bietet Bolivien noch viele weitere Attraktionen und Sehenswürdigkeiten:

Wanderungen in den Anden: Die Cordillera Real bietet atemberaubende Wanderwege mit atemberaubenden Aussichten.

Mountainbiken: Erkunde die Landschaft Boliviens auf zwei Rädern und erlebe  die Natur hautnah. Insbesondere die Abfahrt auf der Yungas-Road ist schon recht speziell.

Rafting: Wildwasserrafting auf den Flüssen Boliviens ist ein Abenteuer für Adrenalinjunkies.

Besuch der Yungas-Todesstraße: Diese berüchtigte Straße bietet Nervenkitzel und atemberaubende Aussichten.

Anreise nach Bolivien per Flugzeug aus Europa

Aus Deutschland, Österreich, der Schweiz gibt es keinen Direktflug nach Bolivien. Momentan ist die einzige direkte Verbindung von Europa in das Andeland die Strecke zwischen Madrid und Boliviens wichtigstem Flughafen Santa Cruz de la Sierre Viru Viru International. Diese Route wird von zwei Airlines bedient, der spanischen Air Europa mit Boeing 787, sowie der Boliviana de Aviacion BoA.

Von Santa Cruz hat man dann die Option per Bus oder Inlandsflug an weitere Zielorte im Land zu gelangen. (Mehr über Inlandsflüge in Bolivien, Tipps, Routen, Airlines liest du hier.)

Weitere Umsteigeoptionen nach Bolivien sind die folgenden Städte bzw. Flughäfen, welche ab Europa angeflogen werden. Wer in die hochgelegenen Gegenden der Anden reisen möchte und über eine Akklimatisierung an die Höhe nachdenkt, der sollte über Bogota anreisen. Die Hauptstadt Kolumbiens liegt auf ca. 2800m Höhe, das ist schon ganz sinnvoll. um sich an die Höhe zu gewöhnen.

  • Über Bogota, Kolumbien
  • Über Lima, Peru
  • Über Sao Paulo, Brasilien

EU Bürger benötigen kein Visum für die Einreise nach Bolvien vorab. Bei der Einreise wird neben dem gültigen Reisepass das per Mobiltelefon auszufüllenden Zollformular des bolivianischen Zolls geprüft.

Sucre muss man lieben!
Sucre, mit Dino, vor Zementwerk

Anreise nach Bolivien aus den südamerikanischen Nachbarländern

Im Prinzip sind die innersüdamerikanischen Flugverbindungen nach Bolvien vorhanden, wenn auch relativ dünn. Der wichtigste Flughafen des Landes ist nicht La Paz, sondern. Santa Cruz de la Sierra, im östlichen Tiefland gelegen.

Der Flughafen hat den schönen Namen Viru Viru International und den IATA Code VVI, und wird im Prinzip von allen Hauptstädten bzw. großen Airports Lateinamerikas aus angeflogen, genannt seien hier Bogota mit avianca, Lima, Santiago de Chile und Sao Paulo mit Latam.

Von Argentinien aus kann man auch ganz gut per Bus anreisen, ebenso ab Puno bzw. Cusco in Peru.

Inlandsflüge Bolivien

Zwei Fluggesellschaften (BoA, ecojet) fliegen innerbolivianische Destinationen an, lies hier meinen ausführlichen Blogbeitrag zum Thema.

Transport in Bolivien: Bus, Taxi, Uber, Zug, private Transfers

Ich fand es immer recht problemlos, in Bolivien herum zu kommen. Zwischen den größeren Städten des Landes gibt es immer Busverbindungen, man kann aber auch problemlos fliegen.

Taxis: fahren in den grossen Städten natürlich, bedienen auch die Flughäfen und fahren ab den Hotels in den Innenstädten auch zu den Flughäfen. Die Preise dafür sind meistens festgelegt, Barzahlung wird bevorzugt! Am besten immer vorab den Fahrer fragen was es kostet, einen Taxameter habe ich nirgends in Bolvien gesehen, die Preise sind auch in den Städten festgelegt. Preisbeispiel La Paz: Aus der Innenstadt zum Flughafen El Alto hat es 80 Bolvianos gekostet, also ca. 10 Euro.

In Bolivien gibt es Uber, welche auch die Flughäfen anfahren und auch Leute von dort abholen.

Busse und Nachtbusse sind reichhaltig vorhanden und die preiswerteste Option, zwischen den touristisch interessanten Orten zu fahren. Zwischen La Paz und Uyuni z.B. fahren die Busse ausschliesslich über Nacht, ebenso zwischen Sucre und Santa Cruz. In den Busterminals kann man die Fahrkarten jeweils bei den Büros der Anbieter kaufen, auch am Vortag ist das (meistens) möglich. Welches Unternehmen welche Strecke bedient, was es kostet, ob es Liegebetten oder Service gibt wird auf Schildern bzw. in den Büros der Busgesellschaften in den Busterminals angezeigt.

  • Eine gute Online-Ressource für Busse, Routen, Abfahrtzeiten sowie die Preise ist 12Go, dort kann man zumindest die Bustickets auch online kaufen.

Powered by 12Go system

 

Zugfahren in Bolivien: Zwischen Oruro und Uyuni sowie Tupiza und der argentinischen Grenze verkehren auch Züge, und zwar zwei unterschiedliche Gesellschaften. So gerne ich mit dem Zug fahre, auf meiner Bolivienreise bot sich das nicht an, deswegen ist es hier auch nur kurz erwähnt. Fahrkarten und Auskunft, wann die Züge fahren erhält man am besten in den Bahnhöfen direkt.

Private Transfers sind möglich, aber teuer. Zwischen vielen touristischen Zielen sind private Transfers, per Auto oder Kleinbus, möglich und auch vor Ort oder vorab organisierbar. Je nach Länge der Strecke ist das manchmal preislich oder organisatorisch attraktiv. Zum Beispiel bieten einige Agenturen in La Paz den Trip nach Uyuni im Kleinbus an, mit Heizung, Toilette, Snacks.

Aktivitäten, Ausflüge, Tagestrips Salar de Uyuni

In Bolivien kann man wirklich sehr sehr viel unternehmen und entdecken. Ich selbst habe z.B. den Tagestrip auf dem Salar de Uyuni gebucht, und das war einer der besten Trips ever. Kann  man auch noch einen Tag vorab buchen, und man wird in Uyuni im Hotel abgeholt. Siehe hier bei meinem Partner Civitatis (Affiliatelinks):

 

Akklimatisierung an die Höhe der Anden bzw. des Altiplano

Ich kann hier keine medizinischen Empfehlungen geben. Wer allerdings beabsichtigt, in die Berge Boliviens bzw. die Altiplano-Hochebene zu reisen, um dort Uyuni, den Salar de Uyuni, La Paz, El Alto, Potosi oder auch Sucre zu besuchen, der sollte sich vorab informieren, wie man sich am besten an die herausfordernde Höhenlage von 3500m bis 4100m Höhe anpassen kann.

Ich reise über nicht ganz so hoch gelegene Orte an, verbringe dort ein paar Tage, bewege mich viel, und begebe mich dann in die höheren Lagen. Die Anreise z.B über Bogota, Kolumbien (auf 2800m Höhe) oder Cusco, Peru (auf 3400m) machen Sinn, was eine gezielte Akklimatsierung angeht. Auch Arequipa in Peru ist gut dafür geeignet. Ob Coca-Tee wirklich gegen die Auswirkungen der Höhenkrankheit hilft, kann ich nicht mit Gewissheit sagen. Aber es ist ein interessantes lokales Getränk!

Währung und Geld unterwegs

Die Währung Bolivien ist der Boliviano, abgekürzt manchmal Bs, manchmal BOB.

2024 sind 100 Bolivianos ca. 13 Euro. (Sommer 2024)

Bolivianos kann man kaum ausserhalb des Landes kaufen oder wechseln, aber die internationalen Flughäfen La Paz und Santa Cruz haben ausreichend Geldautomaten direkt an der Ankunft stehen.

In La Paz kann man Bargeld, Euro und US-Dollars, auf der Strasse und in Wechselstuben tauschen, das geht manchmal ohne Beleg und ohne Kommission, dafür zu besseren Umtauschkursen als die offfiziellen Kurse. Ich weiss nicht, wie legal oder riskant das ist, hat aber in meinem Fall immer bestens funktioniert.

Ansonsten gibt es in allen grösseren Orten des Landes ausreichend Banken und Geldautomaten. Um Bargeld an den Geldautomaten ziehen zu können, benötigt man eine Kreditkarte, entweder Visa oder Mastercard. Visa hat gefühlt besser funltioniert, ich empfehle, tatsächlich zwei Kreditkarten mit sich zu führen. Die Girokarte bzw. EC-Karte funktioniert in Bolvien nicht.

In Hotels und Restuarants sowie in vielen Agenturen und Geschäften kann man mit Kreditkarte bezahlen. Am besten vorab immer fragen, manchmal fallen die Terminals aus, und dann braucht man doch wieder Bargeld.

Ich habe immer ca. 200 – 300 Euro oder US-Dollar in Bargeld dabei, falls man im Hotel oder Restaurant doch nicht mit Karte bezahlen kann.

Kosten einer Bolivienreise

Das Land und das Reisen im Land sind definitiv preiswerter als Peru oder Kolumbien. Ich fand die Preise für Unterkünfte, Transport, Verpflegung wirklich sehr moderat. Was die Kosten einer Reise angehört, ist Bolivien wahrscheinlich das preiswerteste Land in Südamerika.

Essen und Trinken, Bolivien für Vegetarier

Nun ja, nach Südamerika fährt man eher nicht wegen der lukullischen Versprechungen. Essen und Trinken in Bolivien ist eher einfach, es gibt viel der kontinenttypischen Eierspeisen. In La Paz z.B. aber auch indische und italienische Küche, in vielen Backpacker-Restaurants gibt es auch vegetarische Optionen.

Ich fand die Qualität des Essens in vielen einheimischen Restaurants und Cafés wirklich gut, fast immer gibt es vegetarische Mahlzeiten, auch das Bier des Landes ist anständig. Die Preise sind eher niedrig, zu zweit kann man schon mal für 20 Euro insgesamt im Restaurant essen, streetfood oder im Markt ist noch preiswerter.

Zudem, anders als z.B. in Spanien, muss man nicht bis abends warten bis die Lokale öffnen. Auch beim Thema Kuchen und süße Leckereien spielt Bolivien definitv in einer Topliga.

Reisetipps Südamerika
Südamerika? Welches Land?

Mobil online, eSim

Die mobile Netzabdeckung in Bolivien ist sehr gut. Der grösste lokale Telefonanbieter heisst ENTEL, weitere nationale Provider sind Tigo und Viva sowie Nuevatel.

Ich habe auf meinem Trip nach Bolivien erstmalig eine digitale eSim vom Anbieter airalo ausprobiert, das hat wunderbar geklappt, und man kann seinen Datenverbrauch dadurch kontrollieren und sehr sinnvoll managen.

airalo und eine digitale Sim kann ich nur empfehlen – man muss keine weitere Hardware mehr mit sich führen und auch keine phyische Simkarte in sein Handy einsetzen, dazu gibt es volle Kostenkontrolle über sein Datenvolumen.

Ansonsten haben ENTEL oder Tigo in den meisten Flughäfen einen Laden, wo man auch lokale physische Simkarten kaufen kann.

Unterkünfte im Andenhochland

Preislich sind auch die etwas besseren Hotels Boliviens viel günstiger als in den touristischen Zentren Perus oder Kolumbiens. In La Pat bekommt man für 50-100 Euro schon sehr gute Hotels, in Hostals und Pensionen mit weniger als vier Sternen wohnt es sich teilweise noch preisgünstiger. Ich hatte kein Problem, während meiner Bolivienreise auch kurzfristig und nur wenige Tage vorab gute Hotels buchen zu können. Ich buche seit Jahren schon per booking.com (Werbung)

Beste Reisezeit für die Anden und das bolivianische Hochland (Altiplano)

Die beste Reisezeit für die Andenregion in Bolivien hängt von deinen Aktivitäten und Interessen ab:

Trockenzeit (Mai bis Oktober):

  • Beste Zeit zum Wandern und Trekking: Das Wetter ist klar und sonnig mit milden Temperaturen, ideal für Outdoor-Aktivitäten.
  • Gute Zeit für die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten: Die meisten Attraktionen und Nationalparks sind in dieser Zeit geöffnet und gut zugänglich.

Regenzeit (November bis April):

  • Grünere Landschaften: Die Landschaft ist üppig und grün, dank der erhöhten Niederschläge.
  • Weniger Staub: Die Luftqualität ist besser, da der Regen den Staub aus der Luft wäscht.
  • Günstigere Preise: Unterkünfte und Flüge sind in der Regenzeit oft günstiger.
  • Festivals und Veranstaltungen: In der Regenzeit finden in Bolivien viele Festivals und Veranstaltungen statt.

Zu beachten ist:

  • Höhenlage: Die Andenregion liegt in großer Höhe, daher kann es auch in der Trockenzeit kalt werden. Packe warme Kleidung ein, egal wann du reist.
  • Unvorhersehbares Wetter: Das Wetter in den Anden kann schnell umschlagen. Sei auf Regen, Schnee und sogar Hagel vorbereitet, auch in der Trockenzeit.
  • Straßensperrungen: Während der Regenzeit können einige Straßen aufgrund von Überschwemmungen oder Erdrutschen gesperrt sein. Informiere dich vor deiner Reise über den Straßenzustand.

Insgesamt ist die Trockenzeit (Mai bis Oktober) die populärere Reisezeit für die meisten Besucher der Andenregion in Bolivien. Wenn du jedoch ein knappes Budget hast, Abenteuer magst oder grüne Landschaften bevorzugst, ist die Regenzeit (November bis April) auch eine gute Option.

Boliviens UNESCO Welterbe

Ich schaue immer gerne auf die Liste der UNESCO, denn dort finden sich oft sehr spannende Ziele, welche auf den üblichen Top-Ten Listen der tollsten Sehenswürdigkeiten eines Landes nicht vorkommen. Bolivien verfügt über sieben Einschreibungen auf der Liste des Welterbes, hier der Überblick

Tiwanaku: Ruinenstadt Tiwanaku, siehe oben. Liegt zwischen La Paz und dem Titicacasee auf der Hochebene des Altiplano.

Altstädte und kololoniale Architektur von Potosi und Sucre

Amazonas Regenwald und Naturerbestätten: Noel-Kempff-Nationalpark

Prekolumbianische Kultur und Ausgrabungsstätte von Samaipata (Region Santa Cruz)

Verlassene Missionen der Jesuiten von Chiquitos (Region Santa Cruz). Sechs Missionen im östlichen Tiefland, alle erbaut im 16. Jahrhundert, sind auf der Welterbeliste zu finden.

Chapaq Nan, das Wegesystem der Inka in den Anden erstreckt sich auch bis nach Bolivien, in der Region La Paz finden sich einige Stätten.

Noch mehr Südamerika-Expertise und praktische Tipps für deine Reise

Wer über den Flughafen Madrid nach Südamerika reisen möchte, der schaut hier rein. Inklusive Video.

Und wer sich überlegt: „Welches Land in Südamerika passt zu mir?“ der schaut hier auf die Übersicht Reiseländer Südamerika, mit wirklich praktischen Tipps.

Video: Anreise Salar de Uyuni per Flugzeug

Wer schon mal einen Blick auf den Salar de Uyuni werfen möchte, der schaut dieses Video vom wirklich beeindruckenden Überflug über die Salzpfanne.

Kolumbien Reiseblog: Reisetipps individuelle Trips (Sicherheit, Finanzen, Anreise)

Kolumbien Reiseblog: Reisetipps für individuelle Trips, Backpacker, Traveller vom Südamerika Experten

Kolumbien ist ein ideales Land für eine Reise nach Südamerika: Es ist umstandslos zu erreichen, relativ sicher, verfügt über eine sehr gute Infrastruktur für individuelle Reisende und Backpacker, und hat als Land wirklich viel zu bieten: Freundliche Menschen, Kultur und Geschichte, wunderschöne alte Städte und Dörfer, eine einzigartige, vielfältige Natur zwischen Regenwald und Amazonas-Ufer, den Bergen, sowie den Küsten von Karibik und Pazifik. Und mit der Zona Cafetera eine der schönsten Landschaften Südamerikas, wo man an einem Tag Kondore und Kolibris sehen und den besten Kaffee der Welt genießen kann.

Als Südamerika Reiseblogger und Reisen in alle Länder des Subkontinents fasse ich zusammen: Kolumbien ist ein einfach und sicher zu bereisendes Reiseziel, ideal für Südamerika-Einsteiger, und absolut lohnenswert für Traveller und Backpacker, auch mit eher schmalem Budget.

Um sicher zu Reisen sollte man einiges beachten, lies also im folgenden Blogbeitrag meine Kolumbien Reisetipps für eine sichere und inspirierende Reise.

  • Lies im folgenden Blogpost meine selbsterlebten  Kolumbien-Reisetipps -alles authentisch, selbst ausprobiert und ohne doppelten Boden.

Anreise – wie fliegt man am besten nach Kolumbien. Was kostet ein Flugticket nach Bogota?

Von Deutschland ist Kolumbien am einfachsten per direktem Nonstopflug ab Frankfurt Rhein-Main  zu erreichen. Ab Frankfurt fliegt Lufthansa täglich nach Bogota – momentan mit Airbus A340.

Umsteigeverbindungen nach Kolumbien gibt es ab Deutschland, der Schweiz und Österreich zudem mit KLM über Amsterdam, Iberia, Air Europa, Avianca, LATAM über Madrid, mit Air France über Paris.

Mit den großen US-Fluggesellschaften kommst du ebenfalls nach Bogota, Umsteigen dann allerdings in den USA, wahlweise in Miami (mit American), Atlanta (mit Delta) oder in Houston (mit United). Mit der empfehlenswerten JetBlue geht es ab Fort Lauderdale, Florida nach BOG El Dorado.

Mit anderen Worten: Es gibt sehr viele Flugoptionen, die Auswahl ist dann eine Geschmacksfrage bzw. Budgetfrage. Generell nutze ich Nonstopverbindungen (ab Frankfurt sind es ca. 11 Stunden Flugzeit) lieber.

Allerdings sind Iberia und KLM mit Umsteigen in Madrid oder in Amsterdam auch sehr gut, beide Flughäfen sind Klasse zum Umsteigen/Layover und kann ich nur uneingeschränkt empfehlen. Iberia ist preislich meistens sehr gut, und kommt recht früh in Bogota an.

Kosten für ein Flugticket nach Bogota: Im Angebot manchmal ab 600 Euro in der Economy. Die Nonstopflüge sind teurer, Preis liegt um die 800/900 Euro. Lufthansa, KLM als auch Iberia bieten auf ihren jeweiligen Flügen auch eine Premium-Economy-Klasse an.

Reiseblog Kolumbien
Kolumbien Reisetipps

Braucht man als EU-Bürger ein Visum für Kolumbien?

Nein, braucht man nicht. Bei der Einreise erhält man ein Visa-on Arrival. Das Formular Colombia Check Mig ist offiziell auch Pflicht, und man sollte es vorab ausfüllen und auf dem Handy dabei haben, aber ich bin bei der Einreise noch noch nie danach gefragt worden.

Reisen im Land: Flugzeug oder Bus?

Kolumbien ist mit mehr als 1,1 Millionen km² und 48 Millionen Einwohnern tatsächlich ein sehr großes Land, und die Entfernungen zwischen den wichtigsten Städten sind nicht zu unterschätzen. Die Frage also, wenn du individuell das Land bereisen möchtest: Wie kommt man am besten in Kolumbien herum, welche Transportmöglichkeiten gibt es?

Beispiel: Von Medellin nach Cartagena de Indias sind es mehr als 600 km auf ewig verstopften viel zu engen Straßen, und ein Bus bzw. mit einem Mietwagen braucht man ca. 12 Stunden für diese Strecke. Das Flugzeug benötigt eine Stunde, ist preiswert und angenehm. Für mich ist das also eine einfache Entscheidung. Das Fliegen in Kolumbien auf Inlandsstrecken ist sehr gut organisiert, meistens gibt es mehrere Fluggesellschaften und somit gesunde Preise. Die Flughäfen der großen Städte wie Bogota, Medellin, Cali, und Bucaramanga werden mehrfach täglich bedient und direkt angeflogen. In Kolumbien fliegen die folgenden Fluggesellschaften auf den meisten Inlandsstrecken:

  • Latam Airlines
  • Avianca
  • SATENA
  • Wingo
  • clic Air
  • JetSmart

Eine ausführliche Übersicht über fast alle Inlandsstrecken Kolumbiens ist hier im Südamerika-Reiseblog zu finden, ebenso die besten Reisetipps für das Fliegen innerhalb Kolumbiens. Ist es preiswerter den Inlandsflug in Kolumbien zu buchen oder von Europa aus? Ja, wahrscheinlich ist es preiswerter diesen in Kolumbien zu buchen, aber bei Preisen für Flügen zwischen z.B. Bogota und Medellin welche ab 30 Euro für die einfache Reise beginnen ist das Sparpotenzial nicht wirklich relevant.

Den CO2 Ausstoß meiner Flüge, auch der Domestic Verbindungen, gleiche ich bei atmosfair aus. Kostenbeispiel: Für die ca. 407 Kg CO2 pro Person auf der Flugstrecke zwischen Bogota und Cartagena de Indias kann man mit zehn Euro entsprechende Ausgleichsprojekte bei atmosfair unterstützen.

Ansonsten gibt es in Kolumbien aus sehr breitflächiges Netzt an Busverbindungen. Das Reisen im Bus ist ok, es gibt zudem Nachtbusse, so dass man morgens am neuen Ziel ankommen kann. Busfahren ist preiswert, aber es dauert. Für wen Zeit keine sehr wichtige Dimension seiner Kolumbien Reise ist, der nimmt den Bus. Bustickets kauft man bei den Busgesellschaften direkt, in den großen zentralen Busterminals, meistens ist Barzahlung angesagt! Das Gepäck wird gegen ein Quittungsticket im Bus verstaut, wenn man aussteigt, muss man diesen Beleg wieder vorzeigen, um an sein Gepäck zu kommen.

Mietwagen in Kolumbien: Aufgrund der Straßenverhältnisse (ein LKW nach dem anderen auf den Hauptstrecken, einspurige Straßen meistens, viele Baustellen) ist ein Mietauto nicht schneller als ein Bus, ihr steht alle im gleichen Stau. In einer Region wie der Kaffeezone finde ich ein Mietfahrzeug aber sinnvoll, es verschafft einem eine größere Unabhängigkeit. Die Mietwagen in Kolumbien sind nicht teuer, ich empfehle einen lokalen Anbieter wie Localiza. ich würde also nicht unbedingt den Mietwagen zwischen den Strecken zwischen den großen Städten einsetzen, sondern lokal in den Regionen fahren. Also rund um Bogota, in der Kaffeezone oder in der Gegend der Karibikküste, da loht sich ein Mietauto eher.

Züge: Obwohl Kolumbien mehr als 3000 km an Schienennetz besitzt, wurde der Personenverkehr mit Zügen in den 1990er Jahren beendet. Für Backpacker oder Traveller scheidet Bahnfahren als Verkehrsmittel also aus. Zwei kurze Bahnstrecken gibt es aber noch, für die Eisenbahn-Fans unter uns:

  • Zwischen Puerto Berrío und  García Cadena, östlich von Medellin am Rio Magdalena
  • Zwischen Bogotá and Zipaquirá. Dies ist ein rein touristischer Zug welcher an Feiertagen und am Wochenende verkehrt, mehr Infos zu dieser Zugreise in Kolumbien hier.

Medellin ist die einzige Stadt des Landes mit einer U-Bahn bzw. S-Bahn bzw. öffentlichem Personennahverkehr auf Schienen. Besonders Klasse in Medellin sind die Seilbahnen („teleferiquo„), welche von den S-Bahn-Stationen aus die Hänge der Stadt hinauf- und hinab fahren. Die Seilbahn ist im Ticket für die S-Bahn enthalten. Umsteigen von der S-Bahn in die Seilbahn ist einfach und gut ausgeschildert.  Man muss die Station für das Umsteigen in die Seilbahn nicht verlassen!

Kolumbiens Highlights und die schönsten Sehenswürdigkeiten

Für mich sind die großen Städte des Landes nicht so spannend. Wer aber Nachtleben und Clubbing erfahren möchte, der ist in Bogota und Medellin sehr gut aufgehoben. Ansonsten sind für mich die schönsten Sehenswürdigkeiten wie folgt, jeweils mit Anreisetipps:

Cartagena de Indias ist als Reisetipp für Kolumbien nicht wirklich originell. Aber nichtsdestotrotz ist diese Stadt, trotz des Overtourism, wirklich schön und inspirierend, charmant, man möchte ewig zwischen ihren dicken alten Mauern flanieren, schauen und staunen, Kaffee und Schnaps trinken und den Duft der Karibik einatmen. Lies mehr zu Cartagena de Indias hier im Südamerika Reiseblog.

Kolumbiens Karibikküste wird gerne mit dem Tayrona Nationalpark und einer Treckingtour zur ciudad perdida, der verlorenen Stadt inmitten des Dschungels, kombiniert, hier treffen die Anden der Sierra Nevada de Santa Marta auf das karibische Meer. In Lodges lässt sich wunderbar Regenwald und Küste verbinden. Weitere Highlights der Karibikküste sind die Städte Santa Marta und der Karneval von Baranquilla.

Anreise: Per Bus oder Flieger. Tolle Auswahl an Unterkünften in der barocken Altstadt Cartagenas, welche UNESCO Weltkulturerbe ist.

Beste Reisezeit: Zum Karneval im Februar März soll hier einiges los sein. Ich finde es relativ sinnlos, an der Karibikküste nach einer besten Reisezeit zu fragen, das Wetter ist meistens recht gleich in den Tropen. Die sogenannte Regenzeit ist zwischen April und Mai sowie dann noch einmal zwischen September-Oktober. Ich habe ebenfalls einige wirkliche Regenstürze in der Altstadt miterlebt, aber eine Stunde später ist das Wasser in den Straßen abgeflossen, und es ist wieder schön warm.

Pazifikküste: Surfen und chillen, und den Buckelwalen beim Springen zuschauen. Diese recht entlegene Gegend ist für den Tourismus noch zu entdecken. Anreise an die Pazifikküste Kolumbiens über Medellin oder Cali. Die Wale sind zwischen Juni und November dort anzutreffen, die Delfine meistens das ganze Jahr über.

Amazonas und Regenwald: Kaum zu glauben, aber Kolumbien besitzt ca. 100 km Uferlinie des größten Flusses des Planeten. Der beste Ort, um diese fantastische Gegend zu entdecken ist die kleine Frontier-Stadt Leticia. Von dort kann man übrigens per Boot den Fluss hinauf nach Peru, oder den Fluss hinab bis zum Atlantik befahren.

Anreise Leticia: sorry, keine Straßen, nur per Flieger ab Bogota. Oder eben über den Fluss, ab Manaus, Brasilien, oder Iquitos, Peru.

In Leticia und dem zweiten kolumbianischen Ort am Amazonas, Puerto Nariño, kann man tolle Ausflüge auf den Fluss und in den Regenwald machen, Flussdelfine und Affen antreffen, die Ecke ist ein Traum. Abgelegen und charmant. Nach Puerto Nariño kommt man von Leticia nur mit dem Boot – frag am kleinen Hafen des Ortes nach, welche Barkasse flussaufwärts fährt.

Kolumbien Reisetipps

Kolumbien ist ein Land mit wirklich vielen Highlights. Hier sind ein paar der beliebtesten:

Bogotá ist die Hauptstadt Kolumbiens und eine coole Metropole. Die Stadt ist bekannt für ihre Museen, Kunstgalerien und heißes Nachtleben.

Caño Cristales ist ein einzigartiger Fluss in den Bergen. Der Fluss ist bekannt für seine bunten Algen, die ihm den Spitznamen „Fluss der fünf Farben“ eingebracht haben.

Der Tayrona-Nationalpark ist ein dichter Regenwald an der Karibikküste. Der Park ist bekannt für seine weißen Sandstrände, türkisfarbenen Gewässer und dichte Vegetation.

San Andrés und Providencia sind zwei Inseln im Karibischen Meer. Die Inseln sind bekannt für ihre weißen Sandstrände, türkisfarbenen Gewässer und chillige Atmosphäre.

Hier sind noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten, die du in Kolumbien besuchen kannst:

  • Die verlorene Stadt (Ciudad Perdida) ist eine alte Ruinenstadt im Regenwald. Die Stadt ist nur zu Fuß erreichbar und ist ein beliebtes Ziel für Abenteurer.
  • Die Kaffeeregion ist ein Gebiet in Kolumbien, das für seinen guten Kaffee bekannt ist. Die Region ist ein beliebtes Ziel für Touristen, die mehr über die Kaffeeproduktion erfahren möchten.
  • Die Salzkathedrale (Catedral de Sal de Zipaquirá) ist eine Kathedrale, die aus Salz gehauen wurde. Die Kathedrale befindet sich in der Stadt Zipaquirá, etwa 100 Kilometer von Bogotá entfernt.

Kolumbien ist ein Land mit einer spannenden Geschichte und Kultur. Das Land bietet eine Vielzahl von Highlights, die für jeden Geschmack was bieten.

Koloniale Städte und Altstädte Kolumbiens

Die schönsten Orte Kolumbiens – wer sich für südamerikanische Kolonialarchitektur interessiert – ist das Weltkulturerbe Mompox im Norden des Landes. Sowie in der Region Bogota die beiden schönen alten Orte Zipaquirá und Villa de Leyva. Weitere koloniale Städte sind, neben Cartagena de Indias, die Orte Popayan (südlich von Cali) sowie Santa Fé de Antioquia bei Medellin. Kolumbien hat insgesamt 17 Orte als sogenannte pueblos patrimonios deklariert, diese sind sicher einen Besuch wert.

Kaffeezone bzw. Zona Cafetera und Valle de Cocora

Die Kaffeezone in der Mitte des Landes (Anreise per Bus oder Flieger über Armenia oder Pereira) ist eine wunderbar romantische und malerische Ecke des Landes, eine wirklich bezaubernde Mischung aus Kultur-Naturlandschaft.

Inmitten der hügeligen Kaffeefelder findet man das kleine Örtchen Salento, welches ein klein wenig nach Hollywoodfantasie ausschaut. Von Salento ist es nicht weit in das Cocora Tal, eine fruchtbare, bunte Landschaft, von Bergkämmen umgeben und mit schlanken und sehr hohen Wachspalmen begrünt. Ein Traum. Nicht nur für Kaffeefans auf der Suche nach einer Kaffee Finca. Eines der Highlights von ganz Südamerika.

Die kolumbianische Zona Cafetera ist auch wirklich einfach zu bereisen, mit einem Mietfahrzeug geht das ganz ordentlich, z.B. ab der Stadt Pereira. Diese wird auch ab Bogota angeflogen. Einen Guide oder so etwas braucht man nicht, die Gegend ist touristisch gut erschlossen, ich habe mich dort auch sehr sicher gefühlt. Die örtlichen Tourismusbüros können dir sagen, welche der Kaffee Fincas in der Gegend zu besuchen sind – in Salento stehen die berühmten Jeeps dafür auf dem zentralen Marktplatz bereit.

Beste Reisezeit bzw. Regenzeit in der Kaffeezone: Es regnet am meisten zwischen Oktober und Dezember in diesem Teil der kolumbianischen Anden. Hochsaison in der Kaffeezone ist dann ab Dezember, bis März, hier verreisen auch die meisten Kolumbianer. Ansonsten ist das Wetter – dank der Nähe zum Äquator – ziemlich stabil das Jahr über.

Anreise: Per Bus ab Cali oder Medellin, per Flieger nach Armenia oder Pereira ab Bogota. In der Kaffeezone am besten mit Mietwagen herum fahren.

Eine Alternative zur klassischen Kaffeezone um Salento (südlich von Medellin) ist das Kaffeeanbaugebiet im Norden Kolumbiens, in der Sierra Nevada bei Santa Marta.

Kosten, Währung, Preise, Geld und Kreditkarten unterwegs

Die Kolumbien Reisetipps mit den Finanztipps für sicheres Reisen unterwegs: Die Währung des Landes ist der kolumbianische Peso, abgekürzt COP.

Momentan (April 2024) sind 100.000 kolumbianische Pesos ca. 24 Euro.

Im Land wird in Pesos bezahlt, US-Dollar wirst du keine benötigen. Euro lassen sich in Wechselstuben bzw. an den Flughäfen eintauschen. Ansonsten empfehle ich, nicht so viel Bargeld mit sich herum zu tragen (also nicht mehr, als man für den Tag benötigt, 50 bis 100 Euro in COP maximal).

Geldautomaten internationaler und südamerikanischer Banken gibt es in Kolumbien ausreichend, zumindest in den Städten und touristischen Gebieten – sie bieten eigentlich ausschliesslich den kolumbianischen Peso zum Abheben an.

Kreditkarten in Kolumbien: Wer eine Kreditkarte hat, kann problemlos Bargeld an den Geldautomaten ziehen. Ich empfehle, je eine Visa- als auch eine Mastercard zu haben (egal ob Kredit- oder Debitkarte), in Südamerika geht mal die eine, mal die andere. EC Karten bzw. Girokarten funktionieren meistens nicht!

An den Geldautomaten europäischer Bankhäuser sollte der Einsatz deiner Visa-,  Mastercard oder Amex problemlos klappen. Die Kosten für das Abheben ausländischer Währungen sowie die Gebühren für die Umrechnung variieren, checke das vorab bei deinem Kreditkartenanbieter.

Wer zum Beispiel einen Inlandsflug in Kolumbien von Deutschland, Österreich, Schweiz aus buchen möchte, braucht fast zwingend eine Kreditkarte dafür. Ebenso wird in den meisten Unterkünften per Plastikkarte bezahlt.

Ich denke dass Kolumbien ein recht preiswertes Reiseland ist. Kosten für den Transport, sei es Bus oder Flug, sind niedrig. Selbst lange Strecken im Bus kosten manchmal nur um die 20 Euro. Inlandsflüge gehen ab 30 Euro einfach los, zumindest zwischen den großen Städten des Landes.

Unterkünfte kann man ebenfalls preiswert beziehen, Backpacker dorm rooms gibt es zuweilen ab zehn Euro die Nacht.

Kolumbien hat viele wirklich Klasse-Hotels, Boutique Hotels als auch Designhotels, da ist insbesondere in Städten die Auswahl recht groß und von erstklassig bis Schlafsaal ist alles dabei. Mit kurzfristigen Buchungen über z.B. Booking.com kommt man im Land sehr gut zurecht. Man muss die Reise also nicht vorab kommplett buchen, sondern kann dies von unterwegs, im Land, machen. Klappt in Südamerika meistens sehr gut, diese Art des Reisens.

Essen und Trinken sind ebenfalls preiswert – wir haben zu zweit für ein Abendessen meist um die 20 Euro gezahlt, inklusive Getränke. Etwas teurere Lokale machen dann 30 Euro aus für ein Abendessen zu zweit. Restaurants, Kneipen, Street food – die Auswahl ist meistens relativ groß, da sollte für jeden etwas dabei sein. Neben südamerikanischen Klassikern wie patacones, Reis, Bohnen, Eiergerichte gibt es auch Pizzerien.

Für Vegetarier gibt es in Kolumbien ebenfalls genug Auswahl, wir hatten zu keinem Zeitpunkt Probleme. In Städten wie Bogota und Medellin gibt es sogar ausgezeichnete vegetarische bzw. vegane Restaurants. Für Medellin kann ich das vegane Restaurant „verdeo“ im Stadtteil Poblado, beim Click-Clack Hotel um die Ecke, nur wärmstens empfehlen.

Supermärkte für Selbstversorger sowie kleine Läden mit Getränken und Snacks gibt es ausreichend in Kolumbien.

Seine Klamotten braucht man nicht selbst waschen, die gibt man in die Wäscherei, auf Spanisch: lavanderia. Das Kilo kostet zwischen 3000 und 5000 Pesos, also um einen Euro. Man bringt die Wäsche morgens hin, und bekommt sie nachmittags zurück. Man muss also für einen dreiwöchigen Kolumbientrip nicht Klamotten für drei Wochen einpacken! Sondern z.B. nur für 5 Tage, und dann waschen lassen. Klappt immer in Südamerika.

Kann man Kolumbien individuell ohne Gruppe bereisen?

Klar, das ist gar kein Problem. Aufgrund der sehr guten Infrastruktur des Landes muss man auch nicht viel vorab planen oder organisieren. Ich mache das auch kaum, man kann alles, Flüge, Mietwagen, Busse, Unterkünfte im Land organisieren. Eine organisierte Gruppenreise muss man wirklich nicht machen. Die Reiseagenturen vor Ort können dir zudem alle Aktivitäten, Ausflüge etc. organisieren und buchen, das ist in Kolumbien alles gar kein Problem.

Muss man Spanisch sprechen können?

Für eine Reise nach Kolumbien in touristische Gebiete muss man nicht zwingend Spanisch sprechen, viele Menschen in (besseren) Hotels, Restaurants, Reiseagenturen sprechen Englisch. Wer in entlegene Gebiete des Landes möchte, sollte zumindest ein grundlegendes spanisches Vokabular mitbringen.

Spanischkurse gibt es in den grösseren Städten, klare Empfehlung von mir, wer Spanisch vor Ort lernen möchte: Cartagena de Indias. Wegen des Klimas! Ansonsten wird ein sehr ordentliches Spanisch in Kolumbien gesprochen. Ausnahme: Das „LL“ wird in Kolumbien zum J wie in Jeans. Charmant!

Sicherheit beim Reisen

Kolumbien ist für Besucher bzw. Touristen allgemein ein ziemlich sicheres Reiseland. Wie üblich sollte man in Südamerika an den Grenzregionen des Landes, wer dort individuell unterwegs ist, vorsichtig sein: Flüchtlinge, Drogenschmuggel, keine gute Mischung für den Traveller.

Ansonsten gilt wie immer für Südamerika: Nicht leichtfertig sein, nicht betrunken nachts irgendwo in dunklen Ecken flanieren. Und immer auf die Locals hören.

Weitere Reisetipps, empfohlene Reiseführer

Die offizielle Webseite von Kolumbien Tourism ist sehr informativ, in Deutsch, und mit tollen thematischen Schwerpunkten.

Video mit dem Flug von Bogota nach Cusco mit viel Info über avianca

Beste Paraguay Reisetipps

Paraguay für Unentwegte: Reisetipps für unabhängige Reisende und Backpacker

Ganz klar: Paraguay als Reise- oder Urlaubsland ist eine Nischendestination. Aber: Organisierte Rundreisen werden für das südamerikanische Land angeboten, und individuelle Traveller oder auch Backpacker können dort problemlos und angenehm reisen. Im folgenden kurzen Reisebericht sowie dem Reisevideo am Ende des Artikels steht, wie so ein Trip auch für dich aussehen könnte:

Paraguay also. Das mit am wenigsten von internationalen Touristen besuchte der Spanisch sprechenden Länder Südamerikas.

Das Land, zu dem mir auf Anhieb wirklich keine Sehenswürdigkeit von Rang einfällt. Das Land, welches zwar im Dreiländereck von Argentinien und Brasilien das dritte im Bunde ist, aber vom eigentlichen touristischen Spektakel der Gegend, nämlich den mächtigen und mächtig beeindruckenden  Iguazu-Wasserfällen, keinen einzigen Zipfel sein eigen nennen kann. Das Land, über welches das bundesdeutsche Außenministerium in seinen Reisehinweisen recht undiplomatisch meint: „Die touristische Infrastruktur des Landes ist bescheiden.“

Wenn alle diese negativen Beschreibungen nicht verheißend klingen, dann weiß ich auch nicht, mit anderen Worten:

Auf geht’s nach Paraguay!

Fakten und Einreise

Vorab einige ganz trockene Fakten: Paraguay grenzt außer an Argentinien und Brasilien auch noch an Bolivien, hat ca. 7 Millionen Einwohner und eine Fläche von ca. 400.000 km². Der Ballungsraum mit der 1537 gegründeten Hauptstadt Asuncion umfasst knapp zwei Millionen Einwohner. 

Das ist alles schnell nachgeschlagen, der Chronistenpflicht halber auch hier erwähnt, aber anders gefragt: Was macht man als Reisender denn eigentlich in Südamerikas unbekanntestem und vielleicht unbeachtenswertesten Land?  

Die Anreise könnte wie folgt aussehen: Man läuft erst mal ganz lässig über die monumentale Grenzbrücke über den Fluss Parana, welcher die beiden Städte Foz do Iguaçu in Brasilien und Ciudad del Este, Paraguays Handelsmetropole im etwas abgelegenen Osten des Landes, verbindet.

Denn diese Anreise zu wählen liegt nahe, wenn man vorher die beeindruckenden Iguacu-Wasserfälle besucht hat. In dieser etwas abgelegenen Ecke am Rande Brasiliens stellt sich die Frage: Wie geht es weiter?

Im Prinzip gibt es drei Optionen: Nach Argentinien einreisen und dort im Norden bleiben oder über Buenos Aires weiter in das Landesinnere, nach Patagonien oder Feuerland fahren. Oder zurück nach Sao Paulo fliegen und von dort zu einem Ziel innerhalb Brasilien reisen. Oder aber, und das war unsere Entscheidung als Eroberer des Nutzlosen: wir fahren nach Paraguay. Um was dort zu tun? Das wird sich vor Ort schon irgendwie weisen! 

Von Ciudad del Este nach Asunción

Wir erkoren die Hauptstadt Asuncion als Tagesziel aus, wollten dort drei Tage bleiben, um dann direkt und ohne Umwege nach Kolumbien zu fliegen, an die karibische Küste des Landes und das wunderbare Cartagena de Indias, eine bezaubernde Mischung aus barocker Filmkulisse und südamerikanischem Ballermann. 

Also mit dem Taxi bis an die brasilianische Grenzstation an der sehr trubeligen Brücke der Freundschaft, welche Brasilien und Paraguay verbindet. In der Grenzstation bei der Policia Nacional erhielten wir unsere Ausreisestempel. Die grenzüberquerenden Einheimischen brauchen für den täglichen Grenzgang weder Reisepass noch Visum noch Stempel, sie gehen unkontrolliert über die Grenzbrücke. Dort herrscht sehr reger Verkehr auf beiden Fahrspuren, Autos, Busse, Motorräder, Pritschenwagen, Kfz aller Art möchte nach Paraguay und von dort wieder zurück. Morgens wälzt sich zudem ein täglicher Strom von Menschen in Richtung Ciudad del Este – dort können Brasilianer sehr viele Waren zollfrei einkaufen, sie über die Grenze tragen und zuhause weiter verkaufen. Das ist das Geschäftsmodell und die Gründungsidee der Stadt. Ciudad del Este wurde erst 1957 gegründet. Mittlerweile ist der Ort mit ca. 320.000 Einwohner nach Asuncion die zweitgrößte Stadt des Landes. 

Für uns war dieser trubelige Marktflecken nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zur Hauptstadt. Nach Überquerung der wirklich riesigen Brücke – man muss ca. 500m zu Fuß gehen, und der Blick auf den mächtigen Rio Paranà ist atemberaubend – liegt zu rechter Hand das eher unscheinbare Büro der paraguayischen Immigrationsbehörde. Dort werden gelber Impfpass und unser Reisepass kontrolliert, und ein sehr freundlicher Beamter heißt uns mit zwei herzhaft in unsere Reisepässe eingestempelten Visa-on-arrival in seinem Land willkommen. (Bitte prüfe vorab die aktuellen Einreisebestimmungen Paraguays!)

Unmittelbar nach dem Grenzbüro könnte man das örtliche Geld mit dem schönen Namen Guarani an diversen Geldautomaten beziehen. Doch ich entschied mich für die riskante Variante, meine brasilianischen Reales in Landeswährung zu tauschen, und zwar genau dort, wo man es nicht tun sollte: Auf der Straße. Im Prinzip hätte man mir Monopoly-Geld geben können, denn ich wusste zwar ungefähr den Wechselkurs, aber wie sieht noch mal paraguayisches Geld aus?

Wie auch immer, man gab mir echte Guarani, und ein Taxi, welches uns durch den Trubel zur Busstation bringen würde fand sich ebenfalls sofort. Woher wusste der freundliche, aber wortkarge Fahrer nur, wohin wir wollten?

  • Kosten und Dauer der Busfahrt Ciudad del Este nach Asuncion: 16 Euro pro Person, sechs Stunden Fahrtzeit. Busgesellschaft: Nuestra Senora.
Iguazu Wasserfälle im Dreiländereck Brasilien, Argentinien, Paraguay.

Mit Nuestra Señora in die Hauptstadt

Nach einer kurzen Fahrt durch das sonnige und aufgeräumte Ciudad del Este erreichten wir die ebenfalls sehr gut organisierte Busstation, wo uns bei Betreten der Wartehalle hinter jeden Ticketschalter die Händler zuwinkten und uns zum Kauf der Fahrkarten bei ihnen überzeugen wollten.

Es gewann der Schalter, wo man unmissverständlich auf die Uhr gezeigt hatte. Manche Gesten sind einfach global gültig: Achtung, hier geht’s gleich los! Und so erstanden wir für ca. 16 Euro pro Person zwei Fahrscheine einfache Fahrt im Nonstop-Bus nach Asuncion.

Welcher uns dann mittels zweier phänomenal gemütlich breiten Sitzen und einer sekundengenauen Abfahrt von Beginn für sich einnehmen konnte. Der Stadtrand von Ciudad del Este war schnell erreicht, auf einer gut ausgebauten zweispurigen Schnellstraße ging es durch die paraguayische Pampa.

Eine flache, eher unaufgeregte, ab und an mit Bäumen bewaldete Landschaft wechselte so gar nicht – 300 km zerfasertes Farmland bis Asuncion. Ab und an fuhr der Bus durch von der Agrarwirtschaft gezeichnete, ordentlich ausschauende Dörfer, von denen man nur den nagelneuen Verkehrskreisel außerhalb der Ortschaft bewundern konnte. Einige Dutzend Kilometer vor der Hauptstadt wurde der Verkehr dichter, die Dörfer wuchsen sich zu Vorstädten aus, und entlang unzähliger Lagerhäuser, Industriegebiete und einer brachialen Nichtlandschaft erreichte der Bus nach ca. vier Stunden die outskirts von Asuncion. Um sich von dort noch einmal ca. zwei Stunden bis zur zentralen Busstation durch Asuncions täglichen Verkehrsinfarkt zu quälen. 

  • Ein Hotel mit dem fabelhaften Namen Gran Hotel de Asuncion hatten wir vorab reserviert, der Taxifahrer kannte es, und meine Frage nach dem ungefähren Fahrpreis beantwortete er mit einem stummen Zeigen auf das Taxameter. Ein Taxameter im spanisch sprechenden Südamerika, das hatte ich wirklich nicht erwartet. 
Paraguay Reisetipps im Südamerika reiseblog
Paraguay Reisetipps für Individualreisende

In Asuncion: Auf der Suche nach Sehenswürdigkeiten

Das Hotel erwies sich als eine interessante Mischung aus alter etwas vergilbter Mondäne und moderner tadelloser Einrichtung: ein komplett neues riesiges Bad an einem ebenso großen Zimmer, mit einer hohen Decke und hölzernen Fensterläden sowie einem Eingangsportal, welches offenbar für die Konquistadoren angelegt wurde, damit diese mit Pferd und Rüstung hindurch reiten konnten. 

Das Hotel liegt im Botschaftsviertel, quasi mittig zwischen der kolonialen Altstadt und dem neueren Teil der Kapitale. Die Altstadt ist eine Mischung aus Havanna und Mexiko City, nur ohne karibisches Flair. Viele der Bauten sind in keinem guten Zustand, und ähnlich wie in Mexiko City sind die Straßen des kolonialen Viertels tagsüber zuweilen irritierend leer. Manchmal waren wir die einzigen Fußgänger. Asuncion ist vermutlich eine der wenigen Hauptstädte weltweit, in deren Tripadvisor Top Ten der Sehenswürdigkeiten eine Shopping Mall auf Platz eins  steht.

Nachdem wir nämlich die Altstadt umfangreich begutachtet hatten – es ist nicht so schlecht dort, sie haben sehr guten Kaffee und Espresso und Kuchen sowie auf der Plaza einige schöne handwerkliche Souvenirs wie Schmuck und lokales Kunsthandwerk – nahmen wir ein Taxi in Richtung des neuen Teils der Stadt. Dieser erstickt quasi täglich in einem totalen Verkehrskollaps und sieht eher aus wie eine etwas chaotisch geplante und aus allen Nähten platzende US-amerikanische Vorstadt.

Dunkin Donuts Architektur an jeder Ecke, viele Kettenläden, Autohändler, Niederlassungen internationaler Unternehmen, einige glitzernde neue Hochhäuser, dazwischen die Mall Paseo de la Galeria. Die eine schöne Einkaufsmeile ist, aber im Prinzip in fast jeder Stadt der Welt so ähnlich stehen könnte. Aber, wieder gibt es ein Café mit 1a Espresso. 

Bleibt festzuhalten: Man kann einige Tage in Paraguays Hauptstadt verbringen, aber wie für die meisten Hauptstädte Südamerikas gilt ebenso: Eher uninteressant. Das Landesinnere hat spannendere Ziele zu bieten!

Pantheon in Asuncion, Paraguay
Paraguay Reisetipps für Individualreisende

Sehenswürdigkeiten Paraguays

Koloniale Altstadt von Asuncion mit Präsidentenpalast Palacio de Lopez, Pantheon der Helden des Landes  und Flussufer Costanera de Asuncion sowie dem Eisenbahnmuseum Museo de la Estacion Central del Ferrocarril Carlos Antonio Lopez im alten Bahnhof (siehe Foto oben).

Circuito del Oro: Dies bezeichnet eine Gruppe kleinerer Ortschaften im Süden und Südosten der Hauptstadt, welche sich auf die Herstellung von lokalem Kunsthandwerk, Schmuck, Tonwaren, Hängematten spezialisiert hat. Die Tourveranstalter in Asuncion bieten Tagestouren in die Gegend an. In der Stadt Yaguaron befindet sich zudem mit der Kirche San Buenaventura eine der wenigen erhalten gebliebenen Jesuitenkirche. 

Jesuitenreduktionen Trinidad und Jesus: Diese zerstörten Kirchen und Missionsdörfer der Jesuiten (der komplette Name dieses Welterbes auf Englisch lautet: Jesuit Missions of La Santísima Trinidad de Paraná and Jesús de Tavarangue) sind seit 1993 Teil des UNESCO Welterbes. Die Reduktionen aus dem 17. und 18 Jahrhundert dienten dazu, die lokale Bevölkerung zum christlichen Glauben zu missionieren. Die Kirchen wurden im Krieg der Paraguays gegen die Allianz aus Argentinien, Brasilien und Uruguay zerstört. Diese Sehenswürdigkeiten befinden sich im Süden des Landes und sind von Asuncion aus per Bus oder mit dem Mietwagen zu erreichen. Mehr Info zum Welterbe Paraguays hier bei der UNESCO.

Der paraguayische Teil des Pantanal: Das Pantanal ist tatsächlich für mich die spektakulärste Sehenswürdigkeit des Landes – wer als Wildlife Photographer oder Naturfreund unterwegs ist, der sollte sich diesen abenteuerlichen Trip gönnen. Der Ausgangspunkt um den paraguayischen Teil des Pantanal zu besuchen ist das Städtchen Fuerte Olimpo im Departemento Alto Paraguay im Norden des Landes. Das Pantanal befindet sich größtenteils in Brasilien und ist das größte Feuchtgebiet des Planeten. Wer wilde und freilebende Jaguare fotografieren möchte, der kommt hierher.

Anreise Paraguay ab Europa – Flugoptionen

Es gibt ab Europa nur eine direkte Flugverbindung nach Asuncion, zum dortigen internationalen Flughafen Aeropuerto Internacional Silvio Pettirossi, und zwar ab Madrid mit der spanischen Fluglinie Air Europa. Ab dem April 2023 wird diese Strecke ab Madrid täglich geflogen, mit Boeing 787 Dreamliner. Air Europa hat wirklich gute Preise auch in der Business Class.

Alternativ zu dieser Route über Madrid kann man ab Deutschland, Schweiz, Österreich nach Sao Paulo Guarulhos in Brasilien fliegen, von dort weiter mit LATAM Brasil in Paraguays Hauptstadt. 

Die paraguayische nationale Airline mit Namen Paranair fliegt momentan keinen einzigen Inlandsflug, verbindet aber die umliegenden südamerikanischen Metropolen mit Asuncion. Es werden Strecken nach Rio de Janeiro, Montevideo und Buenos Aires bedient. 

Die in vielen Publikationen (Reiseführer, Reiseblogs) aufgeführte Inlandsstrecke zwischen Asuncion und Ciudad del Este mit Amaszonas wird momentan nicht geflogen, zudem hat die Fluglinie im September 2023 den Betrieb eingestellt!

Was kostet ein Taxi vom/zum Flughafen Asuncion: Ein Taxi aus der Innenstadt Asuncion zum internationalen Flughafen kostet um die 120.000 Guaranis Festpreis, also ca. 18 Euro. Je nach Tageszeit muss man mit massiv verstopften Straßen rechnen und entsprechend Zeit einplanen! Der Flughafen ist sehr klein, hat nur ein Terminal und kaum ein angenehmes Ambiente zum längeren Verweilen, erfüllt aber seinen Zweck. 

Folgende Fluglinien und Flugstrecken werden ab und nach Asuncion Aeropuerto Internacional Silvio Pettirossi bedient: 

  • Air Europa:  Madrid
  • avianca: Bogota
  • Boliviana de Aviacion: Santa Cruz de la Sierra, Bolivien
  • COPA: Panama City Tocumen
  • Aerolineas Argentinas: Buenos Aires
  • LATAM: Lima, Santiago de Chilo, Sao Paulo GRU
  • Paranair: Buenos Aires, Rio de Janeiro, Sao Paulo, Santa cruz de las Sierra, Ciudad del Este
  • JetSmart: Buenos Aires
Altstadt Asuncion, Paraguay
Paraguay Reisetipps für Individualreisende

Herumkommen in Paraguay

Zwei Optionen: Per Bus oder per Mietwagen. Beides sollte gleich gut funktionieren, das Busnetz ist dicht ausgebaut, mehrere Busgesellschaften bedienen oft eine Strecke. 

Währung und Geldumtausch, Bankautomaten

Die Währung des Landes heisst Guarani, abgekürzt Gs oder PYG, wer Umrechnungsapps nutzen möchte. Im Mai 2024 entsprechen 100 Euro ca. 820.000 Gs. (ja, achthundertzwanzigtausend).

In Ciudad del Este unmittelbar am Grenzübergang nach Brasilien gibt es Geldwechsel als auch Geldautomaten. Dort kann man brasilianische Reales als auch Euro eintauschen. In Asuncion kann man Bargeld in den dortigen Banken wechseln (Reisepass notwendig) oder an den Geldautomaten ziehen. Das sollte mit einer Kreditkarte (Visa, Mastercard) gut klappen. 

Unterkünfte, Hotels, Hostels

Es gibt eine große Auswahl an Unterkünften in der Hauptstadt und den größeren Städten, aber Paraguay ist nun mal nicht sehr touristisch. Ich habe wie immer mit der Hilfe von Booking.com das empfehlenswerte Gran Hotel de Paraguay gefunden. Wer diesen Reiseblog unterstützen möchte, findet seine Unterkunft direkt hier

Beste Reisezeit

Eigentlich ist Paraguay als Land mit einem subtropischen Klima das ganze Jahr über recht angenehm was das Wetter angeht, und für mich somit eine Ganzjahresdestination. Da gibt es in Südamerika wahrlich kompliziertere Reiseziele!

November bis März ist es täglich mit ca. 30 Grad recht warm, in den europäischen Sommermonaten Juni, Juli, August eher etwas frischer mit um die 20-25 Grad Celsius.

Die Regenzeit ist in den Monaten April bis Juni.

Kalt ist es in Paraguays Winter (also im europäischen Sommer) eher Nachts mit Temperaturen um die 5-10 Grad, tagsüber dann um die 20-25 Grad.

Reiseliteratur Paraguay

Ein empfehlenswertes Buch klassischer Reiseliteratur von John Gimlette: At the tomb of the inflatable pig. Travels through Paraguay.

Bradt Travel Guide, in Englisch

Südamerika Reiseführer Lonely Planet

Video der Busfahrt von Ciudad del Este nach Asuncion

Südamerika Packliste: Kleidung, Gepäck, Apps, Ausrüstung

Südamerika Packliste: Das kann ins Gepäck nach Süd- und Lateinamerika

Planst du eine unvergessliche Reise nach Südamerika? Um sicherzustellen, dass du für jedes Abenteuer gerüstet bist, ist eine gut organisierte Packliste von größter Bedeutung. In diesem Artikel präsentieren wir dir eine Packliste, die dir hilft, nichts Wichtiges zu vergessen und deinen Aufenthalt in Südamerika in vollen Zügen zu genießen.

Die meisten der hier aufgeführten Produkte nutze ich selbst und habe sie fast immer dabei in Lateinamerika.

Entgegen der landläufigen Meinung ist Südamerika, in den touristischen Gebieten,  ein einfach zu bereisender Kontinent. Die meisten Länder haben eine sehr gute touristische Infrastruktur, man kommt auch individuell und ohne große Vorplanung mit Bus oder Flugzeug fast überall hin, und es gibt wahnsinnig viel zu sehen im coolen Amerika zwischen Mexiko und Feuerland.

Die sehr unterschiedlichen Klimazonen – von Hochgebirge über Küste über Trockensavannen, Wüsten, bis hin zum Regenwald – machen einen Trip nach Südamerika gepäcktechnisch etwas komplizierter. Kurz gesagt, man muss seine Kleidung und die zwei bis drei speziellen Dinge für unterwegs extrem gut aufeinander anpassen, dann macht alles einen Sinn. Insbesondere für Traveller und Backpacker. Folgend also meine Reisetipps: Das sollte ins Gepäck für deinen Trip nach Südamerika a.k.a. die Packliste. Ich liste digitale Produkte (Apps) als auch Kleidung und Ausrüstung auf.

Die folgenden Produkte sind mit sogenannten Affiliatelinks zu meinen Partnern Amazon und Bergfreunde verlinkt. Wenn du darüber kaufst erhalte ich eine kleine Provision, welche hilft, diesen Reiseblog zu finanzieren. Für dich als User werden die Produkte dadurch nicht teurer!

Packen und Ausrüstung für alle Klimazonen Südamerikas

Ausrüstung und Kleiden für die Tropen, Regenwald, Amazonas, Karibik
Ausrüstung und Kleiden für die Tropen, Regenwald, Amazonas, Karibik

Um es mal grundsätzlich aufzulisten: Es gibt im Prinzip die folgenden unterschiedlichen Klimazonen in Südamerika, und mit dem Gepäck, Kleidung und Ausrüstung sollte man sich an den speziellen Bedingungen dieser Klimazonen orientieren:

Die Küste: Die Küstenregionen in Südamerika sind dann doch teilweise recht unterschiedlich. Es gibt die tropisch-karibische Küste in Kolumbien (siehe Cartagena de Indias), Brasilien, Ecuador und im Norden von Peru, sowie in ganz Mittelamerika und Mexiko. Dann hat es aber eher Küstenregionen mit gemässigten Temperaturen  in Patagonien, Chile, auf der Osterinsel. In Peru hat man eine formidable, recht staubige Wüste direkt an der Küste, das ist noch mal speziell.

Der Regenwald mit dem Amazonas Tiefland am Osthang der Anden: Hier herrscht ein einfaches Klima – tropisch warm und dampfend feucht, wegen des Regens. Daher der Name! So in Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien. In diesen Ländern kann man auf dem Amazonas und seinen Quellflüssen reisen.

Die Berge: Die Anden erstrecken sich über den südamerikanischen Subkontinent vom Norden von Kolumbien und ziehen sich über Ecuador, Peru, Bolivien, Chile und Argentinien bis nach Patagonien bzw. Feuerland. Von den sehr alpinen Berggipfeln in Perus Huascaran Region bzw. um den Anconcagua herum bis zum Hochland der Anden in Kolumbien, Peru, Bolivien und Ecuador. In den Bergen Südamerikas  ist es naturgemäß eher frisch, nicht nur wegen der Höhe. Aber auch mit zuweilen sehr starker Sonne und täglichen Regenschauern, manchmal gibt es alle Jahreszeiten an einem Tag. Hier muss man flexibel sein mit seiner Kleidung. Im Hochgebirge der Anden mit vielen Fünf- und Sechstausendern hat es natürlich Schnee, Eis, Gletscher.

Grundsätzlich gilt für mich bei Reisen nach Südamerika: So wenig Gepäck wie möglich mitnehmen. Das ist wirklich die allererste Reiseblogger Regel! Denn der eigentliche travel hack ist doch: unterwegs waschen lassen.

Also frische Klamotten nur für eine Woche einpacken, und dann unterwegs waschen lassen. So spart man Gepäck! Im Prinzip gibt es in allen Ländern Lateinamerikas immer irgendwo eine Wäscherei (lavanderia), die dir deine Sachen an einem Tag wäscht, trocknet und bügelt.

Morgens hingebracht, abends abgeholt! Bezahlt wird oft nach Gewicht. Das habe ich jetzt in fast allen Ländern des Kontinents ausprobiert, und funktioniert immer verlässlich und angenehm. In touristischen Zentren wie Cusco ist das wirklich einfach und preiswert.

Südamerika Packliste: Handy, Handyschutz

In der heutigen Zeit scheint das Smartphone das wichtigste Instrument für eine Reise, nicht nur nach Südamerika, zu sein, und deshalb sollte man einiges dafür tun, es sicher zu transportieren und zu schützen. Die folgenden Vorbereitungen und Tipps für sicheres Reisen mit dem Handy sollten Teil deiner Packliste sein!

Handyschutz – es geht nicht ohne vernünftigen Schutz für dein mobiles Schätzchen. Eine gute Handyhülle für unterwegs plus ein sogenanntes Panzerglas für das Display sollte man seinem Handy gönnen.

Handydaten sichern: Mache von deinem Handyprofil bzw. deinen Smartphone – Daten eine (Cloud) – Kopie, so dass du auf diese zugreifen kannst, falls du dein Handy verlierst oder es gestohlen wird. Das macht man sinnvollerweise vor der Reise!

Ich spreche aus eigener Erfahrung, denn ich habe letztens mein Handy im Flieger verloren – allerdings ist das Backup durch Google wirklich Klasse, deshalb empfehle ich als Handy das Google Pixel. Hier werden übrigens auch die Fotos und Videos automatisch auf Google Fotos gesichert (über WLAN), ein sehr cooles Feature.

Die digitale Südamerika-Packliste enthält die folgenden Maßnahmen, Vorbereitungen und Einstellungen; Kreditkarten für die Reise

Am Smartphone ist Bluetooth als auch WLAN permanent und per default ausgeschaltet, wenn du es nicht benötigst.

Sichere alle deine Dokumente (Reisepass, Führerschein, Krankenversicherung, Reiseversicherungen, Flugtickets, Kreditkartennummern etc.) digital als Kopie in der Cloud oder in einem Email-Fach. So hast du im Falle eines Totalverlustes deines Reisegepäcks diese Daten greifbar. Sichere dort auch die Sperrnummer für Kreditkarten etc., so dass du darauf zugreifen und dort anrufen kannst.

Am öffentlichen WLAN (z.B. in Cafés, aber dies gilt auch für Hostels) macht man keine Bankgeschäfte – nutze dein eigenes WLAN oder eine lokale Datenkarte oder eine e-sim. Sein eigenes WLAN kann man z.B. mit einer Routerlösung wie  GlocalMe oder eben mit einer e-sim Datenkarte erzeugen.

GlocalMe ist ein handygrosses gerät welches mit Datenvolumen pro Land aufgeladen wird, und welches dein eigenes privates WLAN und Internetzugang erzeugt. Habe ich auf der Weltreise dabei gehabt, ist sicher und funktioniert sehr zuverlässig, auch z.B. auf Campingplätzen. Siehe hier den neuesten GlocalMe Router.

Eine e-Sim funktioniert nur mit neueren Handys, es ist eine digitale Simkarte, welche man nicht mehr physisch kaufen und einlegen muss – man kauft sie digital und lädt sie auf das Handy. Ich habe letztens in Bolivien eine e-Sim von airalo ausprobiert, siehe hier: airalo e-sim

Insbesondere in Internet Cafés sollte man umsichtig sein: Browser nur nutzen wenn sie aktuell sind, und sie keine Historie speichern. Notfalls musst du deinen Verlauf sowie eventuell geladene Cookies im Browser löschen, bevor du gehst.

Für Onlinebanking nutze ich z.B. auf meinem Rechner einen eigenen Browser, welcher nicht für Social Media Anwendungen genutzt wird, Empfehlung für einen solchen Browser: Brave oder Cliqz. Die sammeln weniger Daten! Onlinebanking würde ich tatsächlich nicht an einem öffentlichen Rechner oder WLAN, z.B im Hostel, erledigen.

Kreditkarten sollte man in einer Schutzhülle transportieren, die das Auslesen der Karte verhindert (das nennt sich RFID oder NFC Blocking).

Alle Online-Passwörter sollten z.B. in einer dafür geeigneten App gespeichert sein. Man kann diese Daten auch zusätzlich online gesichert kopiert ablegen (z.B in einer Cloud Lösung, Dropbox, Google drive etc. ), so ist im Fall des Handyverlusts dafür gesorgt, diese Daten weiter benutzen zu können.Vernünftige und sichere Passwörter bitte! Also nicht 123456 oder ähnliches, und auch nicht ein Passwort für alles. Das Handy sollte ebenfalls gesichert sein, und auch nicht erst nach zehn Minuten automatisch gesperrt werden. (Gute Tipps für Passwörter hier beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.)

Besorge dir eine Kreditkarte, wo Abbuchungen entweder per App freigegeben werden, oder du zumindest eine Email/SMS bei Abbuchung erhältst. Ohnehin wirst du in Südamerika zwingend eine Kreditkarte benötigen – um Inlandsflüge zu bezahlen, für Ausflüge, die Zahlung der Unterkünfte, Abhebung von Bargeld an Geldautomaten und ähnliches. Ob Master oder VISA ist ein wenig Geschmacksache, optimal hat man jeweils eine dabei. EC Karten funktionieren in Südamerika nicht!

Stelle deine wichtigen Konten, Buchungsportale (für Hotels, Flüge etc.)  und Social Media Profile auf eine Zwei-Faktor-Authentifizierung um.

Südamerika Packliste: Diese Bekleidung gehört dazu

Regenjacke – diese sollte extrem leicht und faltbar sein. Zum Beispiel von Patagonia, die Houdini. Habe ich immer im Handgepäck bzw. dem kleinen Tagesrucksack dabei, kann man sehr klein zusammenfalten..

Leichte Softshell – Jacke (im Foto unten ganz rechts die graue Jacke von Patagonia, für Frauen ist es links im Bild das rote Exemplar)

Ein Fleecepulli und/oder ein Hoodie.

Ein Merino Long Sleeve T-Shirt

Diverse T-Shirts und ein Longsleeve – T-Shirt. Ganz normal aus Baumwolle, nichts mit Funktion. Kann man auch immer als unterste Lage anziehen.

Leichte lange Hosen (ich benutze keine Jeans, die sind zu schwer und zu unpraktisch, lieber leichte Cargohosen, wer will, kauft sich Trekkinghosen z.B. von Lundhags oder Haglöfs).

Halstuch, multifunktional einsetzbar als Kopfbedeckung, Sonnenschutz etc. (Sehr gut und schick sowie quasi unzerstörbar und deshalb  meine absolute Empfehlung sind die Merino Halstücher von Buff.)

Kopfbedeckung (Sonnenschutz)

Sonnenbrille

Robuste und pflegeleichte Socken, ggf. mit Merinoanteil oder speziell für Leute die wandern bzw. viel zu Fuß unterwegs sind, schnelltrocknend.

Schuhe für Südamerika Reisen: Wer nicht in den Hoch-Anden unterwegs ist und Berge besteigt, braucht in Südamerika keine Bergstiefel, auch nicht in Patagonien oder der Straße der Vulkane in Ecuador. In den Höhenlagen der Anden von Peru reichen robuste Halb- oder Wanderschuhe, die ggf. auch mal etwas Wasser abkönnen. Ich kombiniere ganz normale Sneakers mit robusten Halbschuhen, z.B. von Patagonia, Meindl, Hanwag oder Lowa. Praktisch auch sogenannte Trail Running Schuhe, z.B. die Terex von Adidas, die sind robust und leicht zugleich. Im Prinzip Sneaker mit einer dicken bergtauglichen Sohle.

Packbeutel bzw. Packsäcke, um das Gepäck möglichst praktisch und komprimiert zu verstauen (siehe Foto weiter unten). Ich nehme da immer mehrere Größen und Farben mit, das ist sehr hilfreich. Man weiß dann irgendwann, die Socken sind im roten Beutel. Und die schmutzige Wäsche geht in den blauen.

Packbeutel!

Unterwäsche nicht vergessen!

Wer natürlich in winterlichen Gegenden Südamerikas oder im Hochgebirge unterwegs ist, wird dafür noch passende Bekleidung benötigen, die hier aufgeführte Ausrüstung ist für das Hochland der Anden, Patagonien, Feuerland eher passend.

Diese Kleidung lässt sich immer miteinander kombinieren, insbesondere wenn man in mehreren Klimazonen unterwegs sein möchte, also z.B. erst an die Küste in Kolumbien (Karibik!), dann nach Cusco oder Machu Picchu in Peru – da ist eher regnerisch und es kann auch frisch werden.

Planung und Gepäck: Warum Packbeutel so praktisch sind

Packbeutel sind aus einem sehr leichten, reissfesten Material, das laut Eigenbeschreibung schmutzresistent und wasserabweisend ist. Das mag ich gerne glauben, man kann tasächlich eine sehr eigene Kulturrevolution des Packens erleben, wenn man mal versucht, sein ganzes Gepäck in diese praktischen Helfer zu stopfen.

Kaum zu glauben, was man an Raum (in der Tasche) und Zeit (weil man nicht mehr jedes Stück einzeln packt) gewinnt!

Die Cubes genannten Packbeutel von z.B. Eagle Creek  gibt es in mehrere Größen. Der Full Size Cube hat ungefähr den Umfang eines gefalteten Hemds oder T-Shirts, und diese passen auch sehr gut in ihn hinein.

Genau die Hälfte der Größe des Cubes hat der Half Cube, daher sein Name. Hier kommen kleinere Klamotten, Boxershorts, Unterhemden, sowas eben, hinein.

Für Socken und Kleinteiliges ist dann der Quarter Cube die richtige Wahl. Mit den vielen Farben, die man zur Auswahl hat kann man sich natürlich noch einen weiteren Code überlegen, wenn z.B. zwei Personen mit einer Tasche reisen, bekommt jede(r) seine eigene Erkennungsfarbe!

Lateinamerika Packliste: Reisegadgets, Hardware, Ausrüstung

Computer/PC: Da ich keine Videos unterwegs schneide, macht es dieser Travel Mac, ein altes MacBook Air. Leicht, schlank, muss keine riesigen Datenmengen speichern. Mit einer kleinen USB-Maus (braucht man keine Batterien für, um die 15 Euro), für die Daten bzw. Sicherungskopien der Fotos reicht ein USB Stick, zusätzlich eine mobile Festplatte (direkt unter dem Rechner, in rot, die kann 2 Terabyte speichern). Neuerdings lasse ich den Rechner aber auch ganz zuhause und nehme nur das Handy mit. Wer unterwegs mit dem Rechner arbeiten muss/möchte, packt ihn natürlich ein.

Südamerika heißt: Adapterstecker: Unbedingt dran denken! Praktisch ist es, einen Adapterstecker zu haben, an den auch USB Steckplätze sind. In Südamerika gibt es zuweilen recht unterschiedliche Formate, manchmal gibt es unterschiedliche Stecker in einem einzigen Land. Wer Akkus oder Kameras laden möchte nimmt einen Adapter mit mehreren USB Steckplätzen.

Mehrfachsteckleiste: Wer viele elektrische Geräte mit sich führt, ggf. die Batterien von Kameras, Handy etc. aufladen möchte, der sollte einen Mehrfachsteckleiste mitführen. Südamerikanische Hotels und Hostels geizen manchmal mit Steckdosen

Zeltlampe/Taschenlampe: Habe ich immer dabei, falls mal der Strom ausfällt, oder man nachts wandert oder morgens sehr früh raus muss. Ist hilfreich, sich dann den Weg erleuchten zu können.Auch wenn man nicht campen wird, die Lampe gehört dazu.

Multifunktionswerkzeug: Irgendwas klemmt ja immer. Dosenöffner, kleine Schere, Schraubendreher, Zange, Flaschenöffner – sehr praktisch für kleine Reparaturen unterwegs am Rucksack oder den Fotosachen, braucht man doch ziemlich oft. Ich empfehle Leatherman, die sind etwas teurer aber die kauft man auch nur einmal.

Diverse Batterieladegeräte und Ladekabel: Für Handy, Kamera, Tablet und was man an diversen Endgeräten so herumträgt benötigt man Ladekabel. Wer auf seine Technik angewiesen ist, nimmt jedes Kabel redundant mit, also mindestens zwei.

Wäscheleine für unterwegs: Eines der wichtigsten Utensilien für Traveller überhaupt. Wenn man doch mal zwischendurch was waschen muss. Genial ist die Wäscheleine von Sea To Summit: klein, leicht, tolles Design!

Outdoor Handtuch: Ist manchmal sehr praktisch, sein eigenes, schnelltrocknendes Handtuch dabei zu haben. Insbesondere wer in Hostels übernachtet, wo es ggf. keine Handtücher gibt.

Reisebesteck, z.B. von Spork, wenn man unterwegs mal was essen möchte. Der Spork ist Messer, Gabel, Löffel in einem, ein sehr geniales Design. Leicht und robust, und gibt es in Plastik und in Leichtmetall. Wird in Südamerika auch im Handgepäck im Flieger akzeptiert.

Kulturbeutel bzw. kleine Packtaschen für die Ausrüstung, Kabel, Batterien etc.

Gürteltasche, für z.B. die Reisepässe. Kann man an den Gürtel der Hose befestigen und dann unauffällig innerhalb der Hose tragen. Ist fast wasserdicht! Ich habe die von Eagle Creek immer dabei.

Wirklich praktische Reise – Apps für unterwegs in Lateinamerika

Folgend die grundsätzlichen und meiner Meinung nach standardisierten Smartphone Apps. welche wirklich praktisch sind und einem das Leben unterwegs deutlich vereinfachen.

Die App deiner Fluggesellschaft solltest du dabei haben, und am besten deine Flüge darin abgespeichert haben. Ebenso solltest du deiner Fluggesellschaft ermöglichen, dich unterwegs zu kontaktieren. Ist manchmal sehr hilfreich!

Online Banking: Apps deiner Bank oder Sparkasse

Budgetkontrolle: Es gibt für längere Reisen ganz praktische Apps für die Kontrolle deines Budgets. Hier kann man ganz einfach alle Ausgaben verfolgen und festhalten. Früher hätte man dafür ein Excelsheet oder vergleichbares angelegt.

Apps deiner Kreditkarten, z.B. um Zahlungen freizugeben oder zu überwachen.

Google Maps: Um den Weg zu finden. Funktioniert auch offline, wenn man die Karten vorher lokal herunterlädt.

DeepL: Um die die richtigen Worte zu finden bzw. für Übersetzungen

Unterkünfte unterwegs buchen: Ich liebe Booking.com für die Buchung der Unterkünfte unterwegs, nutze aber auch Expedia und AirBnB. Alle drei Anbieter haben sehr gute Apps.

Übersicht deiner Reise: Ich schwöre auf Trips von Kayak – das ist eine tolle Funktion, dort kannst du alle deine Buchungen, Reservierungen, Tickets, Mietwagen, Flüge einstellen und organisieren, und hast dann alles im Blick, egal wo du gebucht hast. Megapraktisch.

Im Falle eines Totalverlustes des Handys macht es natürlich Sinn, wichtige Dokumente auch in Papierform dabei zu haben. bzw. das Handy digital und vollständig in der Cloud ab und zu abspeichern.

Das eigentliche Gepäck: Duffel Bag oder Rucksack

Die meisten von uns werden einen Rucksack oder eine Reisetasche für den Lateinamerika Trip benutzen. Für Südamerika benötigt man robustes, abwaschbares, leichtes Gepäck. Das man selbst tragen kann. Nichts mit Rollen unten dran!

Liest irgendjemand diesen Südamerika Reiseblog und wird mit dem Rollkoffer unterwegs sein? Dann bitte weiter lesen und schaff dir mal vernünftiges Gepäck für die Reise an! Also zum Beispiel diese schönen Taschen hier:

Reiserucksack: Rucksack bzw. Reiserucksack mit ggf. Schutzhülle gegen Regen, Staub

Duffel Bag klein, um die 50 Liter, z.B. von Patagonia, The North Face, Vaude. Ich schwöre auf Duffel Bags, die kann man als Tasche tragen oder wie einen Rucksack. Extrem robust, sehr leicht an sich, lassen sich gut verstauen, sehr praktisch.

Duffel Bag gross um die 60 Liter Fassungsvermögen, z.B. von Eagle Creek, North Face, Patagonia und anderen Marken. Ich glaube, dass ein solcher Duffel Bag nicht besser oder schlechter als ein richtig guter Backpacker – Rucksack ist. Das ist einfach Geschmacksache. Gilt natürlich nicht für längere Touren oder Trekkingtouren, da ist ein guter Rucksack besser.

Tagesrucksack: Kleiner und leichter Tagesrucksack, denn man zusammenrollen und in das Gepäck stecken kann. Diese Rucksäcke haben ein Volumen um die 12 – 15 Liter, sehr gute stellt Gregory her.

Rucksack für das Handgepäck: Diese Rucksäcke sollten von der Größe her als Handgepäckstück durchgehen. Ich habe den Aeronaut von Tom Bihn oder den Tom Bihn Traveller Bag Pack (im Bild unten, mit dem Small Duffel von The North Face). Die Tom Bihn Taschen und Rucksäcke musst du in den USA direkt beim Hersteller ordern, meines Wissens gibt es keinen europäischen Händler dafür. Die Tom Bihn sind teuer, ja, aber die halten ein Leben lang, die sind wahnsinnig robust.

  • Eine explizite Fototasche nehme ich nicht mit, die Fotoausrüstung geht in das Handgepäck, also in diesem Fall in den Tom Bihn Rucksack.

Noch mehr Lateinamerika für Traveller im planetenreiter Reiseblog

Welches Land in Südamerika passt zu mir und meiner Reise?

Frieren ihm Regenwald? Geht bei den Iguazu Wasserfällen in Brasilien ganz gut.

Einen Blick auf die optimalen Klamotten für den Regenwald? Das habe ich in Guyana getragen (siehe das folgende Video)

Offenlegung: Dieser Text enthält sog. Affiliate Links zu meinen Ausrüstungspartnern. Alle Einkaufe über diese Links generieren eine kleine Provision für mich. Für dich kosten die Produkte deshalb nicht mehr!

Bolivien: Inlandsflüge – Airlines, Strecken, Kosten

Bolivien: Alles Wichtige über Inlandsflüge: Airlines, Strecken, Kosten uvm.

In Bolivien hat man, was das Herumkommen im Land angeht, meistens zwei Optionen, Strecken zurück zu legen: Bus oder Flugzeug. Auf einigen wenigen Routen gibt es noch Züge. Dieser Blogbeitrag fokussiert sich aber alleine auf das Wie und Wo des Fliegens innerhalb Boliviens. Denn: Du hast die Wahl, entweder preiswert 12 Stunden im Bus sitzen, oft über Nacht, oder eine Stunde den Flieger nutzen.

Lies hier alle wichtigen Reisetipps zu Inlandsflügen in Bolivien!

Und hier findest du noch mehr Reiseinfo für deinen Bolivientrip: Anreise ab Europa, Kosten, Geld unterwegs, Top-Sehenswürdigkeiten, Transport im Land und weitere Insights vom Südamerika-Experten

Welche Fluggesellschaften fliegen innerhalb Boliviens?

Diese Liste ist kurz, es sind zwei Airlines, welche sich den innerbolivianischen Markt aufteilen:

  • Bolivian de Aviacion, oder kurz: BoA
  • Ecojet

Boliviana ist die staatliche Fluggesellschaft des Landes, mit einer Flotte von 23 (April 2024) Flugzeugen. Auf dem Domestic Strecken kommen Boeing 737-300, – 700 und – 800 zum Einsatz, sowie Bombardier CRJ-200. Buchbar auf den Inlandsdiensten ist jeweils nur eine Kabinenklasse. Angeflogen werden insgesamt 21 Destinationen national und international.

Linea Aerea ecojet hat eine Flotte von vier BAE Avro RJ 85 Fliegern, bedient mit diesen kleinen Jets aber die wichtigsten domestic-Routen des Landes.

  • Die Fluglinie amaszonas hat ihren Betrieb 2023 eingestellt und verkehrt im Jahr 2024 somit nicht mehr

Welche Flughäfen und Strecken sind touristisch relevant?

Die wichtigsten (touristischen) Flugstrecken in Bolivien sind die folgenden:

La Paz – Uyuni (BoA)

Santa Cruz de la Sierra – La Paz (Ecojet, BoA)

Santa Cruz de la Sierra – Sucre (Ecojet, BoA)

Sucre – La Paz (BoA, EcoJet)

La Paz – Cochabamba (Ecojet, BoA)

Cochabamba – Santa Cruz de la Sierra (Ecojet, BoA)

Tarija – La Paz, Cochabamba, Santa Cruz (alle BoA)

Der wichtigste Flughafen Boliviens und mit ca. 3 Mio. Passagieren auch der verkehrsreichste, ist Viru Viru International (VVI) in Santa Cruz de la Sierra, der Wirtschaftsmetropole des Landes. Dieser Airport liegt im östlichen Tiefland. Über VVI werden auch viele Umsteigeverbindungen innerhalb Boliviens angeboten, wenn es keine direkte Verbindung gibt.

Hoch in den Anden befinden sich die Flughäfen El Alto von La Paz auf 4061 m und auch der Alcantari Airport der Landeshauptstadt Sucre auf mehr als 3100m Höhe über dem Meer.

Zum Flughafen von Potosi werden momentan keine Linienflüge angeboten.

Transfers und Ausflüge in La Paz findest du hier (Affiliatelink)

Wie bucht man Inlandsflüge in Bolivien am besten?

Am einfachsten ist für mich jeweils die direkte Buchung über die Apps oder Webseiten der Fluggesellschaften, siehe die Links dazu weiter unten im Blogbeitrag. Zahlbar sind die Flüge für Nichtbolivianer dann mit Kreditkarte, Visa oder Mastercard, ggf. auch American Express. Bezahlt wird in der Landeswährung Bolivianos.

Ich habe meine Inlandsflüge immer recht kurzfristig gebucht, das ging problemlos, auch über das Handy. BoA fliegt domestic mit einer einzigen Kabinenklasse, Business Class gibt es in den zuweilen doch eher älteren Flugzeugen nicht. Auch kann man modular keine weiteren Service wie Lounge, Early Boarding oder bessere Sitze buchen.

In bar bezahlen als auch Einchecken kann man auch in den Stadtbüros der Fluggesellschaften!

Zudem gibt es in allen grösseren Städten des Landes Reisebüros und Agenturen sowohl eigene Büros der BoA als auch von EcoJet, wo man Tickets kaufen oder für den Flug einchecken kann.

Achtung: In einigen Reiseblogs und Reiseführern wird noch die Fluggesellschaft amaszonas als Betreiber von Inlandsstrecken aufgeführt, das ist aber nicht mehr aktuell, diese Airline hat den Betrieb inzwischen eingestellt.

Im Inneren Boeing 737 von BoA, Bolivien

Wie kommt man zu den Flughäfen, wie in die Innenstadt?

Zu den meisten Flughäfen kommt man meistens nur per Taxi oder Uber. Sammelbusse (Micros) sind eine weitere Option, Personennahverkehr z.B. mit S-Bahn oder städtischen Bussen oder ähnliches gibt es nicht in Bolivien.

Hier einige Preisbeispiele für Taxis, diese Preise sind staatlich festgelegt:

Taxi Stadtzentrum vom/zum Flughafen La Paz El Alto: 70 – 80 Bolivianos.

Taxi Stadtzentrum vom/zum Flughafen Sucre: 70-80 Bolivianos.

Taxi Stadtzentrum vom/zum Flughafen Santa Cruz VVI: 70-80 Bolivianos.

Uber bietet Dienste an in Bolivien, man kann auch immer über sein Hotel eine Abholung/einen Transport organisieren.

Geldwechsel, Geldautomaten in den Flughäfen

Boliviens Währung ist der Boliviano, aber diesen im Ausland vor dem Flug in das Andenland einzutauschen ist eher schwierig. In den Flughäfen Boliviens an welchen man ggf. aus dem Ausland ankommt, gibt es ausreichend Geldautomaten. In La Paz El Alto Airport gibt es einen Raum, etwas versteckt, direkt links nach der Ankunft, mit ca. zehn Geldautomaten von zehn unterschiedlichen (bolivianischen )Banken.

In Sucre als auch in Santa Cruz Viru Viru gibt es ebenfalls genug Auswahl an Geldautomaten.

Um Bargeld an bolivianischen ATMs oder Cajeros Automaticos abzuheben, brauchst du unbedingt eine Kreditkarte, Visa erschien mir besser zu funktionieren als Mastercard.

Sicherheitsbestimmungen, was darf an Bord, was nicht

Die Sicherheitsvorkehrungen als auch Kontrollen für Inlandsflüge in Bolivien sind im Prinzip ähnlich wie in der EU. Batterien und Akkupacks als auch Notebooks sollten nicht in das Aufgabegepäck, diese müssen in das Handgepäck.

Infrastruktur an den Flughäfen

An den grossen bolivianischen Flughäfen La Paz als auch Santa Cruz VVI gibt es Restaurants, Geldautomaten, Duty Free Geschäfte, aber auch Cafeterias für ein frühes Frühstück, z.B. von der kolumbianischen Kette Juan Valdez.

In z.B Sucre gibt es vor der Abfertigung einen kleinen Food Court. Die Preise sind recht zivil, verhungern oder verdursten sollte niemand.

 

Auslandsverbindungen nach Bolivien und Domestic Weiterflug, Ausflüge und Transfers

Die relevanten Auslandsverbindungen, um nach Bolivien von Europa aus zu fliegen, sind die folgenden. Momentan gibt es von Deutschland, Österreich und der Schweiz keine direkte Flugverbindung nach Santa Cruz oder La Paz.

  • Madrid – Santa Cruz VVI (mit Air Europa und BoA)
  • Miami – Santa Cruz VVI (BoA)
  • Bogota – Santa Cruz VVI (Avianca)
  • Bogota – La Paz (Avianca)
  • Cusco, Peru – La Paz (Avianca)
  • São Paulo – Santa Cruz (BoA)
  • Lima – Santa Cruz (LATAM)
  • Lima – La Paz (LATAM)
  • Santiago de Chile – La Paz (LATAM)
  • Panama City – Santa Cruz VVI (Copa Airlines)

Weiterflüge nach internationaler Ankunft gibt es demnach zu den grösseren Flughäfen von La Paz oder Santa Cruz, Sucre, Tarija und Cochabamba, aber auch z.B. Rurrenabaque und eher kleinen Airports in der Provinz. Santa Cruz VVI ist hier der relevantere Flughafen als La Paz.

Folgend findest du eine kleine feine Auswahl wirklich schöner Ausflüge in Sucre und Potosi. Angeboten werden sie über den spanischen Anbieter Civitatis, welcher in Südamerika meiner Meinung und Erfahrung nach eindeutig die besten Aktivitäten und Transfers anbietet (Affiliate). Durchfeührt werden die Ausflüge von lokalen Partneragenturen.

Kosten für Inlandsflüge

Tatsächlich scheint mir dieser Punkt nicht so wichtig, denn: Die Kosten für Flüge innerhalb Boliviens sind eher günstig. Ja, eine Fahrt mit dem Bus ist noch günstiger, aber ein privater Transfer/Mietwagen von z.B. La Paz nach Uyuni deutlich teurer als die Flugtickets für zwei Personen auf der gleichen Strecke.

Folgende Preisbeispiele für wichtige touristische Strecken:

La Paz – Uyuni: ca. 70 EUR einfach, pro Person

Sucre – La Paz: ca. 53 EUR einfach, pro Person

Santa Cruz – La Paz: ca. 60 EUR, einfach, pro Person

Macht es mehr Sinn die Flüge vor Ort zu buchen oder schon ab Europa? Bei den Preisen kann man auch mit der Buchung innerhalb Boliviens nicht mehr viel sparen.

Eine Besonderheit beim Buchen: Wer über die App der BOA bucht erhält einen Ticketcode, bevor man bezahlt. Mit diesem Ticketcode kann man dann auch z.B. in ein Büro der BOA gehen und dort an der Kasse zahlen, aber auch dort an den Automaten einchecken und sich eine Bordkarte geben lassen.

Mehr Info zum Fliegen in Südamerika:

Video: Inlandsflug ab La Paz nach Uyuni

Sieh hier in meinem Video, wie ein Inlandsflug von La Paz nach Uyuni aussieht, wie man den Flug bucht, wie die Kabine so ist, und viele Info zum Domesticfliegen in Bolivien mehr. Plus einem tollen Überflug über den Salar de Uyuni!

Brasilien Inlandsflüge: Preise, Strecken, Airlines, Tipps (Update 2024)

Brasilien Inlandsflüge: Info, Reisetipps, Fluggesellschaften, Kosten

Bei Inlandsflügen in Brasilien gibt es einige wichtige grundsätzliche Punkte zu beachten. Im folgenden Blogbeitrag im Südamerika-Reiseblog möchte ich die wichtigsten grundsätzlichen Tipps plus einige Insiderinfo geben.

Festhalten kann man, dass mehr als 100 Inlandsziele in Brasilien per Flugzeug und mit Billigfluglinien erreicht werden können, auch recht abgelegene Orte.

Bei der Größe des Landes sollte man also schauen, ob man eine sehr lange Busfahrt nicht auch mit einem kürzeren Flug ersetzen kann. Nur ein Beispiel: Wer die Iguazu-Wasserfälle im Süden des Landes besuchen möchte: diese sind ca. 1000 Kilometer von Sao Paulo entfernt!

Eine Rundreise in Brasilien, ob pauschal oder individuell organisiert, kann eigentlich, wegen der Größe des Landes, kaum ohne einen oder mehrere Flüge innerhalb des Landes realisiert werden. Deshalb nun hier im Südamerika-Reiseblog die Tipps und Empfehlungen, wer in Brasilien einen Inlandsflug machen möchte.

Welche Fluggesellschaften bieten Inlandsflüge in Brasilien an?

Die wichtigsten brasilianischen Fluggesellschaften für Inlandsflüge sind die folgenden. Ich verlinke die Buchungsadressen direkt am Ende dieses Blogs.

  • Azul Brazilian Airlines
  • LATAM Brasil
  • GOL Transportes Aereos

Azul hat den IATA Code AD, und eine Flotte von über 160 Flugzeugen. Das Gros der Azul-Flotte sind Typen von Airbus, und zwar A320neo. Domestic kommen auch noch, auf kleineren Strecken, die ATR 72 sowie die Embraer 195 zum Einsatz. Die internationalen Strecken von Azul nach Orlando, Fort Lauderdale, Lissabon und Paris werden mit Airbus A330 bzw. A350 bedient. Hub ist der Flughafen Campinas-Viracopos im Grossraum Sao Paulo (Die Stadt Campinas ist ca. 80 km nordwestlich von Sao Paulo). Azul bedient mehr als 100 (!) Inlandsziele. Als Billigflieger würde ich sie nicht bezeichnen, sie sind eine Mischung aus no-frills- (vulgo: Billigflieger) und Linienflieger, mit einem extrem breitgefächerten Angebot an Destinationen. Zur Übersichtskarte mit allen Azul-Flugzielen hier.

LATAM Brasil hat den Airline-Code LA, und eine Flotte von um die 130 Maschinen. Die Latam Brasil Flotte besteht grösstenteils aus Typen von Airbus, hauptsächlich A319 und A320, aber auch mehr als 30 A321. Innerhalb Brasiliens wird meistens mit einer Einklassen-Kabine allein in Economy geflogen. LATAM wäre auch meine Wahl für einen Flug von Brasilien in die umliegenden südamerikanischen Länder, bevorzugt nach Peru, Kolumbien, Argentinien, Chile.

GOL kann man als den brasilianischen low cost oder Billigflieger bezeichnen, mit um die 140 Maschinen werden zahlreiche Inlandsstrecken bedient. Drehkreuz ist der Flughafen Sao Paulo Congonhas, sowie Rio de Janeiro Santos Dumont. Der IATA Airline Code von GOL ist G3. Die Flotte besteht hauptsächlich aus Typen der Boeing 737 Familie, also -700, -800 und MAX8.

Was kosten die Tickets? Wie bezahlt man?

Die Preise für Inlandsflüge in Brasilien sind insbesondere auf den vielbeflogenen Strecken zwischen den großen Städten des Landes (Rio, Sao Paulo, Manaus, Salvador, Belo Horizonte, Brasilia, Porto Alegre) nicht wirklich preiswert – zwar sind Azul und GOL eher low cost bzw. Billigflieger, aber Tickets unter 100 USD für einfache Strecken sind schwer zu bekommen.

Bei Azul als auch bei GOL kann man auf deren offiziellen Webseiten nur mit Kreditkarte bezahlen, akzeptiert werden Mastercard, Visa, Amex und Diners, sowie diverse brasilianische Karten.

PayPal wird bei beiden Airlines nicht angeboten. Wer also noch keine Kreditkarte besitzt, braucht spätestens jetzt eine. Wer sich entscheiden muss zwischen VISA und Mastercard: Für Südamerika empfehle ich aus langjähriger Erfahrung eher VISA.

Wo die Tickets buchen? Vorab in Europa oder vor Ort?

Wer sicher gehen möchte und seine Reisezeiten bereits kennt, der bucht die Tickets aus Europa vorab, am besten direkt bei den Fluggesellschaften. Die ideale Zeit, wenn ich diversen Tests glauben schenken möchte, sind ca. acht Wochen vor dem Reisedatum. Latam hat eine deutschsprachige Webseite, Azul und GOL offerieren jeweils in Englisch ihre Dienste.

Bringt es etwas, z.B. mit einem VPN zu testen und quasi über einen brasilianischen Server die Webseiten der Fluggesellschaften anzusteuern? Vielleicht, probiert es aus! Vorsichtige Antwort, und ganz klar unwissenschaftlich, belegt qua Erfahrung: VPN bringt eher nichts, um von Europa aus sehr preiswerte Flüge in Brasilien zu buchen.

Übersicht der Flugstrecken in Brasilien

Da allein Azul ca. 100 Destinationen in Brasilien bedient, ist eine Übersicht der wichtigsten Flugstrecken innerhalb Brasiliens schwierig. Am besten suchst du auf den Webseiten der Fluggesellschaften (die Links findest du am Ende dieses Artikels), ob die Route, die du buchen möchtest, angeboten wird. Eine weitere Option zur Recherche von Flugstrecken ist Google Flights, aber auch flight connections.

Im englischsprachigen Wikipedia kann man auf den Einträgen zu den jeweiligen Flughäfen unter dem Themenpunkt Airlines + Destinations sehr gut im Überblick sehen, welche Fluggesellschaften welche Strecke bedienen, siehe hier am Beispiel des internationalen Airports und grössten Flughafens von Brasilien in Sao Paulo Guarulhos. 

  • Wer zu den Iguazu-Wasserfällen reisen möchte muss nach Foz do Iguacu fliegen – mehr Info und ein ausführlicher Reisebericht zu Brasiliens Sehenswürdigkeit Nummer 1 findest du bald hier im Reiseblog.

Manaus ist das Flugziel, wer in den Amazonas-Regenwald reisen möchte.

Wer mit dem klassischen Amazonas Dampfer in einer Hängematte oder Kabine tagelang den grössten Fluss des Planeten befahren möchte, beginnt stromaufwärts an der Grenze zu Kolumbien in Tabatinga oder an der Mündung in Belem. Nach Tabatinga kann man ab Manaus fliegen.

Iguazu-Fälle Brasilien

Flugpässe Brasilien

Sogenannte Flugpässe oder air passes bündeln mehrere Flüge zu einem recht attraktiven Preis – auf Kosten von Flexibilität. Azul bietet zwei Varianten an, einmal für 399 US-Dollar für vier Flüge innerhalb von zehn Tagen, und für 499 USD für vier Flüge in 21 Tagen. Wird nur über Reisebüros angeboten, auf der Seite von Azul selbst konnte ich das Angebot nicht finden.

Für den Brasilien-Flugpass von GOL gilt das gleiche: nur über spezialisierte Reisebüros zu kaufen, man muss auch alle Flugstrecken vorab angeben. Ich glaube, das Thema „Flugpässe“ ist so zeitgemäß wie ein Wählscheibentelefon – ich empfehle, die Flüge einzeln zu buchen, da bleibt mehr Flexibilität.

Gepäckbestimmungen

Informiere dich vor deinem Flug über die Gepäckbestimmungen der jeweiligen Fluggesellschaft. Jede Airline hat unterschiedliche Regelungen bezüglich des erlaubten Gewichts und der Größe des Handgepäcks sowie des aufgegebenen Gepäcks. Beachte diese Vorgaben, um zusätzliche Gebühren oder Probleme am Flughafen zu vermeiden. Bei der Buchung des Flugs auch bitte darauf achten, ob du Aufgabegepäck haben wirst oder ggf. nur Handgepäck mitbringst und den entsprechenden Tarif buchen.

Azul und Gol akzeptieren beide Handgepäck mit maximal zehn Kilo Gewicht.

Check-In, benötigte Dokumente

Stelle sicher, dass du ausreichend Zeit für den Check-in einplanst – manchmal sind die Schlangen doch sehr lang, zwei Stunden vor Abflug sollte man immer am Flughafen sein. Inlandsflüge haben normalerweise eine kürzere Check-in-Zeit im Vergleich zu internationalen Flügen, aber es ist immer ratsam, frühzeitig am Flughafen anzukommen, um eventuelle Warteschlangen zu vermeiden. Ich empfehle, auch immer schon online einzuchecken, dann brauchst du ggf. am Schalter nur noch das Gepäck abgeben.

Vergewissere dich, dass du alle erforderlichen Reisedokumente wie deinen Reisepass oder deinen Personalausweis griffbereit hast, und recherchiere, ob du ggf. auch ggf. spezielle Impfnachweise (Gelbfieber, Covid z.B.) erbringen musst.

Was gibt es bei den Sicherheitskontrollen für Inlandsflüge zu beachten?

Bereite dich auf die Sicherheitskontrollen am Flughafen vor, indem du dein Handgepäck gemäß den geltenden Vorschriften verpackst.

Entferne eventuell Flüssigkeiten oder Gegenstände, die nicht erlaubt sind, aus deinem Handgepäck, um Verzögerungen oder Probleme zu vermeiden. Neuerdings wird auch geprüft, ob elektronische Geräte wie Notebooks oder Tablets (wegen ihrer Akkus bzw. Batterien) im Aufgabegepäck sind, diese sollten in das Handgepäck umgepackt werden.

Ansonsten gibt es bei der Sicherheitskontrolle in Brasilien keine Besonderheiten im Vergleich zu Europa. Schuhe ausziehen wird meistens nicht verlangt!

LATAM Airbus in Foz do Iguassu, Brasilien

Flughafentransfers in Brasilien

Beachte, dass einige größere Städte in Brasilien mehrere Flughäfen haben zum Beispiel Sao Paulo: Der internationale Flughafen ist im Stadtteil Guarulhos und hat demnach das IATA Kürzel GRU, der zweite, eher Flughafen für domestic ist in Congongas und hat das Kürzel CGH.

Für Rio de Janeiro gilt das gleiche: Der internationale Flughafen heisst Galeao mit dem Kürzel GIG, der Flughafen in Rio für die Inlandsflüge ist Santos Dumont mit dem Kürzel SDU.

Überprüfe also besser vorab, von welchem Flughafen dein Inlandsflug abfliegt, und plane entsprechend deinen Transfers zum Flughafen.

Die wenigsten Flughäfen Südamerikas haben eine Anbindung an ein Schienennetz – man muss den Bus oder Taxi nehmen, oder sich einen Flughafen-Transfer privat organisieren. Oder sich ein Hotel suchen, welches einen eigenen Shuttleservice anbietet.

Unterkünfte am Flughafen, Flughafenhotels

Wer nach dem langen Flug von Europa nach Brasilien noch einen Inlandsflug hat, möchte diesen eventuell erst nach einer geruhsamen Nacht im Hotel durchführen. So mache ich das auch immer, und spare mir oft die Fahrt in die Stadt hinein, wie z.B. in Lima oder oder Bogota, wo es wirklich tolle Hotels direkt am Flughafen gibt. Das ist einfach angenehmer.

Bei der Suche nach einem Hotel in der Nähe des Flughafens kann man bei z.B. booking.com den Flughafen als Ort angeben, und erhält dann die Hotels in der Nähe.

Finde hier deine Unterkunft am Flughafen Sao Paulo GRU und unterstütze mit deiner Buchung diesen Reiseblog (Affiliate Werbung)

Direktlink zu den Fluggesellschaften

Die folgenden Airlines bedienen die wichtigsten Routen innerhalb Brasiliens, ich empfehle, immer direkt auf den offiziellen Webseiten zu buchen und auch vorab nach Preisaktionen zu schauen:

Internationale Ankunft Flughafen Sao Paulo Guarulhos

Die meisten Flüge ab Europa fliegen den internationalen Flughafen von Sao Paulo an. Dieser hat das IATA-Kürzel GRU. Die folgenden europäischen Fluggesellschaften fliegen ab ihren jeweiligen Hubs nach GRU. Dort landen und starten sie meistens ab Terminal 3.

Air Europa (Madrid)

Air France (Paris CDG)

British Airways (London Heathrow)

Iberia (Madrid)

ITA (Rom)

KLM (Amsterdam Schiphol)

Lufthansa (Frankfurt Rhein-Main)

Swiss (Zürich)

TAP Air Portugal (Lissabon)

Turkish Airlines (Istanbul)

Inlandsflüge gehen ab den beiden anderen Terminals 1 und 2, es gibt einen Shuttlebus welcher zwischen den Terminals fährt.

Bei der Gepäckabholung gibt es Geldautomaten.

Video Iguazu-Reisetipps mit Inlandsflug

 

Cartagena de Indias: Reisetipps (Update 2024)

Südamerika Reiseblog: Cartagena de Indias in Kolumbien. Glanz und Elend.

Cartagena de Indias leuchtet.

So möchte ich diesen Blogartikel über Kolumbiens touristischste Stadt eröffnen. Mit einem popkulturellen Verweis, der dieser erstaunlichen Stadt gerecht wird.

Denn: Cartagena de Indias ist – nun ja – glänzend. Ziemlich wundervoll. Einerseits.

Ich könnte diesen Text alternativ wie folgt beginnen, denn die Stadt ist – andererseits -auch ziemlich elendig, denn:

Über Kolumbiens Cartagena de Indias an der Karibikküste ist schon alles geschrieben und gesagt. Nur nicht von jedem. Und in den meisten Fällen auch nicht sehr originell.

Weshalb ich gleich zu Beginn dieses Südamerika Reiseblog Textes alle Worthülsen, Klischees, Dutzendfach verwendete Überschriften und mannigfaltig kopierte und immer wieder genutzte Beschreibungen einfach mal in einem atemlosen Satz vorwegnehme. In einer Mischung aus journalistischen, abgedroschenen Schlagworten und Axiomen welche in keinem Reiseblog fehlen dürfen:

Kolumbiens Perle der Karibik. Schönste Stadt Kolumbiens. Königin der Karibik. Schönste Altstadt Südamerikas. UNESCO Welterbe. Total überlaufen. Over Tourism. Karibikflair. Gabriel Garcia Marquez war auch hier. Simon Bolivar sowieso. Shakira vielleicht. Beste Reisezeit ist ganzjährig. Besonders toll ist Cartagena im Karneval. Die wahre Pest sind die Kreuzfahrttouristen. Trubelige Straßen der Altstadt. Lebendiges Nachtleben. Sehenswürdigkeiten. Sicherheit. Die besten Aktivitäten und Ausflüge in Cartagena Kolumbien.

Um nicht zu vergessen: Die tollsten Ausflüge und Aktivitäten an der karibischen Küste.

Und natürlich: Zehn Dinge die du in Cartagena de Indias erlebt haben musst.

Den zitierten  Satz wollte ich in diesem Blog einfach mal geschrieben haben. Um zu versprechen, dass ich ihn niemals sagen oder schreiben und auch ernst meinen werde.

Denn jeder Reisende muss erstmal: gar nichts. Muss nicht auf irgendwelchen Listen, die andere geschrieben haben irgendwelche Reiseziele, Clubs, Insta-spots, Strände oder Aktivitäten abhaken.

Man muss nichts „erlebt“ haben. Reisen ist Freiheit. Reisen ist im besten Sinne unproduktiv, ist gepflegtes Flanieren und Nichtstun. Sich treiben lassen. Wer reist, um Orte oder Aktivitäten oder Bucketlists abzuhaken, hat nichts verstanden. Wer Texte von Reisebloggern ernst nimmt, auch nicht. Wer die Karibik  oder Kolumbien oder Südamerika „macht“, sollte ggf. sein Leben, zumindest aber seinen Reisestil –  überdenken. Wer mit dem Kreuzfahrtschiff dort ankommt, sowieso.

Cartagena de Indias für Traveller in Südamerika

Ach ja, weshalb wollte ich noch mal nach dorthin an die kolumbianischen Karibikküste reisen?

Wegen des Wetters, muss ich zugeben. In den Bergen in Kolumbien bzw. in der Kaffeezone ist es halt doch eher frisch, Medellin ist ein ungemütlicher zu heisser Moloch, aber die Küste der Karibik verspricht ein wohl-temperiertes Klima. Freundliche Menschen. Entspanntes, wohltuendes Herumlungern in Hängematten. Blauer Himmel. Das Meer. Der Duft von Orangen und Zitronen und minzigen Mojitos. Denn Kuba ist ja nicht weit.

Zudem reiste ich nach Cartagena weil ich südamerikanische Altstädte sehr mag. Ihre Geschichte. Und die Geschichten, die sie erzählen. 

Das Cartagena von heute erzählt in erster Linie viele Geschichten und zählt Gründe auf, was am modernen Tourismus schlecht ist, was für Reisende falsch läuft, und exemplarisch das Elend unserer modernen Welt ausmacht: 

Kreuzfahrten. Menschen, die auf Kreuzfahrten gehen um dann in Orten wie Cartagena im Rahmen eines organisierten Ausflugs anzulanden. Bettelnde Kinder. Straßenverkäufer mit Ray-Ban Sonnenbrillen aus Asien. Straßenverkäufern mit Hüten angeblich aus Panama. Sind wahrscheinlich aber eher aus China. Die Hüte. Die Straßenverkäufer sind Flüchtlinge aus Venezuela. Zu viele Geschäfte in den Straßen Cartagenas verkaufen Juwelen, Edelsteine und goldenen Tinnef. An die Menschen, die mit Carnival Cruise anreisen, vermute ich. Abends essen gehen und ebenerdig sitzen ist anstrengend. Zigarrenverkäufer, Ware angeblich aus Kuba. Michael-Jackson-Doubles.

Alle möchten dir was verkaufen, auch während du isst: Promocion. Oder sei es nur eine Fahrt mit einer der unzähligen einspännigen Droschken. Darin sitzen oft junge hübsche Frauen mit kleinen häßlichen, nicht mehr so jungen Männern. Die Frauen sind aus Südamerika. Die Männer nicht. Gabriel Garcia Marquez hat hier mal gewohnt. Simon Bolivar auch. Francis Drake sogar. Die kennt doch keiner mehr.

In den Läden gibt es T-Shirts mit Pablo Escobar als Motiv drauf. Ich möchte nicht wahrhaben, dass dies der außerhalb des Landes vielleicht bekannteste Kolumbianer ist. Zum Glück gibt es es Shakira. Das Goldmuseum in Cartagena ist nicht zu finden, manchmal glaube ich, es war nie da.

Die beste Methode, die Straßenverkäufer los zu werden ist: kaufen. Sonnenbrille, Hüte, Armbänder, ist alles nicht teuer und man unterstützt die Straßenverkäufer direkt. Und nicht die teuren Tandgeschäfte. Später sagt man einfach, dass man doch schon einen Hut hat, und bekommt: seine Ruhe. Davon abgesehen benehmen sich die Leute noch, und ein einfaches „Nein Danke“ reicht meistens aus.

Aber. 

Kolumbien Reiseblog
Altstadt Cartagena de Indias

Cartagena de Indias, Kolumbien: Koloniales Barock.

Cartagena de Indias als barockes historisches Stadtensemble ist tatsächlich ganz große Klasse. Oberes Regal. Wie die Altstadt von Havanna, nur nicht zerfallend. Detailverliebt gepflegt, mit nur ganz wenigen Lücken und besitzlosen Häusern, die zum Verkauf ausstehen. Mit einigen netten kleinen Cafés, authentischen Friseurstuben, Kneipen, der Universität.

Die Altstadt mit ihren drei Stadtteilen Centro, San Diego und Getsemani ist tatsächlich einen Besuch wert, auch für erfahrenen Südamerika-Traveller. Wer es sich leisten kann und möchte, bezieht eines der Hotels oder Apartments in Centro, welche in extrem authentischen und wunderbar eingerichteten kolonialen Häusern zu finden sind. Die besten davon haben kein Hotelschild draußen angebracht. Aber, es gibt sogar preiswerte Hostales, nicht nur Boutiquehotels.

Cartagena für Traveller hat alles, was man benötigt um sich zu versorgen oder um sich vom Reisen an sich zu erholen: Supermärkte, auch in der Altstadt. Geldautomaten, Banken, Wäschereien.

Preiswerte Unterkünfte, insbesondere in Getsemani, welches das Viertel für Backpacker ist. (Die Südamerika Flashpacker bleiben im Centro oder San Diego). In Cartagena ist alles vorhanden an Traveller-Infrastruktur. Der Hafen der Stadt ist wichtiger Verschiffungspunkt für Overlander, welche auf der Panamericana unterwegs sind, um die Lücke des Darien Gap zwischen Panama und Kolumbien per Schiff zu umfahren.

Cartagena ist vom Preisniveau eine der eher teuren Städte Kolumbiens, im Vergleich zu Europa aber immer noch preisgünstig. Bis auf die Boutiquehotels natürlich.

Reisende haben in Cartagena wirklich viele Optionen, länger zu verweilen, denn die Stadt besteht nicht nur aus der Altstadt.

Diverse Strände in Stadtnahe als auch auf den umliegenden Inseln (Playa Blanca, über die örtlichen Touranbieter anzufahren) sind zu entdecken, unzählige alte Befestigungsanlagen ebenso.

Mit dem Taxi (8.000 bis 10.000 Pesos einfache Fahrt) kommt man ganz gut in den modernen Teil der Stadt welcher ausschaut wie Panama City oder Cancun, also ziemlich furchtbar. Diese Gegend heißt Boca Grande bzw. Castillo Grande. Der Strand von Castillo Grande ist ok, das Wasser warm, und man wird von diversen Verkäufern umsorgt und wird weder verhungern noch verdursten. Man kommt auch nicht drum rum, Liegestühle und Schirme zu mieten.

Südamerika Reiseblogger Tipps: Ausflüge, Tagestripps

Der beste lokale Reiseblogger Cartagena Explorer ist hier zu finden, er listet eigentlich alle besuchenswerten Highlights sowie die Sehenswürdigkeiten der Stadt auf und ist wirklich praktisch: Museen, Strände, Restaurants, Ausflüge in die Umgebung. Schaut bei Adam mal rein. In Englisch.

  • Die besten Ausflugstipps und Tagesausflüge rund um die Stadt gibt es beim spanischen Anbieter Civitatis, welchen ich auch schon genutzt habe (Affiliatelink, Angebot in Englisch) – du kannst direkt über diese Links hier buchen!

Populär sind da zum einen die Ausflüge an die Strände in der Umgebung, entweder per Boot oder per Bus. Man kann dort einen Tag am Strand verbringen, an einem der dortigen Hotels. Toiletten, Essen, Trinken, Schatten, Möglichkeiten zum Umziehen sind also vorhanden. Siehe hier unter: Tagestripp Playa Blanca. (Affiliate Link).

Sehr zu empfehlen sind die Tagesausflüge in das Hinterland von Cartagena. Man fährt um eine Stunde raus aufs Land, sieht die grüne, sehr hübsche und malerische Gegend, und kann von einem dieser Tagestripps wirklich viel mitnehmen.

San Jacinto de Bolivar, eine wirklich authentische, lebhafte Kleinstadt mit seinem liebevollen Museum und den Hängemattenmanufakturen.

Oder San Juan Nepomuceno welches original aussieht wie das traumhafte Dorf aus einem Garcia Marquez Roman. Wie Südamerika vor 100 Jahren. Oder San Basilio de Palenque. Hier haben entlaufene Sklaven eine einzigartige Kultur geschaffen, und sprechen die einzige auf Spanisch basierende Papiemento-Sprache – sehr spannend und besonders! Die UNESCO hat diese Sprachinsel sogar in ihren immateriellen Schatz des Erbes der Menschheit aufgenommen (hier mehr Info über Basilio bei Cartagena).

Noch mehr Info über das Reisen in Kolumbien: Hier im Blog.

Kolumbien Reiseblog
Reisetipps Cartagena de Indias

Unterkünfte, Restaurants, Cafés

Mein persönlicher Tipp das Hotel bzw. die Unterkunft in der Altstadt von Cartagena  betreffend ist das Boutique Hotel La Passion in Centro. Ein Traum von einem Hotel. Nur acht Zimmer. Tolles Frühstück, Dachterrasse. Adresse: Carrera 5, Ecke Calle 36.

Die eher preiswerteren Unterkünfte für Backpacker sind im Stadtteil Getsemani zu finden, ebenso viele Kneipen, Bars, Restaurants und andere Backpacker.

Eine wirklich gute Auswahl für Unterkünfte aller Preisklassen in Cartagena de Indias findest du hier.

Restaurants gibt es in der Altstadt Cartagenas wirklich in großer Auswahl, fast alle bieten auch vegetarische Optionen an. Die beste Pizza von Cartagena gibt es meiner Meinung nach im Fernandez de Madrid an der gleichnamigen Plaza in Centro. Craft Beer gibt es dort ebenfalls in der herrlich politisch unkorrekten Farbskala von

  • Blanca (Weißbier)
  • Mestiza (IPA) und
  • Mulatta (dunkles Lager). Alle drei Biersorten sehr lecker. 

Schönstes Café in Cartagena: Ich mochte das Café der Finca San Alberto, in der Calle de Los Santos de Piedra, in der Nähe der Kathedrale. Hier kann man auch Kaffee in ganzen Bohnen kaufen. Die Finca San Alberto hat im Sommer 2022 ein zweites Café eröffnet, noch größer und schöner, direkt an der Plaza Santo Domingo.

In Getsemani gibt es das Café del Mural, welches nur von 15 – 18 Uhr geöffnet hat. Vormittags veranstaltet der Betreiber ganz wunderbare Kaffee-Workshops. Wer mehr über das kolumbianische Nationalgetränk erfahren möchte, dem sei diese Aktivität ans Herz gelegt. 

Tolles lokales Mittagessen mit vegetarischen Optionen (Käsesuppe!) gibt es im Restaurant Espiritu Santo in der Calle 35 #6-69, sowie im Restaurant im Exito Supermarkt.

Siehe hier die mit beste Übersicht der Ausflüge und Aktivitäten rund um Cartagena. Mit deiner Buchung unterstützt du diesen Reiseblog (Werbung)

 

Ausflugstipp Marinemuseum der Karibik

An Aktivitäten empfehle ich das famose Museo de Naval de Caribe, das Marinemuseum der Karibik.

In kurzen Worten: Für Geschichtsfreaks ein Traum. Hier kann der geneigte Besucher im Erdgeschoss des Museums die diversen Belagerungen der Stadt durch Engländer (Francis Drake 1586), Franzosen (Baron de Pointis, 1697) und nochmals die Engländer (Edward Vernon 1741) im Details bewundern. Die Geschichte Cartagena ist ohnehin wert, im Detail gelesen zu werden, hier der Link zur Geschichte Cartagenas bei Wikipedia.

Im Obergeschoss des Marinemuseums kann man die Geschichte der kolumbianischen Marine bewundern, und das mit Hilfe zweier fabelhaft hergerichteter und liebevoll präsentierter Schiffssimulatoren, eines Schnellbootes und eines U-Bootes. 

Kolumbien Reiseblog
Kolumbianische Dreifaltigkeit

Sehenswürdigkeit: Auf zur Festung San Felipe

Die Festung San Felipe gehört zum Pflichtprogramm jedes Ausflugs vom Kreuzfahrtschiff und jeder „Das muss man in Cartagena an Sehenswürdigkeiten gesehen haben“-Liste. Von daher ganz spannend, die anderen Touristen zu beobachten. Ernüchternd. Wenn sie alle ihren armseligen Instagram-Moment suchen und alle gleich bzw. hintereinander in den Schießscharten der Festungsmauer sitzend posieren. Die Festung ist so semi-großartig, bietet aber einen interessanten Ausblick über die Altstadt von Cartagena, die Bucht, das Meer, den neuen Teil der Stadt in Castillo Grande.

Ausflug zum Bazurto Markt/ Mercado Bazurto

Dieser sehr authentische Markt ist etwas außerhalb der Innenstadt gelegen. Man kommt mit dem Taxi für ca. 15.000 COP aber sehr einfach und in zehn Minuten hin. Der Markt ist ein Labyrinth aus Buden, überdachten Gassen, Verkaufsständen. Man bekommt an Obst und Gemüse wirklich alles, ebenso Fleisch, Fisch, aber auch Klamotten. Zudem gibt es Streetfood, Friseure, Massagen, Kosmetiksalons. Der Trubel ist einzigartig, der Einfluss auf alle Sinne (insbesondere den Geruchssinn) wirklich fabelhaft. Das Gedränge ist ebenso einzigartig – das ist nur etwas für Traveller mit Nerven. Aber deshalb unbedingt zu empfehlen. Es werden auch begleitete Touren angeboten – die Orientierung ist tatsächlich schwierig.

Wer preiswert einkaufen möchte, ist hier richtig. Kleingeld bzw. kleine Scheine mitnehmen nicht vergessen! Der Link um die Tour zu buchen: hier. (Tour in Englisch, Affiliatelink).

Die neue Sehenswürdigkeit: Einkaufs- und Kulturzentrum La Serrezuela

Kaum zu glauben aber wahr: Im Stadtteil San Diego befand sich bis vor kurzem eine halbverfallene Stierkampfarena, am östlichen Ende der Altstadt, direkt an der Stadtmauer. Der letzte Stierkampf fand hier 1973 statt, dann wurde das Gelände noch für Events aller Art genutzt, Musik, Theater, Oper, Party. Bis es dann jahrelang ungenutzt verfiel. Aber, es fanden sich Investoren und einige lokale Interessenten und jetzt erstrahlt die alte Arena, das ehemalige Circo Teatro, als Kultur- und Einkaufszentrum La Serrezuela.

Auf mehreren Etagen kann man eher hochpreisige Kleidung, Accessoires, Einrichtungsgegenstände etc. kaufen. Im obersten Stockwerk befinden sich zwei Restaurants, im Basement ein Café und mehrere Geldautomaten unterschiedlicher Banken. Mehr darüber ist hier zu lesen. Das neue Einkaufsparadies Cartagenas ist fussläufig im Stadtteil San Diego gehgelegen, noch innerhalb der Stadtmauer

Für Selbstversorger: Supermärkte, Wäscherei, Geldautomaten

Es gibt drei große Supermärkte in Cartagenas Altstadt: Zwei mal Exito, das ist die größte Kette in Kolumbien, und einen Olimpico. Je ein Exito und ein Olimpico sind in der Carrera 7 zu finden. Der Exito ist deutlich größer, mit einer tollen Auswahl an Obst und Gemüse sowie Getränken. Im zweiten Stock gibt es Kleidung und allerhand nützliches für den Haushalt und die Küche, für Selbstversorger. Ein zweiter großer Exito ist unmittelbar neben der neuen Mall La Serrenzuela am östlichen Ende der Altstadt zu finden.

Geldautomaten auch europäischer Banken sind in der Avenida Venezuela zu finden, am Rande der Altstadt, sowie rund um die Plaza de la Aduana. Sehr gut sind die fünf Geldautomaten von fünf verschiedenen Banken im Basement der neuen Mall La Serrenzuela.

Die Währung Kolumbiens ist der kolumbianische Peso, abgekürzt COP. 50.000 Pesos sind ca. 12 Euro. An den Geldautomaten kann man mit Kreditkarte (Visa, Mastercard) sehr gut Bargeld abbuchen. EC Karten funktionieren in Südamerika meistens nicht!

Wäscherei (Lavanderia) La Tintoreria San Diego, mit tollem und freundlichen Service: Stadtteil San Diego, Carretera 10, zwischen Calle 36 und Calle del Quero. Das Kilo Wäsche kostet um die 6.000 Pesos. Morgens gebracht, nachmittags fertig.

Wer noch überlegt, welche Kleidung für ein tropisches Reiseziel wie Kolumbiens Karibikküste praktisch ist, liest hier: Kleidung für die Tropen. Alles selbst getestet!

Sicherheit in der Altstadt

Cartagena ist tagsüber in den drei Altstadtvierteln ziemlich sicher. Abends in Centro und San Diego gibt es laut den Locals auch keine Probleme. Man sollte halt nicht betrunken und alleine in der Gegend herum laufen. In Getsemani sollte man Nachts eher vorsichtiger sein und diese Gegend ggf. meiden bzw. ein Taxi nehmen.

Ansonsten machte die Stadt auf mich einen sehr sicheren und entspannten Eindruck, Kolumbiens Probleme sind hier, was den Kontakt mit Touristen und Traveller angeht, doch recht weit entfernt.

Beste Reisezeit Cartagena de Indias

Hochsaison in Cartagena ist im Februar/März, dann ist auch Karneval -mas o menos. Ich finde es relativ sinnlos, an der Karibikküste nach einer besten Reisezeit zu fragen, das Wetter ist meistens recht gleich: warm und angenehm. Die sogenannte Regenzeit ist zwischen April und Mai sowie dann noch einmal zwischen September-Oktober. Ich habe ebenfalls einige wirkliche Regenstürze in Cartagena miterlebt, aber eine Stunde später ist das Wasser in den Straßen abgeflossen, und es ist wieder schön warm.

Cartagenas Flughafen Rafael Núñez International Airport, Kosten per Taxi zum/vom Flughafen

Der Flughafen der Stadt (IATA Code: CTG)  ist unweit der Altstadt gelegen, ein Taxi zwischen Flughafen und Altstadt kostet momentan 15.000 COP, also ca. 4 Euro.

Dauer der Fahrt ist um die 20-30 Minuten, weil um die Mauern der Altstadt herum bzw. zum Flughafen oft Stau ist. 2018 nutzten 5,4 Millionen Fluggäste den Airport.

Eine Direktverbindung ab Europa bietet KLM Royal Dutch an, dieser Flug geht über Bogota, man kommt nachmittags um 17:30 in CTG an. Der Flug von KLM geht ab Amsterdam täglich, ab Ende Oktober 2023 wird zusätzlich mit 787-10 mit einer Sitzplatzkapazität von 318 Sitzen geflogen. Momentan fliegt noch die Boeing 787-9 mit 294 Sitzen. Es geht immer über Bogota. Abflug täglich ab Amsterdam um 09:35, Ankunft in BOG gegen 14:30, dann kurzer Aufenthalt. Der Flug nach Cartagena sind dann noch mal ca. 60 Minuten. (Alles wichtige zum Umsteigen in Amsterdam, mit Video)

Der neue spanische Langstrecken-no frills Flieger Plus Ultra Linea Aereas bedient eine direkte Verbindung über Madrid. Hier werden tatsächlich sehr attraktive Preise aufgerufen, geflogen wird 2024 mindestens drei Mal die Woche.

  • Neue Strecke ab Zürich: Für den November 2023 ist eine neue Strecke nach Cartagena ab Zürich angekündigt: Edelweiss Air wird den wichtigsten Flughafen der Schweiz mit Bogota und Cartagena verbinden, drei mal die Woche.

Internationale Flugverbindungen zwischen Süd- bzw. Mittelamerika und CTG bieten Copa über Panama City, Latam über Lima, Avianca über San José Costa Rica und Viva Air über Mexiko City sowie nach Argentinien.

Avianca wird 2023 einige neue Routen ab Cartagena einführen, u.a. nach/von Sao Paulo in Brasilien (auf Spanisch heisst das San Pablo), drei mal die Woche, sowie zwischen der kolumbianischen Karibikküste und Guayaquil in Ecuador. Beide Routen werden mit Airbus A 320 geflogen, drei mal die Woche geht es dann direkt nach Guayaquil und somit rücken auch die Galapagos-Inseln näher heran.

Von Kanada und den USA erreicht man Cartagenas Flughafen mit American Airlines ab Miami, Air Canada ab Toronto, Avianca ab New York JFK, JetBlue ab Fort Lauderdale,  Newark und JFK sowie mit Spirit Airlines ab Fort Lauderdale und Orlando, Florida.

Neu angekündigt für Herbst 2023 ist die Flugroute von Delta zwischen Atlanta und Cartagena. Geflogen werden soll mit Boeing 737.

Nationale bzw. domestic Flugverbindungen: Innerhalb Kolumbiens kommt man u.a. von Armenia, Bogota, Bucaramanga, Medellin, Cali, Pereira, San Andres und einigen anderen Städten sehr leicht per Inlandsflug an die Karibikküste.

Die folgenden Fluggesellschaften bedienen u.a. innerhalb Kolumbiens Strecken nach CTG:

  • Avianca
  • Latam Airlines
  • ClickAir
  • Wingo.

Man kann also auch die Pazifikküste, die Urlaubsinsel San Andres sowie die Kaffeezone in Zentralkolumbien direkt ab der Karibikküste erreichen und verbinden, ansonsten lassen sich andere Reisegebiete innerhalb Kolumbiens auch sehr einfach per Umsteigeflug und Zwischenlandung in Bogota verbinden.

Die Avianca Lounge im Abflugbereich von CTG

Nach der Sicherheitskontrolle gelangt man in den Abflugbereich (airside). Dies ist eine einzige, zuweilen überfüllte Halle, von der die Gates abgehen. Es gibt in Cartagenas Airport keine Fluggastbrücken, es wird ausnahmslos zu den wartenden Flugzeugen gelaufen.

Es gibt im Abflugbereich eine einzige Lounge. Man kann diese bei einem Avianca Flug zusätzlich buchen, für um die 50.000 COP pro Person – diese 12 Euro sind gut angelegt. Man sitzt dort sehr gediegen und ruhig, hat alles im Blick, es gibt kalte Getränke und sehr guten Kaffee und Espresso, sowie einige Snacks.

Video: Start von Bogota Airport

Einiges an Info zum Thema: Fliegen in Südamerika, speziell mit avianca:

Was sind Affiliate Links: Einige meiner Reisetipps sind sogenannte Affiliatelinks, welche zu meinem Partnerunternehmen Civitatis führen. Dort können meine Leser die Ausflüge buchen. Für jede Buchung erhält dieser Reiseblog eine Kommission. Die zu zahlenden Endpreise werden dadurch nicht teurer!

Cusco Peru: Reisetipps von A – Z (Update 2024)

Peru Reiseblog: Reisetipps Cusco von A bis Z

Lies hier im Reiseblog für Traveller, wie du als unabhängiger Reisender in Cusco, Peru zurecht kommst, lies hier praktische Reisetipps für Selbstversorger und deinen selbstorganisierten Trip in die alte Hauptstadt des Inkareichs.

  • Dieser Blogbeitrag befasst sich mehr mit praktischen Reisetipps eines Besuchs der Stadt, die schönsten Sehenswürdigkeiten Cuscos findest du hier.

Perus Cusco: Im südlichen Herzen der Anden

Nach Cusco wollte ich schon immer hin, seitdem ich die Geschichte des Franzisco Pizarro gelesen habe, wie er mit lachhaften 300 Mann das Reich der Inka zerstört hat. Die Hauptstadt des Inkareichs war Cusco, gelegen auf über 3400 m Höhe, in den Anden.

Die Stadt ist heutzutage mit ca. 400.000 Einwohnern der touristische Mittelpunkt der Anden in Perus Süden und Ausgangspunkt für die meisten Peru-Reisen in den Süden des Landes.

Cusco ist ebenfalls unbedingter Zwischenhalt und Basis für Trips nach Machu Picchu und Aguas Calientes sowie in das Heilige Tal der Inka, das Valle Sagrado, und die umliegenden Tempelanlagen (Chincheros, Ollantaytambo, Pisaq) sowie neuzeitliche Phänomene wie den Coloured Mountain.

Die kolonial-barocke Altstadt  ist ein UNESCO Weltkulturerbe (seit 1983), in welchem die europäischen Eroberer auf den Trümmern der Inkastadt ihre Kirchen und Paläste errichteten.

Folgend also die wirklich praktischen Cusco-Reisetipps A-Z für Backpacker, Flashpacker, Alleinreisende, Traveller, Langzeitreisende, Gruppenreisende etc. hier im Südamerika Reiseblog. Diese Tipps sind auch praktisch für Traveller, welche in Peru unterwegs sind und das touristische Highlight im Süden des Landes besuchen werden.

Cusco Peru: Reisetipps für unabhängige Traveller
Cusco Peru von A bis Z

Anreise nach Cusco per Flugzeug ab Lima: Welche Fluglinien bedienen  die Strecke?

Nach Cusco kann man ab vielen peruanischen Städten direkt fliegen oder mit dem Bus fahren. Zwischen Perus Kapitale Lima und Cusco kann man fliegen oder den Bus nehmen.

Es verkehrt kein Zug zwischen Lima und Cusco, es gibt keine Zugstrecke zwischen diesen beiden Städten.

Vom Flughafen Lima dauert ein Inlandsflug  knapp zwei Stunden. Es fliegen momentan drei  Fluggesellschaften zwischen Lima und Cusco, es sind

  • LATAM Airlines Peru (auch ab/nach Arequipa, Puerto Maldonado, Ayacucho)
  • Sky Airline
  • JetSmart Peru (auch ab/nach Arequipa)

Die Kosten für einen Inlandsflug liegen um die 100 – 150 EUR pro Person einfach, teilweise aber auch deutlich preiswerter. LATAM ist für mich die beste (weil pünktlichste und verlässlichste)  Fluglinie, wenn sie auch preislich meistens teurer ist.

(Die Fluggesellschaft LCPeru taucht in manchen Reiseblogs und Reiseführern noch auf als Flugoption zwischen Cusco und Lima, hat aber im Dezember 2018 den Flugbetrieb eingestellt. Ebenso hat die Fluggesellschaft Peruvian 2019 den Flugbetrieb eingestellt. Dafür kam die chilenische SKY als Anbieter auf dem peruanischen Markt hinzu. Avianca Peru hat als Tochterunternehmen ebenfalls den Flugbetrieb eingestellt. StarPeru als weitere peruanische Inlandsfluggesellschaft, welche die Strecke zwischen der Hauptstadt und Cusco jahrelang betrieben hat, bedient diese Route momentan, im Frühjahr 2024, nicht mehr. Ebenfalls den Flugbetrieb eingestellt hat Viva Air Peru).

Es gibt zwischen Lima und Cusco um die 20 Flüge täglich.

Wer von Lima nach Cusco per Flugzeug reisen möchte, bitte beachte: Der Strassen-Verkehr in Lima ist unglaublich, von der Stadtmitte zum Flughafen braucht man mindestens eine Stunde am Morgen, eher mehr.

Der Flughafen von Lima ist toll organisiert, aber morgens auch extrem voll.

Standardmässiger Pro-Tipp: Sei also mindestens zwei Stunden vor Abflug in Lima bei deiner Airline zum Einchecken bzw. Gepäck aufgeben. Vorab Online einchecken empfehle ich unbedingt.

Die Alternative zur Reise mit dem Flugzeug von und nach Cusco sind überschaubar: Busse oder Mietwagen.

Mobilfunk in Peru

Mittlerweile ist dieses einst etwas komplexe Thema wirklich supereinfach zu lösen. Die Mobilfunkabdeckung ist in Peru sehr gut. Roaming mit der europäischen Simkarte ist aber meistens zu teuer, und man sieht oft erst zu spät, wie hoch das verbrauchte Datenvolumen und somit die Kosten sind.

Die einfachste Methode, die hervorragende Netzabdeckung Perus mit einem modernen Smartphone zu nutzen bei gleichzeitiger Kostenkontrolle, heisst: eSim. Das ist eine temporäre kleine Datei, die man statt der festen Sinkarte in den meisten modernen Mobiltelefonen benutzen kann, im iPhone als auch in Android Geräten. Ich habe letztens in Bolivien, Kolumbien und Peru eine einzige eSim benutzt, von airalo.

Dort kann man sich eine eSim für ganz Südamerika besorgen, oder länderspezifische Sims. Mehr Info zu airalo eSims gibt es hier.

Peru Reiseblog
Altstadt von Cusco: die besten Reisetipps

Anreise per Flugzeug aus dem Inland (außer Lima)

Von Arequipa gibt es ebenfalls direkte und tägliche Flüge nach Cusco. (Wer von Cusco in den Regenwald möchte, fliegt nach Puerto Maldonado oder Iquitos weiter).

Von den folgenden peruanischen Städten gibt es Flüge direkt von und nach Cusco Aeropuerto Alejandro Velasco Astete, teilweise täglich. Für Flüge in alle anderen Städte in Peru muss man in Lima umsteigen:

  • Arequipa (LATAM, JetSmart, SKY Airline)
  • Ayacucho: LATAM bedient diese Strecke neu ab November 2022
  • Iquitos (LATAM, saisonal)
  • Puerto Maldonado (LATAM)
  • Trujillo (LATAM, saisonal)
  • Pisco (LATAM, saisonal)

Alle Informationen zum Fliegen innerhalb von Peru findest du hier im Peru Reiseblog.

Anreise: Was kostet ein Taxi vom Flughafen Cusco in die Innenstadt?

Vom Flughafen Cusco bis in die Innenstadt fahren Busse und Taxen. Wer wirklich ein enges Budget hat, nimmt den Bus (combi).

Ein Taxi vom Flughafen Cusco in die Innenstadt kostet bei den offiziellen Taxen (Llama Taxis)  40 Soles (März 2024).

Etwas günstiger ist der Preis für die Fahrt vom Hotel in Zentrum Cuscos zum Flughafen, mit 31 Soles. Fahrtdauer je nach Verkehrslage um die 20 bis 30 Minuten. Das Taxi vom Hotel zum Flughafen kann mit der Bestellung auch gleich bezahlt werden (per Kreditkarte), man bekommt eine Quittung und der Fahrer ebenfalls.

  • Alternative Fahrt mit dem Bus: Die nächstgelegene Busstation zum Flughafen heisst Pecsa Petrol, Preis dann um die drei Soles, also sehr preiswert!

Anreise innerhalb Südamerikas: Internationale Flugverbindungen

Auf Grund der Höhenlage der Stadt gehen, die meisten Flüge schwerpunktmässig morgens, kommen vormittags an, und verlassen Cusco auch wieder vor dem Nachmittag.

Das Wetter sorgt zuweilen auch für Verspätungen und Flugausfälle, ich würde zwischen einer Abreise in Cusco und einem eventuellen Transatlantikflug ab Lima ausreichend Zeit lassen, eher einen ganzen Tag Puffer einbauen. Das Flughafenhotel Wyndham Trip in Lima ist sehr zu empfehlen!

Die folgende Liste ist kurz: Momentan gibt es drei internationale Flugverbindungen von und nach Cusco, nämlich mit LATAM nach Santiago de Chile und mit Avianca ab/bis Bogota und weiter nach La Paz, Bolivien.

Ab Oktober 2023 hat Avianca wieder den Flugbetrieb zwischen der kolumbianischen Hauptstadt Bogota und Cusco aufgenommen, mit Airbus A319 und A320 wird viermal die Woche geflogen. Diese Strecke wird ab Cusco auch nach La Paz in Bolivien weitergeführt. Avianca verkauft im Rahmen des Freedom Flights Amendment auch Tickets zwischen Cusco und La Paz. Buchbar direkt bei Avianca auf deren Webseite.

  • Amaszonas, eine bolivianische low cost Fluglinie, welche ab und an zwischen Cusco und La Paz flog, hat ihre Dienste im Sommer 2023 komplett eingestellt.

Anreise Cuzco per Bus, Busterminal Terrestre

Die verlässlichsten Busgesellschaften in Peru sind Ormeño und Cruz del Sur. Beide fahren ab und von Cusco zu den größeren Städten wie Lima oder Arequipa ab dem Terminal Terrestre in der Via Evitamiento 429 bzw. kommen dort an. Diese Busgesellschaften bieten auch Liegesitze an, das ist dann schon relativ komfortabel. Die Busgesellschaften TourPeru und war Wari Palomino sind etwas preiswerter als die beiden erstgenannten.

Die Fahrzeiten für Strecken innerhalb Perus mit dem Bus sind ab und nach Cusco:

  • Arequipa: 10 Stunden
  • Juliaca: 5 Stunden
  • La Paz (Bolivien): 12 Stunden.
  • Lima: 21 Stunden
  • Nazca: 13 Stunden
  • Puerto Maldonado: 10 Stunden
  • Puno: 6 Stunden
  • Tacna: (weiter nach Chile): 15 Stunden
  • Reiseblog-Peru Tipp: Fahrkarten und Abfahrtzeiten am Vortag deiner geplanten Fahrt kaufen bzw. erfragen. Pünktlich sein am Abfahrtstag, Peru ist manchmal sehr unsüdamerikanisch!

Es gibt eine Unmenge von regionalen Diensten per Bus als auch per Kleinbus (collectivos), diese fahren von diversen Stationen in der Stadt ab und bedienen Orte in der Nähe wie Ollantaytambo, Pisaq, Urubamba. Die genauen Abfahrtsorte- und Zeiten erfragst du am besten vor Ort am Vortag – wenn es einen Fahrplan gibt. Meistens fahren diese Busse aber, wenn sich genug Reisende eingefunden haben!

Ausflüge und Aktivitäten rund um die Inka-Hauptstadt

Du kannst hier bei Civitatis, meinem Partner für Aktivitäten und Outdoor-Trips sowie Ausflügen, die meisten spannenden Trips rund um Cuzco buchen, und unterstützt dabei diesen Reiseblog (Werbung)

 

Bus von Cusco nach Puno

Diese Strecke ist ziemlich touristisch, aber dennoch sehr zu empfehlen. Dauert ca. zwölf Stunden, morgens um halb sieben geht’s los. Der Bus fährt u.a. über den 4300 m hohen La Raya Pass in den Anden, durch die spektakuläre Landschaft der Altiplano Hochebene bzw. des Anden-Hochlands, und hält an mehreren sehr interessanten historischen Orten wie dem mächtigen Tempel der Inka in Ranchi oder dem Ort Pucara. Wir fuhren mit Inka-Express, Preis pro Person, inklusive Eintritte und Mittagessen: ca. 50 USD. Manchmal gibt es einen Discountpreis von USD 39,99.

Das Büro von Inka-Express ist in Cusco in der Avenida de Julio 28. Abfahrt ist früh am Morgen, Ankunft in Puno dann am späten Nachmittag bzw. frühen Abend. Da die Fahrt permanent auf einer Höhe von mehr als 3500m stattfindet, sollte man sich vorher genug akklimatisieren und/oder Kopfschmerztabletten einstecken. Siehe auch das Kapitel zur Höhenkrankheit.

Ausflüge und Tagestouren rund um Cusco und in das Heilige Tal

Touren in das Heilige Tal (Valle Sagrado) lassen sich vor Ort in Cusco organisieren, rund um die Plaza de Armas finden sich Agenturen, Reisebüros und Veranstalter. Man kann für diese Ausflüge in einer Gruppe mit dem Bus fahren, oder sich einen eigenen Fahrer mit PKW mieten. Oder du buchst die Touren direkt hier bei meinem Partner Civitatis (Affiliate-Link, in Englisch).

Ich habe bereits beide Varianten gewählt, wer eine etwas besser gefüllte Reisekasse hat, wählt ggf. den eigenen Fahrer, man darf aber nicht erwarten, dass dieser fließend Englisch spricht. Diese Touren sind meistens Tagestouren  und steuern u.a. diese Orte an:

  • die Inkafestung und den Markt in Pisaq
  • die Inkaruinen und malerische Stadt in Ollantaytambo und die
  • wunderbare Kirche und Kloster in Chincheros
  • den Colored Mountain.

Alle anderen interessanten Orte wie Salinas, Moray und die in der Nähe von Cusco liegenden Tempel lassen sich ebenfalls kurzfristig organisieren.

Abends ist man wieder zurück in der Stadt. Zur beeindruckenden Festung der Inka oberhalb von Cusco, Sacsaywaman, kann man von der Altstadt aus zu Fuß gehen.

Mit den Guides, welche dort ihre Dienste anbieten sollte man den Preis der Tour VOR dem Start aushandeln. Wer eine vernünftige Tour durch das Heilige Tal machen möchte, wird das Boleto Turistico kaufen müssen.

Cuscos drei Bahnhöfe: San Pedro, Poroy, Wanchaq

Es gibt verwirrenderweise drei Bahnhöfe mit Zugverkehr im Stadtbereich Cuscos.

Bahnhof San Pedro: Direkt neben dem Mercado Central in Laufweite zur Altstadt gelegen. Der Bahnhof ist für Zugfans sicherlich spannend, 1908 erbaut.  PeruRail fährt von hier mit dem Zug nach Aguas Calientes/Machu Picchu. Morgens hin, abends zurück.

Bahmhof Estacion Wanchaq. Diese Station ist am südlichen Ende der Avenida el Sol, ebenfalls noch in Laufweite zur Altstadt. Wer Gepäck dabei hat, nimmt ggf. ein Taxi für 3-5 soles. Von dieser Station fahren Züge als auch Busse ab. Die Busse ersetzen Züge, wenn in der Regenzeit die Bahnstrecke zwischen Cusco und Ollantaytambo und weiter nach Aguas Calientes unterbrochen ist. Der Belmond Andean Explorer nach Puno und Arequipa fährt ab April 2022 ab dem Bahnhof Wanchaq.

Bahnhof Poroy. Dieser Bahnhof ist ca. 20 Minuten Fahrtzeit mit dem Taxi ausserhalb der Stadt. Von hier bedient PeruRail Züge in Richtung Machu Picchu. Die Fahrtzeit nach Aguas Calientes sind 3,5 Stunden.

Für die Fahrt mit dem Zug gilt: Checke unbedingt am Vortag, von welchem Bahnhof du abfahren wirst. Änderungen kommen vor, und insbesondere die Anfahrt nach Poroy kostet Zeit. Noch mehr Info wie man von Cusco zur Touristenattraktion Nummer 1 in Südamerika kommt am Ende des Textes unter: Zug nach Machu Picchu.

In allen drei Bahnhöfen unterhält PeruRail Fahrkartenschalter und erteilt Auskunft.

Cuscos Boleto Turistico: Eintrittspreise und Ticketoptionen

Um die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt, die Museen und Kirchen sowie die Inkastätten besuchen zu können, gibt es eine Art Sammelticket, in vier Varianten, welches dem Besucher erlaubt, alle diese Highlights mit einer Eintrittskarte betreten zu können. Dies ist das Boleto Turistico von Cusco.

Das Boleto General kostet 120 Soles (ca. 32 Euro pro Person) Studenten zahlen dafür 70 Soles, also ca. 19 Euro.

Das Boleto ist zehn Tage ab Kauf gültig und man kann damit die folgenden Top Sehenswürdigkeiten in und um Cusco besuchen:

  • 1 – Festung von Sacsayhuaman
  • 2 – Qenqo
  • 3 – Puca Pucara
  • 4 – Tambomachay
  • 5 – Museo de Arte Contemporáneo
  • 6 – Museo Histórico Regional
  • 7 – Museo de Arte Popular
  • 8 – Museo de Sitio de Qoricancha (Korikancha – Tempel der Sonne)
  • 9 – Centro Qosqo de Arte Nativo
  • 10 – Monumento al Inca Pachacuteq
  • 11 – Pikillaqta
  • 12 – Tipón
  • 13 – Pisac
  • 14 – Ollantaytambo
  • 15 – Chinchero
  • 16 – Moray

Um die Sache noch schön zu verkomplizieren, gibt es drei Abstufungen zum Boleto General, welche jeweils nur noch 70 Soles kosten, und die folgenden Sehenswürdigkeiten abdecken:

  • Archäologische Stätten  wie Sacsayhuaman  (circuito 1)
  • Museen in Cusco (circuito 2)
  • Archäologische Stätten rund um die Stadt und im Heiligen Tal wie Chinchero und Poroy (circuito 3)

Im Prinzip bringen die abgestuften Tickets nicht wirklich viel, wer sich halbwegs die bekanntesten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten in und um Cusco sowie im Heiligen Tal anschauen möchte, kommt um das Boleto General nicht herum. Man kann es an allen historischen Stätten und Sehenswürdigkeiten, wo es Gültigkeit hat, dort am Ticketschalter kaufen. Oder auch hier bei Civitatis Cuzco City Card  (in Englisch!)

Ganz offiziell, an dieser Adresse:

Oficina principal COSITUC: Galerías Turísticas, Av. Sol N° 103 (Öffnungszeiten Montag bis Freitag  8 bis 17:30,  Samstag 8:30 bis 12:30).

Das Boleto ist übrigens auch keine flat rate für die Sehenswürdigkeiten. Man bekommt das Ticket beim Besuch der Sehenswürdigkeit erstmalig abgestempelt, und man kommt damit in jedes Highlight nur einmal herein.

Machu Picchu sowie der Colored Mountain sind nicht im Preis des Boleto General enthalten.

Die meisten Kirchen von Cusco, inklusive der Kathedrale, sind übrigens auch nicht im Boleto General enthalten. Wer unbedingt die Kirchen von innen sehen möchte, der muss das Boleto del Circuito Religioso del Cusco kaufen, und kann dann die folgenden Monumente betreten:

  • die Kathedrale
  • Kirche von San Blas
  • Palast des Erzbischofs sowie die
  • Capilla de San Cristobal.
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Cusco Peru Reisetipps von A bis Z

Centro Historico – die koloniale Altstadt

Die frühneuzeitliche koloniale Altstadt Cuscos ist tatsächlich sehr sehenswert, sehr gut erhalten und sehr touristisch, aber man kann sich um die Besuchergruppen herum navigieren: Frühmorgens ist es leer. Mit anderen Worten: wer so früh wie möglich in die Altstadt aufbricht, kann diese noch relativ leer erleben. Zugegeben, zu anderen Tageszeiten ist es schwer. Cusco ist tatsächlich ziemlich überlaufen und an der Grenze zum overtourism.

Aber, die Altstadt um die Plaza de Armas herum ist immer noch das lebendige Herz Cuscos, und wird von den Einwohnern der Stadt genau deshalb frequentiert, es ist also kein reines Touristengebiet, sondern aktiver und bewohnter Kern einer sehr angenehmen, relaxten, lebensfrohen und sympathischen Stadt.

Das Fotografieren in der Altstadt ist leicht und ohne Menschenmassen zu bewerkstelligen wenn man früh morgens z.B. in der Calle Hatunrumyoc mit den bekannten Inkamauern aufkreuzt (siehe Foto oben) – dann kann man die berühmten Quader der Inka in Ruhe und ohne Fussgänger davor fotografieren.

Das Viertel San Blas oberhalb der Kathedrale wird oft als das schönste Viertel des historischen Zentrums beschrieben. Ob das so ist, sollte jeder für sich selbst herausfinden. Die engen Gassen sind auf jeden Fall malerisch, und es gibt viele Geschäfte mit Handwerk, Mitbringseln, Kunst und Nippes zu entdecken, sowie Hotels, Kneipen, Restaurants und Cafés.

Hotelempfehlung in San Blas: 2024 war ich zur Recherche u.a. für diesen Blogartikel in Cusco, und habe im Hotel Antigua Casona logiert – dieses Boutiquehotel kann ich nur uneingeschränkt empfehlen: Tolle Lage, sehr schöne Zimmer mit Heizung, jeden Nachmittag gibt es Tee und Wärmflaschen, sehr leckeres Frühstück, toller und aufmerksamer Service, ein schöner Innenhof und Restaurant. Rundum super. Hier ist der Link zum für mich schönsten Hotel Cuscos (bei Booking).

Das Viertel San Francisco um die gleichnamige Kirche herum ist eine gute Alternative zum etwas überlaufenen San Blas, wesentlich leerer und von weniger Touristenmasssen heimgesucht, aber genauso pittoresk, mindestens.

Essen und Trinken, Empfehlung vegetarisches Restaurant, Kneipen

Essen gehen in Cusco: Ist in allen Preislagen wählbar, vom Imbiss an der Straße bis hin zum Restaurant mit weißen Tischdecken und Kellnern im Schlips.

Ich bevorzuge die einfachen Restaurants, wo es Aushänge mit dem Tagesmenü für wenige Euro bzw. Soles gibt, und wo es vegetarische Optionen für mich als Vegetarier gibt.

Und vegetarische Gaststätten gibt es in Cusco einige, wie auch die peruanische Küche tolle Optionen für Vegetarier, für Veganer allerdings weniger, bereit hält. Mein Tipp: Choclo con queso – gekochter Maiskolben mit etwas Käse dazu. Großartig, preiswert, extrem lecker.

  • Das beste vegetarische Restaurant welches ich in Cusco 2024 ausprobiert habe, ist das Green Point Vegan in der Strasse Carmen Baja in San Blas. Sehr leckeres Essen, keine weißen Tischdecken, es wird frisch gekocht. Cooles Ambiente, Klasse Service.

Sehr preiswert und sehr authentisch isst man (zu Mittag) im Centro Artesiana in der Avenida Tullumayo 1229. Das ist mein Geheimtipp für das beste peruanische Mittagessen in Cusco. Dort gibt es kaum Touristen, viele der Verkäuferinnen aus dem Kunsthandwerks-Markt essen hier für kleines Geld.

Das sehr leckere lokale Bier heisst Cusqueña, und ist als klassisches Lager („Dorada“), als schwarzes Bier mit starkem Malzanteil („Negra“), als sehr feines Weizenbier („Trigo“) und als dunkles Lager  („Roja“) erhältlich.

Und ja, es gibt in Cusco einen schönen Irish Pub direkt an der Plaza de Armas, wer mal Lust auf ein Guinness hat und andere Gringo Traveller treffen möchte.

Geld und Geldautomaten in Cusco

Geldautomaten gibt es um Cuscos Plaza de Armas und den oberen Teil der Avenida El Sol reichhaltig. Dort sind mehrere Banken zu finden, unter anderem die BBVA. Bitte beachte: EC Karten funktionieren nicht in Peru!

Am Flughafen Cusco gibt es sowohl mehrere Geldautomaten (Erdgeschoss am Ausgang und im ersten Stock), als auch eine Geldwechselstube, wer Bargeld umtauschen möchte.

Du brauchst eine Visa oder Mastercard Kreditkarte um Bargeld  abheben zu können.

Visa funktioniert gefühlt besser und an mehr Automaten in Peru. Insbesondere die Geldautomaten von europäischen Banken wie BBVA, Santander und Scotiabank sind meistens zuvorkommend zu europäischen Kreditkarten!

Die meisten Geldautomaten geben peruanische Nuevo Soles heraus. 100 Soles sind ungefähr 25 Euro. (Stand Februar 2024)

In fast allen Restaurants, Supermärkten, Agenturen, Reisebüros, bei Fluggesellschaften kann man mit Kreditkarte bezahlen.

Alternative Zahlarten wie Paypal oder mobiles Zahlen mit dem Smartphone habe ich in Peru bis jetzt noch nicht gesehen.

Die Währung von Peru ist der Nuevo Sol, nicht der US Dollar! US Dollar brauchst du nicht in Peru. Geschäfte welche Bargeld akzeptieren, nehmen dies in peruanischen Soles. Dennoch kann man ab und an auch mit US Dollar bezahlen, insbesondere bei Reiseagenturen für z.B. Tagesausflüge.

Im Video: Cuscos Altstadt – ein Spaziergang

Höhenkrankheit in Perus Anden, Apotheken

Die Höhenlage von Cusco: Die Stadt liegt in einem Talkessel der Anden am Ende eines Tales auf ca. 3.400 m Höhe. Das kann vereinzelt zu Symptomen der Höhenkrankheit führen, auf jeden Fall ist das Erklimmen der steilen kleinen Straßen am Hang und der Wege in Richtung der Inka – Festung Sacsaywaman anstrengend.

Die lokale Teespezialität mate de coca soll die Symptome der Höhenkrankheit lindern. Ich weiss nicht, ob das stimmt, und kann hier auch keine medizinischen Ratschläge erteilen, aber mate de coca schmeckt exotisch und ist nicht teuer und immer wert, unterwegs in einem der Cafés konsumiert zu werden. In vielen Hotels/Hostels in den Bergen Perus werden die Blätter lose am Frühstücksbuffet angeboten. Heißes Wasser drauf, fertig. Der Konsum der Coca-Blätter ist in Peru legal, aber die Einführung in die EU nicht.

Die lokalen Apotheken verkaufen ebenfalls Mittel gegen die Höhenkrankheit (Soroche) – ich weiss nicht, ob die helfen oder mit Risiken behaftet sind, das müsst ihr selbst herausfinden bzw. auf jeden Fall einen Arzt konsultieren.

Ansonsten Kopfschmerztabletten bereit halten, und ggfs. einen etwas tiefer gelegenen Ort wie Arequipa oder Bogota zum Akklimatisieren nutzen. Wer ernsthafte Probleme ob der Höhe der Stadt bekommt, muss sich ziemlich schnell in tiefer gelegene Gebiete begeben!

Und anderen Aussagen zum Trotz: Man kann nicht vorab gegen die Höhenkrankheit vorbeugen, es kann dich erwischen als Iron Man Sieger und dich verschonen als Couch Potato. Lass dir einfach nichts erzählen und informiere dich vorab gründlich in seriösen Quellen, wozu die meisten Reiseblogs sicherlich nicht gehören!

  • Apotheken und Drogerien gibt es in den größeren Städten in Peru in guter Auswahl, es gibt eine landesweite Kette mit Namen InkaPharma.

Wer ernsthaft  krank wird, sollte einen Arzt aufsuchen – frage in deiner Unterkunft oder nutze Google. Für verschriebene Medikamente bekommt man auch in Peru vom Arzt ein Rezept, welches man in der Apotheke abgibt und die entsprechenden Medikamente erhält. Wer eine Reisekrankenversicherung hat, oder über seine Kreditkarte auf Reisen versichert ist, hebt die Belege auf, und lässt sich das Geld für die Medikamente dann später erstatten.

Internetcafés in Cusco, kostenloses WLAN

Um die Plaza de Armas sowie entlang der Avenida de Sol finden sich diverse Anbieter, oft auch in Cafés oder Läden untergebracht. Zwei Stunden kostenloses WLAN gibt es bei Starbucks an der Plaza de Armas, direkt neben der Compania Jesus Kirche.

Kaffee und Kuchen, Coca Tee

Mein Tipp um Kaffe und Kuchen oder einen Coca-Tee mit Blick auf die Plaza de Armas zu konsumieren: Gegenüber der Kathedrale im zweiten Stock des Gebäudes direkt an der Plaza gibt es diverse Cafés, Käsekuchen, und eines der schönsten städtischen Panoramen dieses Planeten.

Der Konsum von Coca Tee ist vollkommen unbedenklich, aber aufgepasst: Die Einfuhr der Blätter in die EU ist verboten.

Klima, beste Reisezeit

Die Regenzeit in den südlichen Anden ist in den Monaten Dezember bis März. Dann regnet es fast täglich, aber auch nicht lange. Dennoch sind dann dann weniger Touristen und Besucher in der Stadt und dem Heiligen Tal. Wobei das nicht so schlecht ist, finde ich. es ist dann überall wesentlich leerer! Es gibt meiner Meinung nach kaum einen wirklichen Grund, in der Regenzeit nicht nach Cusco zu fahren.

Die Temperaturen sind das ganze Jahr über recht beständig und kommen im Durchschnitt selten über 20 Grad. Die durchschnittliche Mindesttemperatur liegt zwischen 4 bis 6 Grad, wobei Mai bis August die kältesten Monate sind. Insbesondere nachts kann es in und um Cusco sehr kalt werden, also um die Null Grad. Für diese Jahreszeit sollte man unbedingt einen dicken Pullover oder eine leichte Jacke dabei haben.

Die Sonne ist in dieser Zeit tagsüber allerdings manchmal auch sehr stark, Sonnenschutz ist in dieser Höhenlage wirklich wichtig, Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung gehört unbedingt ins Gepäck, eine Regenjacke auch.

Konsularische Vertretungen in Perus Süden

Die folgenden Länder unterhalten konsularische Vertretungen direkt in Cusco.

  • Deutschland (Adresse: San Agustín 307, Cusco,  Telefon: +51 84 23 54 59, Link Honorarkonsulin Cusco)
  • Belgien
  • Frankreich
  • Italien
  • UK
  • USA

Machu Picchu Tickets: Update

Cusco ist natürliche Ausgangsbasis für einen Besuch von Machu Picchu, der Sehenswürdigkeit Nummer 1 von ganz Südamerika. Der Kauf bzw. die Reservierung der Eintrittskarten für Machu Picchu ist stark reglementiert, wurde aber 2024 mit der Auslagerung des Ticketkaufs auf eine private Onlineplattform deutlich vereinfacht, aber auch verteuert. Eine Agentur oder ähnliches braucht ihr dafür nicht mehr, Konto anlegen und Tickets mit Kreditkarte kaufen ist alles.

Definitiv gilt: Man sollte die Tickets vorab kaufen, man kann sie nicht am Eingang von Machu Picchu kaufen!

Lies hier, wie man die Tickets für Machu Picchu wo in Cusco kaufen, und eine Tagestour zur bekanntesten Sehenswürdigkeit von Peru machen kann.

Museen in der Altstadt

Ich kann sehr guten Gewissens die beiden in wunderbaren historischen Gebäuden untergebrachten Museen empfehlen, welche beide sehr interessante Artefakte zur Geschichte der Inkas ausstellen. (Beide sind NICHT im Boleto General enthalten, Eintritt kostet also extra). Hier kann man sein Wissen um die Inkakultur auf sehr angenehme Art und Weise sehr gut vertiefen. Wer noch nach Machu Picchu möchte kann sich im gleichnamigen Museum  schon mal darauf einstimmen

Museo Inka, direkt hinter der Kathedrale an der Plaza de Armas in der Ataud 154.

Museo Machu Picchu Casa Concha. Adresse: Santa Catalina Ancha, ein Block südöstlich von der Plaza de Armas. Das Museum ist in einem sehr sehenswerten kolonialen Gebäude untergebracht, und zeigt die von der Universität Yale zurückgegebenen, einst „geborgten“ Gegenstände aus Ausgrabungen in Machu Picchu.

Postamt

Die peruanische Post hat ihr recht großes Amt an der Avenida El Sol Nummer 800. Wenn man die Avenida hinunterläuft, also bergab geht, ist dies auf der rechten Seite an der Ecke zur Avenida Garcilaso.

Reisebüros, Büros der Fluggesellschaften, Büro Inca Rail

Viele der Reiseagenturen befinden sich an der Plaza de Armas, gegenüber der Kathedrale. sowie in den Seitenstraßen der Plaza. Dort kann man Bustickets, Tagesausflüge, Flugtickets kaufen.

Reisebüros für Flugtickets bzw. Flugbuchungen sind in der Avenida del Sol zu finden.

Inca Rail, welche Züge nach Aguas Calientes anbieten, betreibt ein Büro an der Nordwestseite der Plaza de Armas (wenn man vor der Kathedrale steht und auf sie schaut zur Linken).

Noch mehr Peru-Info hier im Reiseblog:

Züge nach Macchu Picchu bucht ihr hier bei PeruRail oder IncaRail

Das Klima in den Anden in Peru im Frühjahr/Regenzeit ist ungefähr zwischen Dezember und März. Das bedeutet, dass es in Cusco nicht den ganzen Tag regnet, sondern nur vereinzelt und temporär. Ich fand Das Klima eigentlich ganz angenehm, und vor allen Dingen: Die Stadt ist deutlich leerer als in der Hauptsaison Juli/August, und das gleiche gilt auch für Machu Picchu.

Inlandsflüge Peru: Die – wie ich finde-  beste Info im Netz zu Inlandsflügen in Peru: Tipps und Tricks, grundlegende Info zu Fluggesellschaften und Strecken, was man beachten sollte bei Inlandsflügen, welche Fluggesellschaft welche Strecke bedient und vieles mehr! Wird ständig aktualisiert.

Reiseführer – Tipp

Ich kann zwei Reiseführer guten Gewissens empfehlen, beide sind sehr detailliert und haben einen hohen Wert für die Reisenden, seien es Backpacker, Flashpacker oder Gruppenreisende:

Souvenirs aus Peru, Shopping in Cusco

Gibt es ein Land mit schöneren, handgemachten, nicht aus China importieren Mitbringseln als Peru?

Kann ich mir wirklich kaum vorstellen. Die Qualität der meisten Decken, Ponchos, Taschen, Kleidung, Schmuck und Accessoires ist mehr als gut, die Dekors bezaubernd, die Hersteller und Verkäufer charmant zurückhaltend (meistens jedenfalls).

Ich empfehle: Im Gepäck etwas Luft lassen, man kommt mit mehr zurück als man aufgebrochen ist. In Cusco fand ich das Centro Artesiana am unteren Ende der Avenida El Sol, in Laufweite vom Stadtzentrum, wirklich toll, und die Auswahl ist sehr umfangreich und authentisch. Die Adresse ist Avenida Tullumayo 1229.

Man muss immer handeln in Peru, hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, da die Preise noch zivil sind. Aber runterhandeln sollte man immer, mindestens ein Drittel. Im Centro Artesiana gibt es übrigens auch einige sehr gute kleine Restaurants mit authentischen einheimischen Speisen. Wenn wir in Cusco sind, gehen wir dort immer essen, sehr gut, sehr nett, preiswert. Gerade für Vegetarier ziemlich gut!

Selbstversorger: Markt San Pedro

Für Selbstversorger bietet Cusco in erster Linie den wunderbaren Markt San Pedro, im westlichen Teil des Centro Historico, neben dem alten Bahnhof gleichen Namens gelegen. Im Mercado Central San Pedro gibt es Gemüse, Früchte, Brot, Käse und allerhand andere wunderbare Lebensmittel und Güter für den täglichen Gebrauch zu kaufen. Sehr malerisch!

Adresse: Mercado Central San Pedro, an der Calle Santa Clara, Ecke Calle Cascaparo. Geöffnet täglich, zwischen 6 und 19 Uhr.

Supermärkte: Es gibt kleine Spätis über die ganze Stadt verteilt, an jeder Ecke sozusagen.

Spanisch und Spanisch lernen

In Cuzco kommt man auch ganz gut mit Englisch zurecht, viele Leute welche im Tourismus arbeiten sprechen gut Englisch. Ansonsten ist die Stadt auch ein sehr gutes Pflaster um sich eine Spanischschule auszusuchen und diese wunderbare Sprache vor Ort zu lernen. Alternative für das Spanischlernen in Cusco ist für mich übrigens Arequipa.

Tourist Info iPeru:

iPeru, sozusagen die offizielle Touristinfo für Peru, unterhält zwei Büros in Cusco. Eines ist am Flughafen, das andere befindet sich an der nördlichen Seite der Plaza de Armas mit der Adresse Portal de Harinas 177.

Unterkunft in der Altstadt, Kosten und Optionen für jedes Budget

Die Stadt bietet für jeden Geldbeutel genug Auswahl an Übernachtungsoptionen. Für Backpacker gibt es Hostels und auf diese Zielgruppe zugeschnittenen Unterkünfte.

Für Traveller oder für den ein oder anderen Südamerika Flashpacker gibt es sehr angenehme, tolle Hotels im etwas höheren Preissegment (um die 50 – 100 USD pro Zimmer/Übernachtung), das Doppelzimmer, mitten in der Altstadt, ruhig und historisch, mit Frühstück.

In der Altstadt gibt es zudem einige sehr schöne Luxusoptionen, wer sich das mal gönnen möchte kann in original alten Gebäuden hinter sehr dicken, alten und auf der Innenseite zweifellos plüschigen Mauern nächtigen.

Empfehlung: Je nach Reisezeit kann es in diesem Teil der Anden ziemlich kalt werden, insbesondere im Juni, Juli und auch noch August ist es (Nachts) fast winterlich zu nennen. Deine Unterkunft sollte eine Heizung haben! Oder dicke Decken verteilen.

Die Unterkünfte in Cusco sind buchbar über die üblichen Internet-Hotelportale. (Werbung) Ich empfehle die Buchung über booking.com und nutze diese Buchungsplattform selbst auf allen meinen Reisen in Südamerika. Man kann immer recht kurzfristig buchen, sich nur die verfügbaren Unterkünfte anzeigen lassen, und auf der Karte dann sehr leicht finden.

Wer selbstorganisiert in Peru unterwegs ist, braucht nicht alle Unterkünfte vorab aus Europa aus buchen bzw. reservieren, es gibt genug Auswahl im Land:

  • (Der durchschnittliche Preis für eine Drei-Sterne-Unterkunft in Cusco liegt laut Google bei 34 Euro, für ein Fünf-Sterne Hotel aber schon bei 190 Euro.)

Wäschereien in der Altstadt – Lavanderia

Deine Wäsche bekommst du im Hotel oder in den Wäschereien Cuscos gewaschen, das Kilo kostet um die 12  Soles. Halte Ausschau nach dem Schild „Lavanderia“. Es gibt wirklich recht viele Wäschereien, ich habe schon diverse ausprobiert, das funktioniert einfach und zuverlässig.

Morgens abgeben, nachmittags abholen. Preis meistens pro Kilogramm bzw. nach Gesamtgewicht. Ich würde keine empfindlichen Kleidungsstücke  abgeben oder Klamotten, die abfärben. Ebenso keine Funktionskleidung, wo irgendwelche Membranen kaputt gehen könnten. In Südamerika wird heiß gewaschen und kräftig gemangelt und noch heißer gebügelt bzw. getrocknet, amigos!

Wander-, Bergsteiger-, Outdoorausrüstung

Wer noch Ausrüstung für den Inkatrail oder diverse andere Outdoorklamotten benötigt, der findet in Cusco eine sehr gute Auswahl. Patagonia, The North Face sowie Columbia und Merell haben Läden an der Plaza de Armas. Es gibt ebenfalls mehrere kleinere Ausrüster sowie Schuhläden in den umliegen Gassen.

Zeitunterschied

Im Winter beträgt der Zeitunterschied zwischen Cusco und Mitteleuropa sechs Stunden. Peru bzw. Südamerika ist hinter der europäischen Zeit.

Zug nach Machu Picchu bzw. Aguas Calientes

Es gibt in Cusco drei Bahnhöfe, von denen im Prinzip Züge oder Busse der beiden Gesellschaften IncaRail und PeruRail abfahren können: Es sind dies die Estacion San Pedro, die Estacion Wanchaq sowie der etwas außerhalb gelegene Bahnhof Poroy.

Erkundigt euch am besten bei PeruRail bzw. bei IncaRail einen Tag vor Abfahrt, wann und wo euer Zug bzw. Pendelbus nach Aguas Calientes bzw. Ollantaytambo exakt abfährt.

Der Bahnhof Poroy liegt ziemlich weit außerhalb der Stadt, und man braucht  mit dem Taxi ca. eine halbe Stunde dort hin.

Der zweite Bahnhof in Cusco, Estacion San Pedro, direkt am gleichnamigen Markt, bedient  wieder Aguas Calientes bzw. Machu Picchu Pueblo. Dieser neue Zug fährt direkt von San Pedro in ca. vier Stunden bis Aguas Calientes, und wird von IncaRail betrieben. Inca Rail hat ein neues Verkaufsbüro in der Avenida El Sol Nummer 843.

Die offizielle Webseite von IncaRail findest du hier im Netz . Dort stehen auch die täglichen Abfahrtzeiten der Züge. Ein Tagesausflug ab Cusco nach Machu Picchu, also mit Hinfahrt morgens und Rückfahrt am Nachmittag, ohne Übernachtung in Aguas Calientes ist möglich. Ich empfehle allerdings, in Aguas Calientes zu übernachten.

IncaRail hat zudem ein Office direkt an der Plaza de Armas und erteilt dort Auskünfte und verkauft Fahrkarten.

PeruRail hat einen Schalter in der Station Wanchaq. Ebenso gibt es einen PeruRail Schalter im Inlandsbereich des Flughafens Lima, hinter der Sicherheitsschleuse.

Und weil die Information gesucht wird: Es gibt keinen Zug von Cusco nach Lima bzw. von Lima nach Cusco. Zwischen diesen beiden Städten hat man nur die Wahl zwischen Bus (20 Stunden für diese Strecke)  und Flieger (2 Stunden).

Zusatzinfo Peru: Noch mehr Info für Traveller, Reisende, Backpacker

Dieser Südamerika Reiseblog richtet sich an unabhängige Reisende, welche ihren Trip in den schönsten aller Kontinente selbständig buchen und organisieren. Wer sich das nicht zutraut, der bucht mit einem Reiseveranstalter, kann aber die oben skizzierten Reisetipps für die tolle Stadt Cusco genau so gut gebrauchen und anwenden.

Im dc-travel Reiseblog finden sich weitere sehr ausführliche Informationen für Reisen nach Peru, alle Tipps sind selbst erlebt und haben den Reiseblogger-Praxistext bestanden